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Beschreibung
Die Winter-Heckenkirsche wächst als Strauch auf etwa 2,5 Meter heran und braucht rund 2,5 Meter Standfläche; entstanden ist sie vor 1920 im Botanischen Garten Darmstadt, und zwar von selbst. Dort kreuzten sich zwei chinesische Heckenkirschen, und der damalige Garteninspektor Joseph Anton Purpus bemerkte den Sämling; beschrieben und nach ihm und seinem Bruder benannt wurde er 1923 von Alfred Rehder. Was Purpus an ihr auffiel, hat er selbst notiert: Sie ist völlig frosthart, während die Elternarten bei starkem Frost zurückfrieren, und sie blüht erheblich reicher als beide. Ihr Laub bleibt bis in den Winter grün und fällt in milden Jahren erst, wenn die Blüte längst begonnen hat.
Ihr Auftritt fällt in die Zeit, in der im Garten nichts geschieht. Ab Januar öffnen sich über etwa 8 Wochen die cremeweißen Röhrenblüten, die immer zu zweit in den Blattachseln sitzen – in milden Lagen beginnt das schon im Dezember, in kalten erst im Februar. Sie duften so kräftig nach Honig, dass man den Strauch an frostfreien Tagen riecht, bevor man ihn sieht; ein einzelner Zweig in der Vase parfümiert ein Zimmer. Frost macht den offenen Blüten wenig aus: Was erfriert, wird von den nachrückenden Knospen ersetzt, und so zieht sich der Flor über 2 Monate. Schon im Mai reifen daraus rote Früchte, die am Grund miteinander verwachsen bleiben. Zu ernten gibt es hier allerdings nichts – die Winter-Heckenkirsche ist ein Ziergehölz, ihre Früchte sind nicht für den Verzehr bestimmt, und was sie abwirft, ist der Duft. Wer schneiden will, tut es nach der Blüte: Die Blüten des nächsten Winters sitzen am Holz, das im Sommer wächst.
Ökologisch entscheidet bei diesem Strauch der Termin. An milden Januar- und Februartagen fliegen Hummelköniginnen und Honigbienen aus, und sie finden dann fast nichts – hier steht eine der wenigen offenen Nektarquellen des Jahres, und sie duftet weithin. Weil sich die Blüte über 2 Monate zieht und erfrorene Blüten laufend ersetzt werden, ist das Angebot nicht an einen einzelnen warmen Tag gebunden, sondern hält den ganzen Vorfrühling über. Dazu kommt der Bau des Strauchs: dicht verzweigt und bis in den Winter belaubt, gibt er Kleinvögeln Deckung, wenn die meisten Gehölze kahl sind.
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Die Winter-Heckenkirsche wächst als Strauch auf etwa 2,5 Meter heran und braucht rund 2,5 Meter Standfläche; entstanden ist sie vor 1920 im Botanischen Garten Darmstadt, und zwar von selbst. Dort kreuzten sich zwei chinesische Heckenkirschen, und der damalige Garteninspektor Joseph Anton Purpus bemerkte den Sämling; beschrieben und nach ihm und seinem Bruder benannt wurde er 1923 von Alfred Rehder. Was Purpus an ihr auffiel, hat er selbst notiert: Sie ist völlig frosthart, während die Elternarten bei starkem Frost zurückfrieren, und sie blüht erheblich reicher als beide. Ihr Laub bleibt bis in den Winter grün und fällt in milden Jahren erst, wenn die Blüte längst begonnen hat.
Ihr Auftritt fällt in die Zeit, in der im Garten nichts geschieht. Ab Januar öffnen sich über etwa 8 Wochen die cremeweißen Röhrenblüten, die immer zu zweit in den Blattachseln sitzen – in milden Lagen beginnt das schon im Dezember, in kalten erst im Februar. Sie duften so kräftig nach Honig, dass man den Strauch an frostfreien Tagen riecht, bevor man ihn sieht; ein einzelner Zweig in der Vase parfümiert ein Zimmer. Frost macht den offenen Blüten wenig aus: Was erfriert, wird von den nachrückenden Knospen ersetzt, und so zieht sich der Flor über 2 Monate. Schon im Mai reifen daraus rote Früchte, die am Grund miteinander verwachsen bleiben. Zu ernten gibt es hier allerdings nichts – die Winter-Heckenkirsche ist ein Ziergehölz, ihre Früchte sind nicht für den Verzehr bestimmt, und was sie abwirft, ist der Duft. Wer schneiden will, tut es nach der Blüte: Die Blüten des nächsten Winters sitzen am Holz, das im Sommer wächst.
Ökologisch entscheidet bei diesem Strauch der Termin. An milden Januar- und Februartagen fliegen Hummelköniginnen und Honigbienen aus, und sie finden dann fast nichts – hier steht eine der wenigen offenen Nektarquellen des Jahres, und sie duftet weithin. Weil sich die Blüte über 2 Monate zieht und erfrorene Blüten laufend ersetzt werden, ist das Angebot nicht an einen einzelnen warmen Tag gebunden, sondern hält den ganzen Vorfrühling über. Dazu kommt der Bau des Strauchs: dicht verzweigt und bis in den Winter belaubt, gibt er Kleinvögeln Deckung, wenn die meisten Gehölze kahl sind.
Winterhärte
Zone 6: −23,3 bis −17,8 °C
Diese Pflanze ist gut winterhart und hält normale Frostperioden problemlos aus.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Geißblattgewächse(Caprifoliaceae)
- Gattung
- Heckenkirschen(Lonicera)
- Art-Syn.
- Purpus-Heckenkirsche, Duft-Heckenkirsche, Winterduft-Heckenkirsche

