Weiße Johannisbeere Cassis blanc
Ribes nigrum 'Cassis blanc'
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Beschreibung
Die Weiße Johannisbeere 'Cassis blanc' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Sie ist eine alte französische Sorte, deren Herkunft niemand mehr kennt. Ihr Name sagt trotzdem etwas: Im Französischen heißt die Schwarze Johannisbeere cassis und die Rote wie die Weiße groseille, und 'Cassis blanc' ist damit botanisch eine Schwarze Johannisbeere, auch wenn ihr Verkaufsname der Farbe folgt. Diese Farbe hat einen Grund, den man der ganzen Pflanze ansieht: Ihr fehlt der rote Blattfarbstoff vollständig – nicht nur in den Beeren, sondern in Trieben, Stielen und Blüten. Darin unterscheidet sie sich von den anderen hellfrüchtigen Sorten wie 'Öjeblanc', bei denen allein die Frucht ohne diesen Farbstoff bleibt.
Ab April blüht sie 3 Wochen lang: kleine, grünlich gelbe Blüten in kurzen Trauben, die aus den Blattachseln hängen. Ab Mitte Juli reifen die Früchte, gepflückt wird über etwa 2 Wochen. Sie bleiben hell – die Beschreibungen reichen von reinweiß bis milchkaffeefarben, je nachdem, wer die Sorte beschreibt. Im Geschmack ist sie mild und süß; der strenge, erdige Beiton, an dem sich bei der Schwarzen Johannisbeere die Geister scheiden, fehlt ihr, und deshalb lässt sie sich anders als die meisten Cassis frisch essen. Was in die Küche geht, behält seine Farbe: Gelee, Saft und Sirup bleiben hell bis goldgelb, und für einen weißen Cassislikör gibt es keine andere Grundlage. Zweierlei muss man wissen, bevor man sie pflanzt. Sie wächst schwach und trägt wenig – sie ist eine Sammlersorte, kein Ertragsstrauch. Und Echter Mehltau setzt ihr zu, während neuere Sorten ihn abwehren; ein luftiger Stand und ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt sind bei ihr keine Kür. Frisch halten sich die Beeren 1 bis 2 Wochen.
Ohne fremden Pollen bleibt dieser Strauch leer: 'Cassis blanc' kann sich nicht selbst bestäuben, jede einzelne Beere geht auf einen Insektenflug zurück. Sie braucht dafür eine Sorte, die zur selben späten Zeit blüht – 'Noir de Bourgogne' ist eine davon. Umgekehrt heißt das: Was im April an ihren Blüten sammelt, entscheidet über die Ernte. Es sind vor allem Sandbienen und Hummeln, die schon bei kühlem Wetter fliegen. Die hellen Beeren übersehen Vögel länger als dunkle; wer etwas für sie übrig lassen will, muss hier also nichts extra planen.
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Die Weiße Johannisbeere 'Cassis blanc' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Sie ist eine alte französische Sorte, deren Herkunft niemand mehr kennt. Ihr Name sagt trotzdem etwas: Im Französischen heißt die Schwarze Johannisbeere cassis und die Rote wie die Weiße groseille, und 'Cassis blanc' ist damit botanisch eine Schwarze Johannisbeere, auch wenn ihr Verkaufsname der Farbe folgt. Diese Farbe hat einen Grund, den man der ganzen Pflanze ansieht: Ihr fehlt der rote Blattfarbstoff vollständig – nicht nur in den Beeren, sondern in Trieben, Stielen und Blüten. Darin unterscheidet sie sich von den anderen hellfrüchtigen Sorten wie 'Öjeblanc', bei denen allein die Frucht ohne diesen Farbstoff bleibt.
Ab April blüht sie 3 Wochen lang: kleine, grünlich gelbe Blüten in kurzen Trauben, die aus den Blattachseln hängen. Ab Mitte Juli reifen die Früchte, gepflückt wird über etwa 2 Wochen. Sie bleiben hell – die Beschreibungen reichen von reinweiß bis milchkaffeefarben, je nachdem, wer die Sorte beschreibt. Im Geschmack ist sie mild und süß; der strenge, erdige Beiton, an dem sich bei der Schwarzen Johannisbeere die Geister scheiden, fehlt ihr, und deshalb lässt sie sich anders als die meisten Cassis frisch essen. Was in die Küche geht, behält seine Farbe: Gelee, Saft und Sirup bleiben hell bis goldgelb, und für einen weißen Cassislikör gibt es keine andere Grundlage. Zweierlei muss man wissen, bevor man sie pflanzt. Sie wächst schwach und trägt wenig – sie ist eine Sammlersorte, kein Ertragsstrauch. Und Echter Mehltau setzt ihr zu, während neuere Sorten ihn abwehren; ein luftiger Stand und ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt sind bei ihr keine Kür. Frisch halten sich die Beeren 1 bis 2 Wochen.
Ohne fremden Pollen bleibt dieser Strauch leer: 'Cassis blanc' kann sich nicht selbst bestäuben, jede einzelne Beere geht auf einen Insektenflug zurück. Sie braucht dafür eine Sorte, die zur selben späten Zeit blüht – 'Noir de Bourgogne' ist eine davon. Umgekehrt heißt das: Was im April an ihren Blüten sammelt, entscheidet über die Ernte. Es sind vor allem Sandbienen und Hummeln, die schon bei kühlem Wetter fliegen. Die hellen Beeren übersehen Vögel länger als dunkle; wer etwas für sie übrig lassen will, muss hier also nichts extra planen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Ahlbeere, Schwarze Johannisbeere, Cassis, Schwarz-Ribisel, Schwarze Ribisel

