Sibirische Blaubeere Gerda
Lonicera caerulea 'Gerda'
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Beschreibung
Die Sibirische Blaubeere 'Gerda' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche; gekreuzt wurde sie 1974 in Barnaul am Institut für Gartenbau Sibiriens, wo man die Sorte 'Sinjaja Ptiza' – Blauer Vogel – mit einem Pollengemisch ausgelesener Kamtschatka-Formen bestäubte. Die Mutter ist selbst Sortengeschichte: Sie war 1980 eine der beiden ersten Sibirischen Blaubeeren, die in Russland in die staatliche Sortenprüfung gingen. 'Gerda' steht damit in der zweiten Reihe eines Programms, das aus einer Wildbeere ein Obstgehölz gemacht hat und 1960 mit Saatgut begann, das auf Kamtschatka und in Westsibirien gesammelt worden war. 1994 kam sie in das russische Staatsregister. Erkennen lässt sie sich am Trieb – wo die Art behaart austreibt, sind ihre Triebe glatt, matt und hellgrün; der Busch wächst ausgebreitet, mit kugeliger Krone und großen, dunkelgrünen Blättern.
Geblüht wird im April, etwa 2 Wochen lang. Die gelblich grünen Glockenblüten stehen zu zweit in den Blattachseln und lassen die Staubblätter weit heraushängen; blühende Sträucher dieser Art überstehen Frost bis 8 Grad unter null – eine ausgewiesene Stärke dieser Sorte. Geerntet wird ab Mai, aber nicht in einem Zug: Die Beeren werden nicht alle zugleich reif; über gut 2 Wochen pflückt man mehrfach durch. Sie sind oval, dunkelblau unter hellblauem Reif und wiegen 0,7 bis 0,9 Gramm – groß ist das nicht, dafür ist das Fruchtfleisch zart und der Geschmack süßsauer mit feinem Aroma. Zweierlei erleichtert die Ernte: Die Beeren hängen an auffallend langen Stielen, und sie fallen reif nicht ab – wer nicht am selben Tag zum Pflücken kommt, verliert nichts. Gepflückt wird von Hand. Schon im 2. Standjahr kommt der erste Ertrag; ein eingewachsener Strauch bringt knapp 2 Kilogramm, ein alter auch mehr. Am besten schmecken sie frisch; verarbeitet ergeben sie Saft, Mus, Kompott und Marmelade, und in Russland kocht man sie mit Zuckersirup zu Warenje ein. Vollen Ertrag bringt sie erst mit einer zweiten Sorte in der Nähe.
Ökologisch fällt bei dieser Frucht zuerst ins Gewicht, was fehlt: Sie wird ohne Pflanzenschutzmittel angebaut, weil Krankheiten und Schädlinge kaum eine Rolle spielen – auch 'Gerda' gilt als widerstandsfähig. Wer sie pflanzt, stellt damit eine ungespritzte Aprilblüte in den Garten – für Hummelköniginnen und früh fliegende Wildbienen eine der ersten Nektarquellen des Jahres. Weil die Beeren nacheinander reifen, bleibt danach auch das Fruchtangebot länger stehen, statt an einem Tag abgeräumt zu sein, und es fällt in die Wochen, in denen Altvögel Futter für ihre Brut suchen.
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Die Sibirische Blaubeere 'Gerda' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche; gekreuzt wurde sie 1974 in Barnaul am Institut für Gartenbau Sibiriens, wo man die Sorte 'Sinjaja Ptiza' – Blauer Vogel – mit einem Pollengemisch ausgelesener Kamtschatka-Formen bestäubte. Die Mutter ist selbst Sortengeschichte: Sie war 1980 eine der beiden ersten Sibirischen Blaubeeren, die in Russland in die staatliche Sortenprüfung gingen. 'Gerda' steht damit in der zweiten Reihe eines Programms, das aus einer Wildbeere ein Obstgehölz gemacht hat und 1960 mit Saatgut begann, das auf Kamtschatka und in Westsibirien gesammelt worden war. 1994 kam sie in das russische Staatsregister. Erkennen lässt sie sich am Trieb – wo die Art behaart austreibt, sind ihre Triebe glatt, matt und hellgrün; der Busch wächst ausgebreitet, mit kugeliger Krone und großen, dunkelgrünen Blättern.
Geblüht wird im April, etwa 2 Wochen lang. Die gelblich grünen Glockenblüten stehen zu zweit in den Blattachseln und lassen die Staubblätter weit heraushängen; blühende Sträucher dieser Art überstehen Frost bis 8 Grad unter null – eine ausgewiesene Stärke dieser Sorte. Geerntet wird ab Mai, aber nicht in einem Zug: Die Beeren werden nicht alle zugleich reif; über gut 2 Wochen pflückt man mehrfach durch. Sie sind oval, dunkelblau unter hellblauem Reif und wiegen 0,7 bis 0,9 Gramm – groß ist das nicht, dafür ist das Fruchtfleisch zart und der Geschmack süßsauer mit feinem Aroma. Zweierlei erleichtert die Ernte: Die Beeren hängen an auffallend langen Stielen, und sie fallen reif nicht ab – wer nicht am selben Tag zum Pflücken kommt, verliert nichts. Gepflückt wird von Hand. Schon im 2. Standjahr kommt der erste Ertrag; ein eingewachsener Strauch bringt knapp 2 Kilogramm, ein alter auch mehr. Am besten schmecken sie frisch; verarbeitet ergeben sie Saft, Mus, Kompott und Marmelade, und in Russland kocht man sie mit Zuckersirup zu Warenje ein. Vollen Ertrag bringt sie erst mit einer zweiten Sorte in der Nähe.
Ökologisch fällt bei dieser Frucht zuerst ins Gewicht, was fehlt: Sie wird ohne Pflanzenschutzmittel angebaut, weil Krankheiten und Schädlinge kaum eine Rolle spielen – auch 'Gerda' gilt als widerstandsfähig. Wer sie pflanzt, stellt damit eine ungespritzte Aprilblüte in den Garten – für Hummelköniginnen und früh fliegende Wildbienen eine der ersten Nektarquellen des Jahres. Weil die Beeren nacheinander reifen, bleibt danach auch das Fruchtangebot länger stehen, statt an einem Tag abgeräumt zu sein, und es fällt in die Wochen, in denen Altvögel Futter für ihre Brut suchen.
Winterhärte
Zone 2: −45,6 bis −40,0 °C
Diese Pflanze ist extrem frosthart und übersteht auch sehr strenge Winter.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Geißblattgewächse(Caprifoliaceae)
- Gattung
- Heckenkirschen(Lonicera)
- Art-Syn.
- Maibeere, Sibirische Blaubeere, Honigbeere, Blaue Heckenkirsche, Kamtschatkabeere, Blaue Doppelbeere, Lenzbeere, Essbare Heckenkirsche

