Pfaffenhütchen — Euonymus europaeus
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Pfaffenhütchen

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Euonymus europaeus

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Beschreibung

Das Pfaffenhütchen wächst als Großstrauch oder Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Es ist in Mitteleuropa heimisch (Euonymus europaeus) und wächst wild an Waldrändern, in Hecken und Auen. Alle Teile der Pflanze sind giftig, besonders die Früchte: Wenige davon reichen bei Kindern für ernste Vergiftungen. Wer den Strauch pflanzt, sollte das wissen und ihn entsprechend setzen.

Im Mai öffnen sich über 3 Wochen die unscheinbaren, grünlichen Blüten. Was diesen Strauch berühmt gemacht hat, kommt im Herbst: Die Früchte sind vierkantige, leuchtend pinkrote Kapseln, die sich öffnen und orangerote Samenmäntel freigeben – eine Farbkombination, die kein anderes heimisches Gehölz zeigt. Der Name kommt von der Form der Kapsel, die dem Birett eines Geistlichen ähnelt. Dazu färbt sich das Laub gleichzeitig karminrot, sodass der ganze Strauch im Oktober in Rot und Pink dasteht. Das Holz ist fein, hart und gleichmäßig; früher wurden daraus Spindeln gedreht, woher der englische Name Spindle Tree stammt, und die Holzkohle daraus gilt bis heute unter Zeichnern als die beste, weil sie weich zeichnet und sich rückstandslos wegwischen lässt.

Die Samenmäntel sind für Vögel ungiftig und werden von Rotkehlchen, Amseln, Drosseln und besonders vom Gartenrotschwanz gefressen; die Vögel verdauen nur den Mantel und verbreiten den Samen. Auch Kleiber und Meisen gehen daran. Die Blüte im Mai wird von Fliegen, Käfern und kleinen Wildbienen besucht. Das Pfaffenhütchen ist außerdem die Winterwirtspflanze der Schwarzen Bohnenblattlaus, was es in Nutzgartennähe zu einem heiklen Nachbarn macht – dafür sammeln sich an ihm im Frühjahr Marienkäfer und Florfliegen, die davon leben.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
4

Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Großstrauch, Kleinbaum
Höhe
6.0 m
Breite
4.0 m
Wurzelsystem
Herzwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Hecke, Solitär, Gruppe
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
sauer, kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Vogelnährgehölz Insektenmagnet Raupenfutterpflanze

Verwendung

keine Zierpflanze

Besonderheiten

Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
AprMaiJun

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Winterfrost Trockenheit Spätfrost Nährstoffmangel
Schutz
keine

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Spindelbaumgewächse(Celastraceae)
Gattung
Spindelsträucher(Euonymus)
Art-Syn.
Gewöhnliches Pfaffenhütchen, Europäisches Pfaffenhütchen, Gemeiner Spindelstrauch, Gemeines Pfaffenhütchen, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Pfaffenkapperl, Pfaffenkäppchen, Spillbaum, Spindelbaum