Europäischer Wildapfel
Beschreibung
Der Europäische Wildapfel ist in Europa und Westasien heimisch und wird als sommergrüner Strauch oder kleiner Baum 10 Meter hoch. Er bildet eine dichte, oft unregelmäßige Krone. Die Äste und Zweige weisen häufig verdornende Kurztriebe auf. Die Rinde ist hellrotbraun, später graubraun, längsrissig und aufgeschuppt. Die eiförmigen Blätter sind grob gesägt und fast kahl, was sie von behaarten Kulturapfel-Blättern unterscheidet. Im Herbst verfärbt sich das Laub leuchtend gelb bis orange. Der Baum ist die ursprüngliche europäische Wildform, jedoch nicht die Stammform der Kulturäpfel, die vom Asiatischen Wildapfel abstammen. Alte Bäume werden oft hohl und bilden dadurch wertvolle Quartiere für Steinkäuze, Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel.
Die kugeligen, nur 2 bis 4 Zentimeter großen Äpfel reifen ab September über etwa drei Wochen. Sie sind grüngelb, manchmal mit rötlicher Sonnenseite, und haben holziges, hartes Fruchtfleisch mit herb-saurem, adstringierendem Geschmack. Roh sind sie kaum genießbar, werden aber nach dem ersten Frost milder. Die Früchte sind sehr pektinreich und eignen sich gekocht oder gedörrt zur Verarbeitung zu Gelee, Marmelade, Mus, Saft, Essig, Likör oder als Würzfrucht für Chutneys. Im Mittelalter dienten sie zur Konservierung von Speisen und zum Würzen. Junge Blätter und Blüten lassen sich als Tee oder in Salaten nutzen. Das im Kern rotbraune, feinfaserige Holz ist hart und wurde traditionell für Drechselarbeiten verwendet.
Von Ende April bis Mitte Mai erscheinen über etwa drei Wochen zahlreiche Blüten in Doldentrauben. Im Knospenstadium sind sie purpurrot bis rosa, geöffnet strahlend weiß mit rosa Außenseite und angenehm duftend. Die Blüten sind drei bis vier Zentimeter groß und bieten reichlich Nektar und Pollen. Sie locken Bienen, Hummeln, Wildbienen und andere Insekten an. Die Blätter dienen Schmetterlingsraupen als Nahrung. Die Früchte bleiben oft bis in den Winter am Baum und sind wichtige Nahrung für Vögel, Wildschweine, Rehe und Kleinsäuger. Vögel verbreiten die Samen, was dem Baum auch den volkstümlichen Namen einbrachte.
Die nächsten Lieferungen finden zwischen dem 23. Februar und 24. März 2026 statt.
Abholung bei Waldgärtnerei Kyritz verfügbar
Gewöhnlich fertig in 24 Stunden
Standort & Wuchsbedingungen
Wuchsform
Großstrauch, Buschbaum und Großbaum
Höhe x Breite
10.0 x 8.0 m
Max. Winterhärte
Zone 04 (-34.4 bis -28.9)
Blüte ab
April
Standort
sonnig und halbschattig
Mögliche Bodenverhältnisse
anspruchslos, Sand, Lehm, durchlässig, feucht, frisch, Ton, humos, trocken und kalkhaltig
Wurzelsystem
Herzwurzler
Empfohlene Stellung
Solitär, Gruppe und Hecke
Resilienzen
Winterfrost
Besonderheiten
Schattenspender, Herbstfärber und Duftpflanze
Nutzung und ökologischer Wert
Essbare Teile
Früchte, Blüten und Blätter
Verwendung
Verarbeitung, Tee- oder Gewürzpflanze und Bauholz
Befruchtung
Fremdbefruchtung
Ernte ab
September
Ökologischer Wert
Frühblüher, Bienenweide, Raupenfutterpflanze, Insektenmagnet und Vogelnährgehölz
Pflege
Wasserbedarf
mittel
Schnittbedarf
gering
Empfohlene Schutzmaßnahmen
Winterschutz und Mulchen
Allg. Hinweise
Allgemeine Pflegehinweise
Benennung und Einordnung
Arten-Synonyme
Wild-Apfel, Holzapfel, Wildapfel und Krabapfel
Sorten-Synonyme
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung
Apfelbeeren (Malus)
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