Walnuss Alsoszentivaner 117
Juglans regia 'Alsoszentivaner 117'
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Beschreibung
Die Walnuss 'Alsoszentivaner 117' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche. Ihre Herkunft erzählt ein Stück ungarischer Landwirtschaftsgeschichte: Der Staat kaufte einst französisches Walnusssaatgut und setzte die Sämlinge landesweit in Obstgärten und an die Straßen. Nach dem Krieg zeigte sich, dass die französische Herkunft dem ungarischen Klima nicht gewachsen war – also ging man daran, aus den vorhandenen Beständen die besten Einzelbäume herauszusuchen. Einen davon fand Péter Szentiványi um 1950 in einer Nussbaumreihe bei Alsószentiván-Zedregpuszta; er vermehrte ihn und prüfte ihn über Jahre, bis die Auslese 1976 staatlich anerkannt wurde. Heute steht sie auf rund 40 Prozent der ungarischen Walnussfläche. Der Baum wächst kräftig, in der Jugend aufrecht, später breit ausladend.
Im Mai öffnen sich über 3 Wochen die windbestäubten Blüten; die Sorte ist protandrisch – die Kätzchen stäuben vor den weiblichen Blüten –, ein zweiter Walnussbaum in der Nähe sichert deshalb den vollen Ertrag. Ab September lassen sich die Nüsse über 2 Wochen ernten. Sie messen 33 bis 36 Millimeter und wiegen 11 bis 14 Gramm, mit leicht gefurchter, halbharter, hellbrauner Schale; der gelbbraune Kern schmeckt gut und macht 48 bis 51 Prozent des Nussgewichts aus – bei einer Walnuss ein hoher Wert. Was diese Sorte über Jahrzehnte im Anbau gehalten hat, ist ihre Verlässlichkeit: Sie treibt mittelfrüh aus, passt sich unterschiedlichen Lagen an, beginnt früh zu tragen und liefert Jahr für Jahr. Die Reife fällt früh bis mittelfrüh, sodass die Ernte vor den späten Sorten steht. Verwendet werden die Kerne frisch, in Gebäck und Salat, gepresst zu Öl oder als Brotaufstrich; bei einem Kernanteil um die Hälfte lohnt sich das Pressen auch im kleinen Maßstab.
Im Herbst sammeln Eichhörnchen, Siebenschläfer und Krähen die Nüsse – ihre vergessenen Verstecke sind die natürliche Aussaat der Walnuss. Auf das Juglon im Laub und Wurzelraum nimmt man bei der Unterpflanzung Rücksicht. Als Baum, der in Ungarn zu Tausenden an Straßen und Feldrändern steht, ist die Sorte auf offene Lagen eingestellt: Ihre kräftige, breit ausladende Krone gibt dichten Schatten und Kleinvögeln Deckung, und der frühe Ertragsbeginn heißt, dass auch Eichhörnchen und Krähen nicht lange auf sie warten müssen.
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Die Walnuss 'Alsoszentivaner 117' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche. Ihre Herkunft erzählt ein Stück ungarischer Landwirtschaftsgeschichte: Der Staat kaufte einst französisches Walnusssaatgut und setzte die Sämlinge landesweit in Obstgärten und an die Straßen. Nach dem Krieg zeigte sich, dass die französische Herkunft dem ungarischen Klima nicht gewachsen war – also ging man daran, aus den vorhandenen Beständen die besten Einzelbäume herauszusuchen. Einen davon fand Péter Szentiványi um 1950 in einer Nussbaumreihe bei Alsószentiván-Zedregpuszta; er vermehrte ihn und prüfte ihn über Jahre, bis die Auslese 1976 staatlich anerkannt wurde. Heute steht sie auf rund 40 Prozent der ungarischen Walnussfläche. Der Baum wächst kräftig, in der Jugend aufrecht, später breit ausladend.
Im Mai öffnen sich über 3 Wochen die windbestäubten Blüten; die Sorte ist protandrisch – die Kätzchen stäuben vor den weiblichen Blüten –, ein zweiter Walnussbaum in der Nähe sichert deshalb den vollen Ertrag. Ab September lassen sich die Nüsse über 2 Wochen ernten. Sie messen 33 bis 36 Millimeter und wiegen 11 bis 14 Gramm, mit leicht gefurchter, halbharter, hellbrauner Schale; der gelbbraune Kern schmeckt gut und macht 48 bis 51 Prozent des Nussgewichts aus – bei einer Walnuss ein hoher Wert. Was diese Sorte über Jahrzehnte im Anbau gehalten hat, ist ihre Verlässlichkeit: Sie treibt mittelfrüh aus, passt sich unterschiedlichen Lagen an, beginnt früh zu tragen und liefert Jahr für Jahr. Die Reife fällt früh bis mittelfrüh, sodass die Ernte vor den späten Sorten steht. Verwendet werden die Kerne frisch, in Gebäck und Salat, gepresst zu Öl oder als Brotaufstrich; bei einem Kernanteil um die Hälfte lohnt sich das Pressen auch im kleinen Maßstab.
Im Herbst sammeln Eichhörnchen, Siebenschläfer und Krähen die Nüsse – ihre vergessenen Verstecke sind die natürliche Aussaat der Walnuss. Auf das Juglon im Laub und Wurzelraum nimmt man bei der Unterpflanzung Rücksicht. Als Baum, der in Ungarn zu Tausenden an Straßen und Feldrändern steht, ist die Sorte auf offene Lagen eingestellt: Ihre kräftige, breit ausladende Krone gibt dichten Schatten und Kleinvögeln Deckung, und der frühe Ertragsbeginn heißt, dass auch Eichhörnchen und Krähen nicht lange auf sie warten müssen.
Winterhärte
Zone 6: −23,3 bis −17,8 °C
Diese Pflanze ist gut winterhart und hält normale Frostperioden problemlos aus.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Walnussgewächse(Juglandaceae)
- Gattung
- Walnüsse(Juglans)
- Art-Syn.
- Echte Walnuss, Welsche Nuss, Baumnuss, Echte Walnuß, Nussbaum, Walnuss, Walnussbaum
- Sorten-Syn.
- A 117, A117, Alsószentiváni 117

