Mispel
Beschreibung
Die Mispel erreicht als kleiner Baum oder Großstrauch eine Höhe von 3 bis 5 Metern und stammt aus Südosteuropa, Kleinasien und dem Kaukasus. Sie wurde bereits zur Römerzeit nach Zentraleuropa eingeführt und war im Mittelalter ein wichtiges Obstgehölz in Kloster- und Bauerngärten. Der botanische Name Mespilus germanica entstand aus dem Irrtum, die Art sei in Deutschland heimisch – tatsächlich wurde sie nur sehr früh kultiviert und war lange Zeit weit verbreitet. Der Wuchs ist breit ausladend mit unregelmäßig geformtem Stamm. Das Laub verfärbt sich im Herbst leuchtend gelb bis orangerot.
Die braunen, apfelförmigen Früchte reifen im November und tragen auffällige Kelchblätter an der Spitze, die wie eine Krone aussehen. Sie benötigen Frost oder mehrwöchige Lagerung, um genießbar zu werden – dieser Prozess wird Bletting genannt. Dabei werden Tannine abgebaut und die Früchte entwickeln eine teigige Konsistenz sowie ein süß-aromatisches, würziges Aroma, das an eine Mischung aus Birne und Feige erinnert. Die Früchte eignen sich für Marmelade, Gelee, Mus, Saft und Likör.
Von Mai bis Juni erscheinen große, weiße Blüten mit auffälligen Staubgefäßen, die einzeln an den Kurztrieben stehen. Mit einem Durchmesser von 3 bis 5 Zentimetern sind sie wichtige Nektar- und Pollenquellen für Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Die Früchte werden im Winter von Vögeln geschätzt und machen die Mispel zu einem wertvollen Vogelnährgehölz.
Die nächsten Lieferungen finden zwischen dem 23. Februar und 24. März 2026 statt.
Abholung bei Waldgärtnerei Kyritz verfügbar
Gewöhnlich fertig in 24 Stunden
Standort & Wuchsbedingungen
Wuchsform
Buschbaum und Halbstamm
Höhe x Breite
6.0 x 4.0 m
Max. Winterhärte
Zone 05 (-28.8 bis -23.4)
Blüte ab
Mai
Standort
sonnig und halbschattig
Mögliche Bodenverhältnisse
anspruchslos, durchlässig, frisch, Sand, Lehm, trocken und feucht
Wurzelsystem
Tiefwurzler
Empfohlene Stellung
Solitär und Gruppe
Resilienzen
Krankheiten, Winterfrost, Trockenheit und Hitze
Besonderheiten
Schattenspender und Herbstfärber
Nutzung und ökologischer Wert
Essbare Teile
Früchte
Verwendung
Direktverzehr und Verarbeitung
Befruchtung
Selbstbefruchtung
Ernte ab
November
Ökologischer Wert
Bienenweide und Vogelnährgehölz
Pflege
Wasserbedarf
mittel
Schnittbedarf
mittel
Empfohlene Schutzmaßnahmen
Mulchen
Allg. Hinweise
Allgemeine Pflegehinweise
Benennung und Einordnung
Arten-Synonyme
Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelbaum, Asperl, Aschperln, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen, Hundsärsch und Hirschbeerle
Sorten-Synonyme
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung
Mispeln (Mespilus)
Jede Lieferung erfolgt zzgl. 8,50 € Versandkosten. Ab 150,00 € liefern wir versandkostenfrei. Wir liefern in zwei Zeiträumen im Jahr – im Frühjahr und Herbst.
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