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Rote Maulbeere

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Morus rubra

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Beschreibung

Die Rote Maulbeere wächst als mittelhoher Baum auf etwa 12 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche; sie stammt aus dem östlichen Nordamerika. Dort steht sie in den feuchten Wäldern der Flussniederungen, wird 20 Meter hoch und ist die einzige Maulbeere, die im Osten des Kontinents heimisch ist – alle anderen sind gebracht worden. Daran ist sie fast zugrunde gegangen: Die Weiße Maulbeere, im 17. Jahrhundert für die Seidenzucht eingeführt, kreuzt sich mit ihr und setzt sich durch, sodass reine Bestände selten geworden sind; in Kanada gilt die Art als gefährdet, dort stehen noch wenige hundert Bäume. In Europa wird sie seit 1629 kultiviert. Wer sie von der Weißen Maulbeere unterscheiden will, fährt mit der Hand über ein Blatt: Bei der Roten ist die Oberseite rau, bei der Weißen fast glatt.

Im Mai öffnen sich über etwa 3 Wochen die Blüten, kurze grüne Kätzchen zwischen dem jungen Laub. Ab Juni wird geerntet, und nur 3 Wochen lang – das kürzeste Fenster, das eine Maulbeere bietet. Auf 2 bis 3 Zentimeter kommen die Früchte. Rot heißt dabei noch nicht reif, auch wenn der Name es nahelegt; erst dunkelpurpurn bis fast schwarz durchgefärbt sind sie süß und saftig. Wie süß, entscheidet der einzelne Baum: Sämlinge fallen verschieden aus, von mild und wässrig bis ausgesprochen aromatisch. Reif ist die Frucht noch zerbrechlicher als eine Brombeere, sie will flach gelegt und am selben Tag verarbeitet werden – deshalb findet man sie in keinem Laden. Und weil täglich nur einige Handvoll so weit sind, geht man die 3 Wochen über jeden Tag einmal durch. Was nicht frisch gegessen wird, lässt sich zu Wein ansetzen. Essbar sind auch die Blätter – aber nur die jungen, eben entfalteten, und nur gegart: Roh macht der Milchsaft sie unbekömmlich. In ihrer Heimat war lange nicht die Frucht das Wichtigste: Aus dem weißen Bast unter der Rinde junger Triebe gewannen die Choctaw Fasern und woben daraus Kleidung und Federumhänge.

Ökologisch zählt bei diesem Baum die Menge. Eine ausgewachsene Krone von 10 Metern Durchmesser bringt in ihren 3 Wochen weit mehr, als je gepflückt wird – und das früh im Sommer, wenn an anderen Gehölzen noch wenig reif ist. Für Vögel ist das ein kurzes, aber üppiges Angebot. Was durch das Laub fällt, liegt unter einer solchen Krone dicht genug, dass am Boden weitergesammelt wird, und der breite Schatten hält den Platz darunter auch in der Hitze kühl.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Mittelhoher Baum
Höhe
12.0 m
Breite
10.0 m
Wurzelsystem
Herzwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Gruppe, Solitär
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Vogelnährgehölz

Verwendung

Früchte Blätter Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Schattenspender Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte3 Wo
AprMaiJunJul

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Trockenheit Hitze
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Maulbeergewächse(Moraceae)
Gattung
Maulbeeren(Morus)
Art-Syn.
Roter Maulbeerbaum