Amerikanischer Duftpfeffer — Zanthoxylum americanum
Amerikanischer Duftpfeffer — Zanthoxylum americanum

Amerikanischer Duftpfeffer

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Zanthoxylum americanum

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Beschreibung

Der Amerikanische Duftpfeffer wächst als Großstrauch auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Seine Heimat ist der Osten Nordamerikas, vom Osten Kanadas bis in den Süden der USA. Von dort kam er um die Mitte des 18. Jahrhunderts nach England und war eine Zeit lang in vielen Gärten zu finden; in Mitteleuropa ist er heute selten. Was ihn unter den Pfefferbäumen heraushebt, ist seine Verlässlichkeit: In den Waldgärten, die wir selbst angelegt haben, ist er in den ersten 5 Jahren sicher angewachsen und hat Spätfröste besser weggesteckt als die asiatischen Szechuanpfeffer. Sein zweiter deutscher Name, Zahnwehholz, erinnert an seinen Gebrauch in der Heimat: Die Alabama, die Haudenosaunee und die Meskwaki legten seine Innenrinde bei Zahnschmerzen an den kranken Zahn oder kauten sie.

Im April und Mai, noch vor dem Laubaustrieb, sitzen die Blüten für rund 4 Wochen in dichten Büscheln an den Zweigen des Vorjahres, winzig und gelblich grün. Früchte tragen vor allem die weiblichen Pflanzen: runde Kapseln von gut einem halben Zentimeter, die ab August von Grün nach Rotbraun umfärben, sich öffnen und je einen glänzend schwarzen Samen heraushängen lassen. Die ganze Pflanze duftet zitronig, die Kapseln schmecken scharf und beißend, und als Gewürz nimmt man die Früchte wie Pfeffer. Auf Lippen und Zunge kribbeln sie, bis diese fast taub werden – am stärksten die unreifen. Gepflückt wird über rund 3 Wochen, sobald die Kapseln rotbraun werden und aufspringen, am einfachsten als ganze Fruchtstände. Auch die jungen Blätter würzen, ältere werden stachelig. Wer gerinnungshemmende Arzneien nimmt, meidet größere Mengen.

Was der Duftpfeffer Insekten bietet, steckt in seinen Blüten: Sie öffnen sich, bevor das Laub sie verdeckt, an den kahlen Zweigen des Vorjahres, und sie duften, obwohl man sie kaum sieht. An seinen asiatischen Verwandten, die in englischen Waldgärten gezogen werden, fliegen Bienen die unscheinbaren Blüten so eifrig an, dass die Pfefferbäume dort auch der Bienen wegen stehen.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C

Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Großstrauch
Höhe
5.0 m
Breite
4.0 m
Wurzelsystem
Tiefwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Hecke, Gruppe, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Vogelnährgehölz Bienenweide

Verwendung

Früchte Samen Blätter Zierpflanze Tee- oder Gewürzpflanze

Besonderheiten

Herbstfärber Duftpflanze Rarität

Phänologie und Vermehrung

Blüte4 Wo
Ernte3 Wo
MrzAprMaiJunJulAugSep

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Schädlinge Trockenheit Hitze
Schutz
Winterschutz

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rautengewächse(Rutaceae)
Gattung
Gelbhölzer(Zanthoxylum)
Art-Syn.
Zahnwehbaum, Zahnwehholz, Stachelesche, Nordamerikanische Stachelesche