Mandel Ertragsstark
Prunus dulcis 'Ertragsstark'
Nächste Lieferung: 2. November bis 15. Dezember
Sorgfältig von Hand verpackt – mit Ballentuch geschützte Wurzeln
Wurzelnackte Ware und Topfware im saisonalen Versand
Ab 150 € innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
Sonst 8,50 € pro Lieferung
EU-weiter Versand ab 200 € versandkostenfrei
Sonst 45,00 € · Mindestbestellwert 150 €
Beschreibung
Die Mandel 'Ertragsstark' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Ihre wilden Vorfahren stammen aus Vorder- und Zentralasien; diese Sorte aber ist in Ungarn entstanden, unter den Mandeln, die dort für die eigenen Verhältnisse gezüchtet wurden und an sie gut angepasst sind. Sándor Brózik, dem das Land die meisten seiner heutigen Mandelsorten verdankt, hat sie aus einem Sämling von 'Burbank magonca' gewonnen. 1984 wurde sie als 'Tétényi bőtermő' staatlich anerkannt – zu Deutsch etwa "die Reichtragende aus Tétény" –, und heute zählt sie zu den 5 Hauptmarktsorten Ungarns. Was sie im Garten auszeichnet, ist die Schale: Sie ist halbpapieren, steht also zwischen den harten und den papierdünnen Mandeln und gibt den Kern ohne großen Kraftaufwand frei. Für Früchte braucht sie eine zweite Mandel oder einen Pfirsich in der Nähe.
Im März blüht der Baum, noch ohne ein Blatt, etwa 3 Wochen lang weiß bis zartrosa. Gegen Frost sind ihre Blüten empfindlich: In einem 13 Jahre dauernden Freilandversuch bei Budapest litten sie von 6 Sorten mit am stärksten. Geerntet wird ab September, über etwa 2 Wochen. Das Zeichen gibt die Hülle: Sobald die pelzige grüne Haut aufreißt, sind die Kerne reif, und die Früchte fallen von selbst oder lassen sich herunterklopfen. Die Hülle kommt dann gleich herunter, damit sich kein Schimmel bildet; flach in Kisten an der Sonne nachgetrocknet, halten die Mandeln 2 bis 3 Jahre. In der Küche werden sie kurz gekocht und aus ihrer braunen Haut gelöst; danach kommen sie gehobelt, in feinen Stiften oder gemahlen zum Einsatz, und aus dem Mahlgut entsteht Marzipan. Auch unreif haben sie ihren Platz: Solange die Schale noch weich ist, verarbeitet die Zuckerbäckerei die grünen Früchte, oder man legt sie in Salzwasser ein.
Die Mandelblüte im März ist eine der ersten offenen Nahrungsquellen des Jahres und gibt Pollen und Nektar zugleich; etwa 3 Wochen bleibt sie geöffnet. Weniger bekannt ist, dass der Baum danach nicht aufhört: Am Blattstiel sitzen kleine Nektardrüsen, die unabhängig von der Blüte arbeiten und auch im Sommer noch Zuckersaft abgeben. Ein Mandelbaum bleibt dadurch über die Blütenwochen hinaus eine Anlaufstelle für Insekten – ein Zug, den man einem Obstbaum auf den ersten Blick nicht ansieht.
Weiterlesen
Weniger anzeigen
Die Mandel 'Ertragsstark' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Ihre wilden Vorfahren stammen aus Vorder- und Zentralasien; diese Sorte aber ist in Ungarn entstanden, unter den Mandeln, die dort für die eigenen Verhältnisse gezüchtet wurden und an sie gut angepasst sind. Sándor Brózik, dem das Land die meisten seiner heutigen Mandelsorten verdankt, hat sie aus einem Sämling von 'Burbank magonca' gewonnen. 1984 wurde sie als 'Tétényi bőtermő' staatlich anerkannt – zu Deutsch etwa "die Reichtragende aus Tétény" –, und heute zählt sie zu den 5 Hauptmarktsorten Ungarns. Was sie im Garten auszeichnet, ist die Schale: Sie ist halbpapieren, steht also zwischen den harten und den papierdünnen Mandeln und gibt den Kern ohne großen Kraftaufwand frei. Für Früchte braucht sie eine zweite Mandel oder einen Pfirsich in der Nähe.
Im März blüht der Baum, noch ohne ein Blatt, etwa 3 Wochen lang weiß bis zartrosa. Gegen Frost sind ihre Blüten empfindlich: In einem 13 Jahre dauernden Freilandversuch bei Budapest litten sie von 6 Sorten mit am stärksten. Geerntet wird ab September, über etwa 2 Wochen. Das Zeichen gibt die Hülle: Sobald die pelzige grüne Haut aufreißt, sind die Kerne reif, und die Früchte fallen von selbst oder lassen sich herunterklopfen. Die Hülle kommt dann gleich herunter, damit sich kein Schimmel bildet; flach in Kisten an der Sonne nachgetrocknet, halten die Mandeln 2 bis 3 Jahre. In der Küche werden sie kurz gekocht und aus ihrer braunen Haut gelöst; danach kommen sie gehobelt, in feinen Stiften oder gemahlen zum Einsatz, und aus dem Mahlgut entsteht Marzipan. Auch unreif haben sie ihren Platz: Solange die Schale noch weich ist, verarbeitet die Zuckerbäckerei die grünen Früchte, oder man legt sie in Salzwasser ein.
Die Mandelblüte im März ist eine der ersten offenen Nahrungsquellen des Jahres und gibt Pollen und Nektar zugleich; etwa 3 Wochen bleibt sie geöffnet. Weniger bekannt ist, dass der Baum danach nicht aufhört: Am Blattstiel sitzen kleine Nektardrüsen, die unabhängig von der Blüte arbeiten und auch im Sommer noch Zuckersaft abgeben. Ein Mandelbaum bleibt dadurch über die Blütenwochen hinaus eine Anlaufstelle für Insekten – ein Zug, den man einem Obstbaum auf den ersten Blick nicht ansieht.
Winterhärte
Zone 7: −17,8 bis −12,2 °C
Diese Pflanze ist frosttolerant und übersteht milde Winter sicher.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Echte Mandel, Mandelbaum, Süßmandelbaum, Bittermandelbaum, Jordanmandel, Mandel, Süßmandel, Krachmandel, Kirsche
- Sorten-Syn.
- Tétényi bőtermő, Tetenyi botermo, Tetenyi’s Fruchtbare, bőtermő

