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Beschreibung
Die Mispel wächst als mehrstämmiger Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Ihre Heimat liegt im Kaukasus und im Norden Irans, und dort ist sie alt: Schon im Tertiär wuchs sie, wo heute Georgien liegt. Angebaut wird sie seit rund 3.000 Jahren; am Kaspischen Meer stand sie früh in Kultur, und Babylonier wie Griechen kannten sie ebenso. Diese lange Geschichte hat ihre Herkunft verdeckt – Linné gab ihr 1753 den Beinamen germanica, weil er sie offenbar für eine Pflanze Mitteleuropas hielt. Ein Fremdling ist sie hier tatsächlich nicht mehr: Sie hat sich so fest eingebürgert, dass sie verwildert eigene Bestände bildet. Aus ihr sind die Gartenmispeln hervorgegangen, mit größeren Früchten und weniger Dornen; die Wildform ist die Mispel vor dieser Auslese. Wohin sie gehört, darüber sind die Botaniker bis heute uneins: Sie ist die einzige Art ihrer Gattung, und manche zählen sie zu den Weißdornen, mit denen sie sich kreuzen lässt.
Ihre reinweißen Blüten erscheinen im Mai, bis 5 Zentimeter groß und jede für sich an der Spitze eines Triebes; die Blüte dauert rund 3 Wochen, und so spät im Jahr droht ihr kaum noch Frost. Geduld verlangt die Wildform beim Tragen: Bis sie zum ersten Mal fruchtet, vergehen 8 bis 10 Jahre, eine veredelte Sorte braucht dafür 4 bis 6. Ihre Früchte bleiben klein, 2 bis 3 Zentimeter und 15 bis 20 Gramm, rostbraun, mit einer ledrigen Haut unter feinem Flaum und dem offenen Kelch obenauf. Gepflückt wird in den letzten Oktobertagen und bis in den November hinein, solange sie steinhart sind. Kühl gelagert, werden sie nach rund 20 Tagen teigig; dann ist das Fleisch braun geworden und schmeckt süß und säuerlich zugleich, mit etwas Herbe und einem leichten Duft nach Apfel. Erst in diesem Zustand isst man sie roh, und so hält man es seit Jahrhunderten: Schon Chaucer lässt im 14. Jahrhundert einen alten Mann von sich sagen, er sei wie die Mispel – erst verfault, dann reif. Früher kandierte man die Früchte in Honig oder Birnendicksaft und gab sie, wie den Speierling, dem Apfelwein bei; bis heute legt man sie in Zucker und Essig ein, verkocht sie zu Gelee und Marmelade oder mischt sie unter anderes Wildobst.
Im Frühjahr nährt ihr Laub die Raupen des Kleinen Frostspanners. Im Mai ist sie dann eine gute Bienenweide: Ihre weit offene Blüte ist auf keinen bestimmten Besucher zugeschnitten und gibt Nektar wie Pollen, und gerade Wildbienen mit kurzem Rüssel dürften an ihr zum Zug kommen.
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Die Mispel wächst als mehrstämmiger Großstrauch auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Ihre Heimat liegt im Kaukasus und im Norden Irans, und dort ist sie alt: Schon im Tertiär wuchs sie, wo heute Georgien liegt. Angebaut wird sie seit rund 3.000 Jahren; am Kaspischen Meer stand sie früh in Kultur, und Babylonier wie Griechen kannten sie ebenso. Diese lange Geschichte hat ihre Herkunft verdeckt – Linné gab ihr 1753 den Beinamen germanica, weil er sie offenbar für eine Pflanze Mitteleuropas hielt. Ein Fremdling ist sie hier tatsächlich nicht mehr: Sie hat sich so fest eingebürgert, dass sie verwildert eigene Bestände bildet. Aus ihr sind die Gartenmispeln hervorgegangen, mit größeren Früchten und weniger Dornen; die Wildform ist die Mispel vor dieser Auslese. Wohin sie gehört, darüber sind die Botaniker bis heute uneins: Sie ist die einzige Art ihrer Gattung, und manche zählen sie zu den Weißdornen, mit denen sie sich kreuzen lässt.
Ihre reinweißen Blüten erscheinen im Mai, bis 5 Zentimeter groß und jede für sich an der Spitze eines Triebes; die Blüte dauert rund 3 Wochen, und so spät im Jahr droht ihr kaum noch Frost. Geduld verlangt die Wildform beim Tragen: Bis sie zum ersten Mal fruchtet, vergehen 8 bis 10 Jahre, eine veredelte Sorte braucht dafür 4 bis 6. Ihre Früchte bleiben klein, 2 bis 3 Zentimeter und 15 bis 20 Gramm, rostbraun, mit einer ledrigen Haut unter feinem Flaum und dem offenen Kelch obenauf. Gepflückt wird in den letzten Oktobertagen und bis in den November hinein, solange sie steinhart sind. Kühl gelagert, werden sie nach rund 20 Tagen teigig; dann ist das Fleisch braun geworden und schmeckt süß und säuerlich zugleich, mit etwas Herbe und einem leichten Duft nach Apfel. Erst in diesem Zustand isst man sie roh, und so hält man es seit Jahrhunderten: Schon Chaucer lässt im 14. Jahrhundert einen alten Mann von sich sagen, er sei wie die Mispel – erst verfault, dann reif. Früher kandierte man die Früchte in Honig oder Birnendicksaft und gab sie, wie den Speierling, dem Apfelwein bei; bis heute legt man sie in Zucker und Essig ein, verkocht sie zu Gelee und Marmelade oder mischt sie unter anderes Wildobst.
Im Frühjahr nährt ihr Laub die Raupen des Kleinen Frostspanners. Im Mai ist sie dann eine gute Bienenweide: Ihre weit offene Blüte ist auf keinen bestimmten Besucher zugeschnitten und gibt Nektar wie Pollen, und gerade Wildbienen mit kurzem Rüssel dürften an ihr zum Zug kommen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mispeln(Mespilus)
- Art-Syn.
- Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelbaum, Asperl, Aschperln, Hespelein, Hundsärsch, Hirschbeerle, Mespele, Mespelen, Mispele, Nespel, Espel, Hespel

