Weiße Maulbeere
Morus alba
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Beschreibung
Die Weiße Maulbeere wächst als mittelhoher Baum auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche, mit rundlicher, mitunter sparrig verzweigter Krone. Ihre Heimat ist das östliche Asien, und sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: Seit rund 4.500 Jahren wird sie angebaut; um 550 nach Christus erreichte der Anbau Griechenland, im 12. Jahrhundert dann Sizilien. In Europa ist sie längst eingebürgert. Auffällig ist ihr Laub, weil es an ein und demselben Baum verschieden ausfällt: ungeteilte Blätter neben zwei- und dreilappigen, die tiefer eingeschnittenen vor allem an jungen Trieben. Sie treibt später aus als fast jeder andere Baum; vielen Gärtnern gilt ihr Austrieb als Zeichen, dass die Spätfröste vorüber sind. Und sie wird alt: 150 bis 200 Jahre sind keine Seltenheit.
Die Blüte beginnt im Mai und zieht sich über etwa 3 Wochen; die Kätzchen hängen unscheinbar zwischen den Blättern. Weil sie so spät erscheinen, entgehen sie den Spätfrösten, und deshalb trägt der Baum verlässlich. Ab Juli reifen die Früchte, gut 4 Wochen lang und nicht auf einmal, sondern nach und nach. Es sind brombeerähnliche Sammelfrüchte von 1,3 bis 1,8 Zentimetern, einzelne bis 2,5 – trotz des Namens weiß, rosa oder purpurn. Sie schmecken ausgeprägt süß und säurearm, manchem sogar zu süß. Reif hängen sie nur kurz: Man legt ein Tuch oder feinmaschiges Netz unter die Krone und schüttelt die Zweige, dann fällt, was so weit ist. Lagern lassen sie sich kaum, 1 bis 2 Tage – wer erntet, verarbeitet gleich. Getrocknet schmecken sie wie Rosinen; im Orient kocht man aus ihnen den Dicksaft Pekmez als Brotaufstrich und Pestil, eine Art Fruchtgummi mit Nüssen, daneben Saft und Wein. Auch die Blätter sind essbar, gedämpft, in Lasagne geschichtet oder als Tee aufgegossen. Ihre größte Rolle spielten sie allerdings anderswo: Die Raupe des Seidenspinners frisst Maulbeerlaub, und ab etwa 1700 wurde die Weiße Maulbeere auch in Mitteleuropa dafür angebaut. In Brandenburg entstand 1747 in Zernikow eine Plantage mit über 8.000 Bäumen; die Allee von 1751 steht dort bis heute.
Ökologisch trägt die Weiße Maulbeere vor allem über ihre Früchte. Sie reifen nicht auf einmal, sondern über Wochen nacheinander, sodass von Juli an lange etwas bereitsteht – Vögel nehmen die Beeren gern und finden sich entsprechend zuverlässig ein. Was am Zweig überreif wird, fällt herunter und kommt denen zugute, die am Boden nach Nahrung suchen. Dass er Hitze und Trockenheit gut übersteht, macht ihn verlässlich: Gerade in heißen, regenarmen Sommern, in denen anderes wenig ansetzt, hängt er voll.
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Die Weiße Maulbeere wächst als mittelhoher Baum auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche, mit rundlicher, mitunter sparrig verzweigter Krone. Ihre Heimat ist das östliche Asien, und sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: Seit rund 4.500 Jahren wird sie angebaut; um 550 nach Christus erreichte der Anbau Griechenland, im 12. Jahrhundert dann Sizilien. In Europa ist sie längst eingebürgert. Auffällig ist ihr Laub, weil es an ein und demselben Baum verschieden ausfällt: ungeteilte Blätter neben zwei- und dreilappigen, die tiefer eingeschnittenen vor allem an jungen Trieben. Sie treibt später aus als fast jeder andere Baum; vielen Gärtnern gilt ihr Austrieb als Zeichen, dass die Spätfröste vorüber sind. Und sie wird alt: 150 bis 200 Jahre sind keine Seltenheit.
Die Blüte beginnt im Mai und zieht sich über etwa 3 Wochen; die Kätzchen hängen unscheinbar zwischen den Blättern. Weil sie so spät erscheinen, entgehen sie den Spätfrösten, und deshalb trägt der Baum verlässlich. Ab Juli reifen die Früchte, gut 4 Wochen lang und nicht auf einmal, sondern nach und nach. Es sind brombeerähnliche Sammelfrüchte von 1,3 bis 1,8 Zentimetern, einzelne bis 2,5 – trotz des Namens weiß, rosa oder purpurn. Sie schmecken ausgeprägt süß und säurearm, manchem sogar zu süß. Reif hängen sie nur kurz: Man legt ein Tuch oder feinmaschiges Netz unter die Krone und schüttelt die Zweige, dann fällt, was so weit ist. Lagern lassen sie sich kaum, 1 bis 2 Tage – wer erntet, verarbeitet gleich. Getrocknet schmecken sie wie Rosinen; im Orient kocht man aus ihnen den Dicksaft Pekmez als Brotaufstrich und Pestil, eine Art Fruchtgummi mit Nüssen, daneben Saft und Wein. Auch die Blätter sind essbar, gedämpft, in Lasagne geschichtet oder als Tee aufgegossen. Ihre größte Rolle spielten sie allerdings anderswo: Die Raupe des Seidenspinners frisst Maulbeerlaub, und ab etwa 1700 wurde die Weiße Maulbeere auch in Mitteleuropa dafür angebaut. In Brandenburg entstand 1747 in Zernikow eine Plantage mit über 8.000 Bäumen; die Allee von 1751 steht dort bis heute.
Ökologisch trägt die Weiße Maulbeere vor allem über ihre Früchte. Sie reifen nicht auf einmal, sondern über Wochen nacheinander, sodass von Juli an lange etwas bereitsteht – Vögel nehmen die Beeren gern und finden sich entsprechend zuverlässig ein. Was am Zweig überreif wird, fällt herunter und kommt denen zugute, die am Boden nach Nahrung suchen. Dass er Hitze und Trockenheit gut übersteht, macht ihn verlässlich: Gerade in heißen, regenarmen Sommern, in denen anderes wenig ansetzt, hängt er voll.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Maulbeergewächse(Moraceae)
- Gattung
- Maulbeeren(Morus)
- Art-Syn.
- Weißer Maulbeerbaum

