Konstantinopeler Apfelquitte — Cydonia oblonga 'Konstantinopeler'

Konstantinopeler Apfelquitte

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Cydonia oblonga 'Konstantinopeler'

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Beschreibung

Die Konstantinopeler Apfelquitte wächst als Kleinbaum auf etwa 4 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche. Zu Hause ist die Quitte in Südwestasien rund um den Kaukasus; nach Europa gelangte sie über die Länder des Mittelmeers. Der Name dieser Sorte weist nach Konstantinopel, und er ist alt: Eine "Quitte von Constantinopel" bot eine Berliner Gärtnerei schon 1869 an, und eine Baumschule bei Metz führte 1876 eine "Coing de Constantinople", so groß wie die Portugiesische Quitte, aber runder und auf einem wuchsstärkeren Baum. Heute ist sie weit verbreitet; in Ungarn, wo sie seit 1956 als 'Konstantinápolyi' zugelassen ist, schätzen die Verarbeiter sie für ihr reiches Aroma und ihren hohen Pektingehalt.

Ihre großen, rosaweißen Blüten öffnen sich spät im Frühjahr, meist erst im Mai. Den Feuerbrand verträgt kaum eine Sorte schlechter: In einem Sortenversuch in Niederbayern gingen ihre Bäume binnen 6 Jahren sämtlich ein. Sonst ist sie anspruchslos und gehört zu den frosthärteren Quitten. Der Baum wächst kräftig, breitet seine Krone weit aus und trägt früh, wenn auch nur mäßig viel. Gepflückt wird zwischen Ende September und Ende Oktober. Die Früchte wiegen meist 250 bis 300 Gramm und schwanken in der Form zwischen apfelrund und gedrungen birnenförmig; kräftige Wülste und Rippen laufen über die Schale. Reif ist die Schale orangegelb, und die Frucht duftet stark. Kühl gelagert halten die Früchte 2 bis 3 Monate, ihr Fleisch neigt allerdings dazu, sich braun zu verfärben. Roh ist sie wie fast alle Quitten kein Obst zum Essen; erst gekocht entfaltet sie ihr Aroma, säuerlicher und weniger süß als bei 'Bereczki'. Für Marmelade und Mus ist sie wie geschaffen, zum Brennen eignet sie sich dagegen schlecht.

Für Insekten ist die Quitte eine gute Bienenweide. Ihre Blüten öffnen sich weit wie Schalen und halten den Nektar halb verborgen in der Mitte bereit, wo Bienen, Schwebfliegen und Falter ihn erreichen und die Blüte dabei bestäuben. Dazu duften sie angenehm. Ihre Samen tragen Tiere fort, die von den Früchten zehren und die Kerne unverdaut wieder absetzen. Im Herbst färbt sich das Laub oft leuchtend gelb und bringt Farbe in den späten Garten.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
5

Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Kleinbaum
Höhe
4.0 m
Breite
3.0 m
Wurzelsystem
Tiefwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz

Verwendung

Früchte Verarbeitung

Besonderheiten

Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte2 Wo
MrzAprMaiJunJulAugSepOktNov

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost Trockenheit
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rosengewächse(Rosaceae)
Gattung
Quitten(Cydonia)
Art-Syn.
Quitte, Echte Quitte, Kido, Kütten, Kretischer Apfel, Kydonischer Apfel, Hesperiden-Apfel, Venus-Apfel, Adonis-Apfel, Baumwollapfel, Schmeckbirne
Sorten-Syn.
Konstantinopeler Quitte, Konstantinopel, Constantinople, Konstantinápolyi