Rote Johannisbeere Rovada — Ribes rubrum 'Rovada'
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Rote Johannisbeere Rovada

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Ribes rubrum 'Rovada'

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Beschreibung

Die Rote Johannisbeere 'Rovada' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Die Wildform ist in Europa zu Hause; die Gartensorten sind über Jahrhunderte aus mehreren Wildarten zusammengekreuzt worden. 'Rovada' entstand in Wageningen aus der Kreuzung von 'Fays Fruchtbare' mit 'Heinemanns Roter Spätlese' und kam 1980 in den Handel; unter dem Zweitnamen 'Robella' läuft dieselbe Sorte. Der Strauch baut sich locker auf und treibt nach dem Schnitt willig durch, weshalb er sich auch in der Reihe als Hecke ziehen lässt. Ihr Kennzeichen sind die Trauben: Sie werden lang, sitzen an langen Stielen und tragen bis zur Spitze gleichmäßig große Beeren, wo andere Sorten ausdünnen.

Ende April öffnen sich über 3 Wochen die unscheinbaren grünlichen Blüten in hängenden Trauben; späte Fröste nehmen ihnen wenig an. Ab Juli lässt sich 3 Wochen lang ernten, und die Beeren halten danach noch lange am Zweig, ohne abzufallen. Gepflückt wird die ganze Traube, nicht die einzelne Beere: Die langen Stiele geben den Fingern Platz, und eine Traube füllt die Hand. Die Beeren sind mittelrot, glänzend und fest, zählen im Sortenvergleich zu den größten und halten sich nach der Ernte kühl noch 1 bis 2 Wochen. Im Geschmack ist 'Rovada' ausgesprochen säurebetont – Zucker trägt sie reichlich, Säure noch mehr, und das macht sie vor allem zur Verarbeitungsfrucht: Gelee geliert ohne zugesetztes Pektin, dazu Saft, Sirup und eine Fruchtsauce zu Wild und Käse. Zum Trocknen taugen die Beeren wegen ihres hohen Wassergehalts nicht. Nach anhaltendem Regen platzt ein Teil der Beeren auf. Im Halbschatten trägt der Strauch weiter verlässlich, wird dort aber kahlbeiniger und hängt seine Trauben höher – was beim Pflücken den Rücken schont.

Die Blüte Ende April fällt in die Wochen, in denen Sandbienen und Hummeln jede offene Nahrungsquelle brauchen; auch Schwebfliegen gehen an die Trauben. An den Blättern fressen die Raupen mehrerer Spanner, die auf Johannis- und Stachelbeeren angewiesen sind. Die Früchte nehmen auch Vögel an – bei den spät reifenden roten Sorten weniger stark als bei den frühen, sodass für beide Seiten etwas übrig bleibt.

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Winterhärte

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−51°
−46°
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−34°
−29°
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−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
1.5 m
Breite
1.5 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Raupenfutterpflanze

Verwendung

Beeren Blätter Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte3 Wo
MrzAprMaiJunJulAug

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
Gattung
Johannisbeeren(Ribes)
Art-Syn.
Ribisel, Rote Johannisbeere, Johannisbeere, Rot-Ribisel
Sorten-Syn.
Robella