Sibirische Blaubeere Gerda — Lonicera caerulea 'Gerda'
Neu

Sibirische Blaubeere Gerda

19,00 €

Lonicera caerulea 'Gerda'

Liefergröße · Lieferform
1

Nächste Lieferung: 2. November bis 15. Dezember

Sorgfältig von Hand verpackt – mit Ballentuch geschützte Wurzeln

Wurzelnackte Ware und Topfware im saisonalen Versand

Ab 150 € innerhalb Deutschlands versandkostenfrei

Sonst 8,50 € pro Lieferung

EU-weiter Versand ab 200 € versandkostenfrei

Sonst 25,00 € · Mindestbestellwert 150 €

Beschreibung

Die Sibirische Blaubeere 'Gerda' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche; gekreuzt wurde sie 1974 in Barnaul am Institut für Gartenbau Sibiriens, wo man die Sorte 'Sinjaja Ptiza' – Blauer Vogel – mit einem Pollengemisch ausgelesener Kamtschatka-Formen bestäubte. Die Mutter ist selbst Sortengeschichte: Sie war 1980 eine der beiden ersten Sibirischen Blaubeeren, die in Russland in die staatliche Sortenprüfung gingen. 'Gerda' steht damit in der zweiten Reihe eines Programms, das aus einer Wildbeere ein Obstgehölz gemacht hat und 1960 mit Saatgut begann, das auf Kamtschatka und in Westsibirien gesammelt worden war. 1994 kam sie in das russische Staatsregister. Erkennen lässt sie sich am Trieb – wo die Art behaart austreibt, sind ihre Triebe glatt, matt und hellgrün; der Busch wächst ausgebreitet, mit kugeliger Krone und großen, dunkelgrünen Blättern.

Geblüht wird im April, etwa 2 Wochen lang. Die gelblich grünen Glockenblüten stehen zu zweit in den Blattachseln und lassen die Staubblätter weit heraushängen; blühende Sträucher dieser Art überstehen Frost bis 8 Grad unter null – eine ausgewiesene Stärke dieser Sorte. Geerntet wird ab Mai, aber nicht in einem Zug: Die Beeren werden nicht alle zugleich reif; über gut 2 Wochen pflückt man mehrfach durch. Sie sind oval, dunkelblau unter hellblauem Reif und wiegen 0,7 bis 0,9 Gramm – groß ist das nicht, dafür ist das Fruchtfleisch zart und der Geschmack süßsauer mit feinem Aroma. Zweierlei erleichtert die Ernte: Die Beeren hängen an auffallend langen Stielen, und sie fallen reif nicht ab – wer nicht am selben Tag zum Pflücken kommt, verliert nichts. Gepflückt wird von Hand. Schon im 2. Standjahr kommt der erste Ertrag; ein eingewachsener Strauch bringt knapp 2 Kilogramm, ein alter auch mehr. Am besten schmecken sie frisch; verarbeitet ergeben sie Saft, Mus, Kompott und Marmelade, und in Russland kocht man sie mit Zuckersirup zu Warenje ein. Vollen Ertrag bringt sie erst mit einer zweiten Sorte in der Nähe.

Ökologisch fällt bei dieser Frucht zuerst ins Gewicht, was fehlt: Sie wird ohne Pflanzenschutzmittel angebaut, weil Krankheiten und Schädlinge kaum eine Rolle spielen – auch 'Gerda' gilt als widerstandsfähig. Wer sie pflanzt, stellt damit eine ungespritzte Aprilblüte in den Garten – für Hummelköniginnen und früh fliegende Wildbienen eine der ersten Nektarquellen des Jahres. Weil die Beeren nacheinander reifen, bleibt danach auch das Fruchtangebot länger stehen, statt an einem Tag abgeräumt zu sein, und es fällt in die Wochen, in denen Altvögel Futter für ihre Brut suchen.

Weiterlesen

Winterhärte

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
2

Zone 2: −45,6 bis −40,0 °C

Diese Pflanze ist extrem frosthart und übersteht auch sehr strenge Winter.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
1.5 m
Breite
1.0 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Gruppe, Plantage, Solitär
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Ausdauernder Blüher Insektenmagnet Frühblüher

Verwendung

Beeren Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

keine

Phänologie und Vermehrung

Blüte2 Wo
Ernte2 Wo
MrzAprMaiJun

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost Krankheiten Schädlinge Spätfrost
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Geißblattgewächse(Caprifoliaceae)
Gattung
Heckenkirschen(Lonicera)
Art-Syn.
Maibeere, Sibirische Blaubeere, Honigbeere, Blaue Heckenkirsche, Kamtschatkabeere, Blaue Doppelbeere, Lenzbeere, Essbare Heckenkirsche