Weiße Johannisbeere Weiße aus Jüterbog
Ribes rubrum 'Weiße aus Jüterbog'
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Beschreibung
Die Weiße Johannisbeere 'Weiße aus Jüterbog' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche; entstanden ist sie wohl um 1920 in Deutschland und trägt den Namen der Stadt Jüterbog. Sie gehört damit zu den alten Gartenjohannisbeeren, die aus mehreren europäischen Wildarten zusammengewachsen sind – was davon in einer einzelnen Sorte steckt, sieht man ihr selten an. Erkennen lässt sich diese hier trotzdem, und zwar am Laub: Die Blätter sind spitzlappig, und im Austrieb färben sie sich deutlich rotbraun, ehe sie ins Grüne wechseln. Robust ist sie dazu: Angebaut wird sie bis auf etwa 1.400 Meter, also in Lagen mit langem Winter und kurzem Sommer.
Die Blütezeit liegt im April und reicht über 3 Wochen. Geerntet wird ab Juli über 2 Wochen; unter den weißen Sorten gehört sie damit zu den späten. Die Beeren sind mittelgroß, gelblichweiß und durchscheinend, sodass die Kerne darin zu erkennen sind. Der Geschmack ist säuerlich und aromatisch, ohne den herben Ton der roten Sorten. Über die Verarbeitung entscheiden ausgerechnet diese Kerne: Sie sind groß genug, um in einer Konfitüre zu stören, weshalb aus Johannisbeeren üblicherweise Gelee wird. Wer trotzdem Mus will, kocht die Beeren kurz an und streicht sie durch ein Sieb; was dabei durchgeht, lässt sich zu Sauce, Fruchtleder oder Kuchenfüllung weiterverarbeiten. Abgenommen wird nicht die einzelne Beere, sondern die ganze Traube am Stiel – so bleibt die Frucht heil. Ein ausgewachsener Strauch bringt bis zu 4 Kilogramm im Jahr, und er trägt 10 bis 15 Jahre, ehe er ersetzt werden will. Gepflückte Trauben bleiben im Kühlen 1 bis 2 Wochen frisch.
Weiße Beeren fallen Vögeln weniger auf als rote; von einer hellen Sorte bleibt deshalb mehr am Strauch, und wer beides pflanzt, gibt ab, ohne die Ernte zu verlieren. Die Aprilblüte richtet sich dagegen an alle: Bestäubt wird die Johannisbeere von Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen, und ihre Trauben öffnen sich zu einer Zeit, in der im Garten wenig zu holen ist. Vom Laub leben die Raupen mehrerer Spanner, die dafür auf Johannis- oder Stachelbeersträucher angewiesen sind.
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Die Weiße Johannisbeere 'Weiße aus Jüterbog' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche; entstanden ist sie wohl um 1920 in Deutschland und trägt den Namen der Stadt Jüterbog. Sie gehört damit zu den alten Gartenjohannisbeeren, die aus mehreren europäischen Wildarten zusammengewachsen sind – was davon in einer einzelnen Sorte steckt, sieht man ihr selten an. Erkennen lässt sich diese hier trotzdem, und zwar am Laub: Die Blätter sind spitzlappig, und im Austrieb färben sie sich deutlich rotbraun, ehe sie ins Grüne wechseln. Robust ist sie dazu: Angebaut wird sie bis auf etwa 1.400 Meter, also in Lagen mit langem Winter und kurzem Sommer.
Die Blütezeit liegt im April und reicht über 3 Wochen. Geerntet wird ab Juli über 2 Wochen; unter den weißen Sorten gehört sie damit zu den späten. Die Beeren sind mittelgroß, gelblichweiß und durchscheinend, sodass die Kerne darin zu erkennen sind. Der Geschmack ist säuerlich und aromatisch, ohne den herben Ton der roten Sorten. Über die Verarbeitung entscheiden ausgerechnet diese Kerne: Sie sind groß genug, um in einer Konfitüre zu stören, weshalb aus Johannisbeeren üblicherweise Gelee wird. Wer trotzdem Mus will, kocht die Beeren kurz an und streicht sie durch ein Sieb; was dabei durchgeht, lässt sich zu Sauce, Fruchtleder oder Kuchenfüllung weiterverarbeiten. Abgenommen wird nicht die einzelne Beere, sondern die ganze Traube am Stiel – so bleibt die Frucht heil. Ein ausgewachsener Strauch bringt bis zu 4 Kilogramm im Jahr, und er trägt 10 bis 15 Jahre, ehe er ersetzt werden will. Gepflückte Trauben bleiben im Kühlen 1 bis 2 Wochen frisch.
Weiße Beeren fallen Vögeln weniger auf als rote; von einer hellen Sorte bleibt deshalb mehr am Strauch, und wer beides pflanzt, gibt ab, ohne die Ernte zu verlieren. Die Aprilblüte richtet sich dagegen an alle: Bestäubt wird die Johannisbeere von Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen, und ihre Trauben öffnen sich zu einer Zeit, in der im Garten wenig zu holen ist. Vom Laub leben die Raupen mehrerer Spanner, die dafür auf Johannis- oder Stachelbeersträucher angewiesen sind.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Ribisel, Rote Johannisbeere, Weiße Johannisbeere, Johannisbeere, Rot-Ribisel
- Sorten-Syn.
- Albe de Jüterboger, Weiße Jüterboger, Valkea Jüterbog, Weiße von Jüterbog, Bianco di Jüterbog, Blanche de Jüterbog

