Eberesche
Beschreibung
Die Eberesche ist in Europa, Westasien und Sibirien heimisch und wird als sommergrüner Baum oder Großstrauch 15 Meter hoch. Der Baum entwickelt eine kegelförmige bis runde Krone. Die gefiederten Blätter werden bis 20 Zentimeter lang und erinnern an Eschenlaub, was zum deutschen Namen führte. Die Blattoberseite ist sattgrün und glatt, die Unterseite graugrün und behaart. Im Herbst verfärbt sich das Laub leuchtend gelb, orange bis feuerrot. Die Eberesche ist äußerst robust und anspruchslos, wächst als Pionierbaum bis zur Baumgrenze auf über 2000 Metern Höhe und kommt selbst mit Stadtklima und Luftverschmutzung zurecht. Sie wird etwa 100 Jahre alt.
Die leuchtend korallenroten, kugeligen Früchte reifen ab September über etwa drei Wochen und bleiben oft bis in den Winter am Baum. Die Beeren sind roh wegen der enthaltenen Parasorbinsäure ungenießbar und schmecken sehr bitter und herb-säuerlich. Der Verzehr größerer Mengen roher Früchte kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Durch Erhitzen oder Frost wird die Parasorbinsäure abgebaut und die Beeren genießbar. Sie eignen sich dann zur Verarbeitung zu Gelee, Marmelade, Mus, Saft, Likör, Chutney, Kompott oder als säuerliche Beigabe zu Wildgerichten. Die Früchte sind reich an Vitamin C und Provitamin A. Aus ihnen wird traditionell Vogelbeer-Schnaps gebrannt. Blätter und Blüten werden als Tee verwendet.
Ab Mai erscheinen über etwa drei Wochen zahlreiche weiße Blüten in großen, doldenförmigen Blütenständen. Sie verströmen einen leichten, oft als unangenehm empfundenen Duft. Die Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen und sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten. Die Blätter dienen zahlreichen Schmetterlingsraupen als Futter. Die Früchte sind wichtige Nahrung für dutzende Vogelarten sowie Kleinsäuger. Ihr lateinischer Artname aucuparia bedeutet „Vögel fangen", da die Beeren früher als Lockmittel für den Vogelfang dienten. Die dichte Krone bietet Vögeln Nistplätze und Schutz.
Die nächsten Lieferungen finden zwischen dem 23. Februar und 24. März 2026 statt.
Abholung bei Waldgärtnerei Kyritz verfügbar
Gewöhnlich fertig in 24 Stunden
Standort & Wuchsbedingungen
Wuchsform
Großbaum
Höhe x Breite
15.0 x 8.0 m
Max. Winterhärte
Zone 04 (-34.4 bis -28.9)
Blüte ab
Mai
Standort
sonnig und halbschattig
Mögliche Bodenverhältnisse
anspruchslos, Sand, Lehm, humos, durchlässig, frisch, feucht, Ton, trocken und kalkhaltig
Wurzelsystem
Herzwurzler
Empfohlene Stellung
Solitär, Gruppe und Plantage
Resilienzen
Krankheiten, Schädlinge, Trockenheit, Winterfrost, Spätfrost und Nährstoffmangel
Besonderheiten
Herbstfärber, Schattenspender und Windschutz
Nutzung und ökologischer Wert
Essbare Teile
Beeren, Blätter und Blüten
Verwendung
Verarbeitung, Tee- oder Gewürzpflanze und Brennholz
Befruchtung
Selbstbefruchtung
Ernte ab
September
Ökologischer Wert
Bienenweide, Vogelnährgehölz, Raupenfutterpflanze und Insektenmagnet
Pflege
Wasserbedarf
mittel
Schnittbedarf
mittel
Empfohlene Schutzmaßnahmen
Mulchen
Allg. Hinweise
Allgemeine Pflegehinweise
Benennung und Einordnung
Arten-Synonyme
Vogelbeere, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeere, Amselbeere und Ebisch
Sorten-Synonyme
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung
Mehlbeeren (Sorbus)
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