Vielblütige Ölweide Dr. Szczepan — Elaeagnus multiflora 'Dr. Szczepan'
Vielblütige Ölweide Dr. Szczepan — Elaeagnus multiflora 'Dr. Szczepan'
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Vielblütige Ölweide Dr. Szczepan

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Elaeagnus multiflora 'Dr. Szczepan'

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Beschreibung

Die Vielblütige Ölweide 'Dr. Szczepan' wächst als sommergrüner Strauch auf etwa 3 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche. Die Art ist von China über Korea bis nach Japan verbreitet, wo sie seit Langem als Obstgehölz gezogen wird; nach Europa kam sie erst um 1862, und zwar als Zierstrauch. 'Dr. Szczepan' ist eine benannte Auslese daraus, und sie unterscheidet sich vom Sämling genau dort, wo es im Garten zählt: größere Früchte, kaum Dornen an den Trieben und ein früher Erntebeginn. Wer sie nicht wegen der Früchte pflanzt, hat trotzdem etwas davon – Blattunterseiten und junge Triebe sind mit winzigen Schülferschuppen bedeckt, silbrig die einen, rotbraun die anderen, während die Blattoberseite dunkelgrün bleibt und der Strauch bei jedem Windstoß hell aufblitzt.

Im Mai öffnen sich über rund 3 Wochen hinweg zahlreiche Blüten, die in dichten Büscheln an den Zweigen sitzen: röhrig, gut 1 Zentimeter lang, weiß aufblühend und rasch ins Gelbe wechselnd – ein Strauch in Vollblüte wirkt gelb –, mit kräftigem süßem Duft. Geerntet wird schon ab Juni und dann über etwa 4 Wochen – also zu einer Zeit, in der zwischen Erdbeere und Johannisbeere sonst wenig zu holen ist. Die Früchte sind walzenförmig und rund 1,5 Zentimeter lang, tiefdunkelrot und dicht mit silbrigen Schilfern besetzt; sie hängen an fadenfeinen, 2 bis 3 Zentimeter langen Stielen unter den Zweigen. Ihr Geschmack setzt herb-säuerlich an und wird mit fortschreitender Reife süß; zu früh gepflückt bleibt eine Säure, die an Rhabarber erinnert. Die Farbe ist dabei kein verlässlicher Hinweis – reife Früchte lösen sich schon bei leichter Berührung vom Stiel. Verarbeitet werden sie zu Marmelade und Gelee, gern gemischt mit Kirsche, Johannisbeere oder Apfel, außerdem zu Saft, Sirup und Fruchtwein. Jede Frucht enthält einen einzelnen Kern; wer ihn nicht im Glas haben will, kocht das Mus weich und streicht es durch ein Sieb. Der Ertrag fällt sicherer aus, wenn ein zweiter Strauch in der Nähe steht.

Die Blüten öffnen sich zeitig und werden von Bienen und Hummeln stark angeflogen; wegen ihrer Fülle trägt der Strauch über die ganze Blütezeit hinweg. Was an Früchten hängen bleibt, holen sich im Juni und Juli die Drosseln. An den Wurzeln sitzen Knöllchen, in denen Strahlenpilze der Gattung Frankia Luftstickstoff binden – davon zehrt der Strauch selbst auf magerem Boden, und über das Falllaub kommt der Stickstoff auch der Nachbarschaft zugute.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
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−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
3.0 m
Breite
3.0 m
Wurzelsystem
Herzwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Gruppe, Hecke, Plantage, Solitär
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
sauer, kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Insektenmagnet Bodenverbesserer

Verwendung

Beeren Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

keine

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte4 Wo
AprMaiJunJul

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Trockenheit Winterfrost Nährstoffmangel Krankheiten
Schutz
keine

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Ölweidengewächse(Elaeagnaceae)
Gattung
Ölweiden(Elaeagnus)
Art-Syn.
Reichblütige Ölweide, Goumi, Edel-Ölweide, Vielblütige Ölweide, Rote Sommer-Ölweide, Japanische Ölweide