Stachelbeere Langley Gage
Ribes uva-crispa 'Langley Gage'
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Beschreibung
Die Stachelbeere 'Langley Gage' wächst als aufrechter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Wild wächst die Art quer durch Europa und weit nach Asien hinein; diese Sorte dagegen ist eine gezielte Kreuzung aus 'Pitmaston Green Gage' und 'Telegraph', gezogen im englischen Langley von John Seden und 1896 dem Fruchtausschuss der Königlichen Gartenbaugesellschaft vorgestellt. Seden war zeit seines Lebens Hybridenzüchter, allerdings bei Orchideen und Begonien – über 150 Frauenschuh-Kreuzungen gehen auf ihn zurück –, und wandte sich erst 1889 nach dem Wechsel an diesen Ort dem Obst zu. Der Sortenname nennt beides: den Ort und die Mutterpflanze, denn eine Gage ist im Englischen eine Reneklode. Gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau ist 'Langley Gage' widerstandsfähig – was gut trifft, weil sie Schwefel, das übliche Mittel dagegen, schlecht verträgt.
Ihre Blüte dauert im April 3 Wochen, grünlich gelb und leicht zu übersehen. Die Ernte beginnt im Juli und zieht sich über 3 Wochen. Ihre Beeren bleiben klein, sind weiß bis bernsteinfarben und – anders als bei den behaarten Schwestersorten – glatt. Der Geschmack ist der Grund für diese Sorte: sehr süß, aromatisch und ohne die Säurespitze, die man von Stachelbeeren kennt. Sie ist als Tafelsorte gezogen und will roh gegessen werden; wer Kompott und Gelee kocht, greift besser zu einer säurereicheren. Was in die Küche soll, wird ohnehin früher gepflückt: Grün abgenommene Beeren bleiben beim Kochen fest und bringen die Säure mit, die vollreifen Früchten fehlt, und die verbleibenden werden dadurch größer. Beim Pflücken macht der aufrechte Wuchs Mühe, weil man zwischen die Triebe greifen muss statt unter sie – ein fester Handschuh hilft. Gekühlt bleiben die Früchte eine gute Woche brauchbar.
Die Stachelbeere gehört zur einheimischen Flora, und ihre Blüte kommt früh. An den kleinen Glocken sammeln im April Bienen und Hummeln, dazu Fliegen, Schwebfliegen und Blattwespen. Am Laub lebt später im Jahr der Stachelbeerspanner, ein nachtaktiver Falter, dessen Raupen fast nur an dieser Pflanze fressen; sein Bestand geht zurück, weil die Auwälder fehlen und in den Gärten Spritzmittel eingesetzt werden – gegen Mehltau jedenfalls braucht diese Sorte keine. Was an Früchten hängen bleibt, holen sich die Vögel.
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Die Stachelbeere 'Langley Gage' wächst als aufrechter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Wild wächst die Art quer durch Europa und weit nach Asien hinein; diese Sorte dagegen ist eine gezielte Kreuzung aus 'Pitmaston Green Gage' und 'Telegraph', gezogen im englischen Langley von John Seden und 1896 dem Fruchtausschuss der Königlichen Gartenbaugesellschaft vorgestellt. Seden war zeit seines Lebens Hybridenzüchter, allerdings bei Orchideen und Begonien – über 150 Frauenschuh-Kreuzungen gehen auf ihn zurück –, und wandte sich erst 1889 nach dem Wechsel an diesen Ort dem Obst zu. Der Sortenname nennt beides: den Ort und die Mutterpflanze, denn eine Gage ist im Englischen eine Reneklode. Gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau ist 'Langley Gage' widerstandsfähig – was gut trifft, weil sie Schwefel, das übliche Mittel dagegen, schlecht verträgt.
Ihre Blüte dauert im April 3 Wochen, grünlich gelb und leicht zu übersehen. Die Ernte beginnt im Juli und zieht sich über 3 Wochen. Ihre Beeren bleiben klein, sind weiß bis bernsteinfarben und – anders als bei den behaarten Schwestersorten – glatt. Der Geschmack ist der Grund für diese Sorte: sehr süß, aromatisch und ohne die Säurespitze, die man von Stachelbeeren kennt. Sie ist als Tafelsorte gezogen und will roh gegessen werden; wer Kompott und Gelee kocht, greift besser zu einer säurereicheren. Was in die Küche soll, wird ohnehin früher gepflückt: Grün abgenommene Beeren bleiben beim Kochen fest und bringen die Säure mit, die vollreifen Früchten fehlt, und die verbleibenden werden dadurch größer. Beim Pflücken macht der aufrechte Wuchs Mühe, weil man zwischen die Triebe greifen muss statt unter sie – ein fester Handschuh hilft. Gekühlt bleiben die Früchte eine gute Woche brauchbar.
Die Stachelbeere gehört zur einheimischen Flora, und ihre Blüte kommt früh. An den kleinen Glocken sammeln im April Bienen und Hummeln, dazu Fliegen, Schwebfliegen und Blattwespen. Am Laub lebt später im Jahr der Stachelbeerspanner, ein nachtaktiver Falter, dessen Raupen fast nur an dieser Pflanze fressen; sein Bestand geht zurück, weil die Auwälder fehlen und in den Gärten Spritzmittel eingesetzt werden – gegen Mehltau jedenfalls braucht diese Sorte keine. Was an Früchten hängen bleibt, holen sich die Vögel.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Stachelbeere, Europäische Stachelbeere, Gartenstachelbeere, Chrosle

