Süßkirsche Große Germersdorfer
Prunus avium 'Große Germersdorfer'
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Beschreibung
Die Süßkirsche 'Große Germersdorfer' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Sie entstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Siedlung Germersdorf bei Guben und verbreitete sich rasch; im Französischen läuft sie als 'Bigarreau de Germersdorf', daneben als 'Metschings Sämling'. Der Baum wächst kräftig und breit ausladend und beginnt bald zu tragen. Unter den Süßkirschen blüht er am spätesten – ein Vorteil in Lagen, in denen Spätfröste die früh blühenden Sorten treffen. Einen zweiten Kirschbaum zur Befruchtung braucht er.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die reinweißen Blüten, bis zu 30 Millimeter breit und in großer Zahl. Ab Juli lassen sich die Früchte über 2 Wochen ernten, meist zwischen dem 15. und dem 25. des Monats. Sie sind sehr groß – eine einzelne wiegt bis zu 9 Gramm, 10 Stück bringen zusammen 75 Gramm – und breitherzförmig, meist zu dritt an einem Stand. Die feste Haut ist dunkelbraunrot und wird nie ganz schwarz. Das Fleisch ist knackig, wie es die Knorpelkirschen auszeichnet, der Saft fein und süß, und er färbt nicht – was beim Essen wie beim Verarbeiten angenehm ist. Die Früchte halten lange am Baum, sodass sich die Ernte über mehrere Durchgänge ziehen lässt – trocken sollte die Woche sein, denn nach Regen platzen Süßkirschen leicht. Verwenden lässt sie sich zu allem, wozu eine Kirsche taugt: frisch vom Baum, als Konfitüre, Kompott und Saft, gebrannt und getrocknet. Am besten trägt der Baum auf leichtem, kalkreichem und warmem Boden.
Die Aprilblüte ist reich und liefert Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen Nektar und Pollen zugleich; weil dieser Baum später blüht als die übrigen Süßkirschen, verlängert er das Angebot um einige Tage. Das Laub dient den Raupen mehrerer Schmetterlingsarten als Futter. Die dunklen Früchte sind bei Amseln, Drosseln, Staren und Kernbeißern begehrt, und ein alt werdender Kirschbaum bietet mit Höhlen und Rindenspalten Quartier für Meisen, Gartenrotschwanz und Fledermäuse.
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Die Süßkirsche 'Große Germersdorfer' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Sie entstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Siedlung Germersdorf bei Guben und verbreitete sich rasch; im Französischen läuft sie als 'Bigarreau de Germersdorf', daneben als 'Metschings Sämling'. Der Baum wächst kräftig und breit ausladend und beginnt bald zu tragen. Unter den Süßkirschen blüht er am spätesten – ein Vorteil in Lagen, in denen Spätfröste die früh blühenden Sorten treffen. Einen zweiten Kirschbaum zur Befruchtung braucht er.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die reinweißen Blüten, bis zu 30 Millimeter breit und in großer Zahl. Ab Juli lassen sich die Früchte über 2 Wochen ernten, meist zwischen dem 15. und dem 25. des Monats. Sie sind sehr groß – eine einzelne wiegt bis zu 9 Gramm, 10 Stück bringen zusammen 75 Gramm – und breitherzförmig, meist zu dritt an einem Stand. Die feste Haut ist dunkelbraunrot und wird nie ganz schwarz. Das Fleisch ist knackig, wie es die Knorpelkirschen auszeichnet, der Saft fein und süß, und er färbt nicht – was beim Essen wie beim Verarbeiten angenehm ist. Die Früchte halten lange am Baum, sodass sich die Ernte über mehrere Durchgänge ziehen lässt – trocken sollte die Woche sein, denn nach Regen platzen Süßkirschen leicht. Verwenden lässt sie sich zu allem, wozu eine Kirsche taugt: frisch vom Baum, als Konfitüre, Kompott und Saft, gebrannt und getrocknet. Am besten trägt der Baum auf leichtem, kalkreichem und warmem Boden.
Die Aprilblüte ist reich und liefert Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen Nektar und Pollen zugleich; weil dieser Baum später blüht als die übrigen Süßkirschen, verlängert er das Angebot um einige Tage. Das Laub dient den Raupen mehrerer Schmetterlingsarten als Futter. Die dunklen Früchte sind bei Amseln, Drosseln, Staren und Kernbeißern begehrt, und ein alt werdender Kirschbaum bietet mit Höhlen und Rindenspalten Quartier für Meisen, Gartenrotschwanz und Fledermäuse.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Herzkirsche, Süßkirsche, Süßkirschenbaum, Vogelkirsche, Wilde Vogelkirsche, Waldkirsche, Süsskirsche, Vogel-Kirsche
- Sorten-Syn.
- Bigarreau de Germersdorf, Bigarreau Noir de Germersdorf, Germersdorfer, Germersdorfer Riesen, Germersdorfer schwarze Knorpelkirsche, Großer Germersdorfer Knorpelkirsche, Germersdorfská, Marmorkirsche, Mertschings Sämling

