Stachelbeere Invicta
Ribes uva-crispa 'Invicta'
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Beschreibung
Die Stachelbeere 'Invicta' wächst als breit ausladender Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Die wilde Art ist über Europa und weite Teile Asiens verbreitet. 'Invicta' dagegen stammt aus einer Forschungsstation in der englischen Grafschaft Kent, deren Wappenwort sie trägt – Invicta, die Unbesiegte. Hinter dem Namen steht ein Zuchtziel: Gekreuzt wurde sie aus der deutschen 'Resistenta', die ihre Widerstandskraft gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau mitbrachte, und der englischen 'Whinham's Industry' von 1835; in einem zweiten Schritt kam 'Keepsake' hinzu, eine Sorte von 1841, die als besonders mehltauanfällig galt. Der Pilz kostet anfällige Sträucher Ertrag und Wuchskraft, und befallene Früchte reifen nicht aus. Kräftig bewehrt ist 'Invicta' dabei geblieben: Ihre Stacheln sind groß und dicht gesetzt – unter den mehltaufesten Sorten gibt es stachelarme, diese gehört nicht dazu.
Die Blüte beginnt im April und hält 3 Wochen an: grünlich gelbe Glöckchen, einzeln oder zu dritt in den Blattachseln, die kaum jemand bemerkt. Geerntet wird ab Juli, über 3 Wochen, und damit etwas früher als bei den meisten Sorten. Wer den vollen Ertrag will, erntet nicht auf einmal: Im Juni nimmt man jede zweite Frucht grün ab – die übrigen werden dadurch merklich größer –, und im Juli folgen die ausgereiften. Grün geerntet sind die Beeren fest und säuerlich, behalten beim Kochen ihre Form und sind das Material für Kuchen, Kompott, Gelee und Chutney; schon im 17. Jahrhundert kochte man sie unreif zu einer Sauce für Fisch und Fleisch ein. Ausgereift werden die großen, gelbgrünen Früchte süß, und zwar spät und dann fast über Nacht – ein dunklerer Hauch auf der Schale zeigt es an. Die Reifeprobe braucht kein Werkzeug: Ein Kitzeln am Zweig genügt, was reif ist, fällt in die Hand. Zum Pflücken gehört ein fester Handschuh an die Hand, die den Zweig hält. Frisch halten sich die Beeren im Kühlen 1 bis 2 Wochen.
Die Stachelbeere ist in Deutschland einheimisch. Ihre Blüte im April kommt früh, und was dann schon fliegt, findet an den unscheinbaren Glocken Nahrung: Hummeln und Bienen, Schwebfliegen und andere Fliegen, dazu Blattwespen. Ihren eigenen Falter hat sie auch – die Raupen des nachtaktiven Stachelbeerspanners fressen vor allem an ihr. Selten geworden ist er, seit die Auwälder verschwinden und in den Gärten gespritzt wird; ein ungespritzter Strauch ist für ihn ein Angebot. Was man ihnen an Früchten überlässt, nehmen Amsel und Star, Eichelhäher und Elster.
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Die Stachelbeere 'Invicta' wächst als breit ausladender Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Die wilde Art ist über Europa und weite Teile Asiens verbreitet. 'Invicta' dagegen stammt aus einer Forschungsstation in der englischen Grafschaft Kent, deren Wappenwort sie trägt – Invicta, die Unbesiegte. Hinter dem Namen steht ein Zuchtziel: Gekreuzt wurde sie aus der deutschen 'Resistenta', die ihre Widerstandskraft gegen den Amerikanischen Stachelbeermehltau mitbrachte, und der englischen 'Whinham's Industry' von 1835; in einem zweiten Schritt kam 'Keepsake' hinzu, eine Sorte von 1841, die als besonders mehltauanfällig galt. Der Pilz kostet anfällige Sträucher Ertrag und Wuchskraft, und befallene Früchte reifen nicht aus. Kräftig bewehrt ist 'Invicta' dabei geblieben: Ihre Stacheln sind groß und dicht gesetzt – unter den mehltaufesten Sorten gibt es stachelarme, diese gehört nicht dazu.
Die Blüte beginnt im April und hält 3 Wochen an: grünlich gelbe Glöckchen, einzeln oder zu dritt in den Blattachseln, die kaum jemand bemerkt. Geerntet wird ab Juli, über 3 Wochen, und damit etwas früher als bei den meisten Sorten. Wer den vollen Ertrag will, erntet nicht auf einmal: Im Juni nimmt man jede zweite Frucht grün ab – die übrigen werden dadurch merklich größer –, und im Juli folgen die ausgereiften. Grün geerntet sind die Beeren fest und säuerlich, behalten beim Kochen ihre Form und sind das Material für Kuchen, Kompott, Gelee und Chutney; schon im 17. Jahrhundert kochte man sie unreif zu einer Sauce für Fisch und Fleisch ein. Ausgereift werden die großen, gelbgrünen Früchte süß, und zwar spät und dann fast über Nacht – ein dunklerer Hauch auf der Schale zeigt es an. Die Reifeprobe braucht kein Werkzeug: Ein Kitzeln am Zweig genügt, was reif ist, fällt in die Hand. Zum Pflücken gehört ein fester Handschuh an die Hand, die den Zweig hält. Frisch halten sich die Beeren im Kühlen 1 bis 2 Wochen.
Die Stachelbeere ist in Deutschland einheimisch. Ihre Blüte im April kommt früh, und was dann schon fliegt, findet an den unscheinbaren Glocken Nahrung: Hummeln und Bienen, Schwebfliegen und andere Fliegen, dazu Blattwespen. Ihren eigenen Falter hat sie auch – die Raupen des nachtaktiven Stachelbeerspanners fressen vor allem an ihr. Selten geworden ist er, seit die Auwälder verschwinden und in den Gärten gespritzt wird; ein ungespritzter Strauch ist für ihn ein Angebot. Was man ihnen an Früchten überlässt, nehmen Amsel und Star, Eichelhäher und Elster.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Stachelbeere, Europäische Stachelbeere, Gartenstachelbeere, Chrosle
- Sorten-Syn.
- Invictus

