Missouri-Johannisbeere Tschernij Altai
Ribes odoratum 'Tschernij Altai'
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Beschreibung
Die Missouri-Johannisbeere 'Tschernij Altai' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Zu Hause ist die Art im mittleren Nordamerika, in einem Klima mit harten Wintern und heißen, trockenen Sommern – und genau das hat sie nach Sibirien gebracht. Zwischen 1930 und 1940 pflanzte man sie dort in den Steppen und in der Region Altai massenhaft in Windschutzstreifen, weil sie mit Dürre zurechtkam. Die Sämlinge fallen in solchen Beständen verschieden aus; ein sibirisches Gartenbauinstitut hat aus ihnen 7 eigene Sorten ausgelesen. 'Tschernij Altai' soll ein solcher Zufallssämling sein, gefunden am Fluss Katun und seit Jahrzehnten dort angebaut – ihr Name heißt übersetzt Schwarze aus dem Altai. Ihre Blüten sind leuchtend gelb mit einem roten Ring in der Mitte.
Geerntet wird ab Juli. Die Beeren sind leicht abgeflacht, färben zuerst stahlblau und werden bei Vollreife schwarz. Damit gleicht die Frucht der Schwarzen Johannisbeere, schmeckt aber anders: Ihr fehlt das Strenge, das jene mitbringt – würzig und lieblich zugleich, eher eine gewürzte Fassung davon. Bei den schwarzfrüchtigen Sorten dieser Art liegt die Kunst im Abwarten: Schwarz sind die Beeren lange, bevor sie reif sind. Reif sind sie erst, wenn sie weich werden; der sicherste Anhalt ist, dass die ersten aufzuplatzen beginnen. Zu früh gepflückt bleiben sie fest und stumm. Weil sie nacheinander so weit sind, kommt man mehrmals wieder. Frisch halten sie 1 bis 2 Wochen, gekocht geben sie ein tiefdunkles Gelee, Konfitüre und Saft. So reich wie eine Schwarze Johannisbeere trägt sie dabei nicht. Geblüht wird im April, 3 Wochen lang; fruchten wird sie nur, wenn eine zweite Sorte der Art in Reichweite steht. Das Fruchtholz ist 2- und 3-jährig – wer den Strauch wie eine Schwarze Johannisbeere jährlich auf junges Holz zurücknimmt, schneidet die Ernte weg. Trockenheit und Hitze steckt sie weg.
Der Strauch ist eine Bienenpflanze, und seine Zeit ist der April: Dann stehen die gelben Blüten offen, während sonst noch wenig zu holen ist, und der Duft trägt so weit, dass ihn auch findet, wer ihn gar nicht sieht. Später wechselt das Publikum. Beeren, die nach dem Durchfärben noch wochenlang am Zweig bleiben, stehen den Vögeln länger offen als sonst eine Frucht. Und weil er reichlich Ausläufer schiebt, auch 60 Zentimeter neben der Mutterpflanze noch, wird aus einem Exemplar mit den Jahren ein Dickicht – Deckung für die kleineren Arten, die darin auch brüten.
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Die Missouri-Johannisbeere 'Tschernij Altai' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Zu Hause ist die Art im mittleren Nordamerika, in einem Klima mit harten Wintern und heißen, trockenen Sommern – und genau das hat sie nach Sibirien gebracht. Zwischen 1930 und 1940 pflanzte man sie dort in den Steppen und in der Region Altai massenhaft in Windschutzstreifen, weil sie mit Dürre zurechtkam. Die Sämlinge fallen in solchen Beständen verschieden aus; ein sibirisches Gartenbauinstitut hat aus ihnen 7 eigene Sorten ausgelesen. 'Tschernij Altai' soll ein solcher Zufallssämling sein, gefunden am Fluss Katun und seit Jahrzehnten dort angebaut – ihr Name heißt übersetzt Schwarze aus dem Altai. Ihre Blüten sind leuchtend gelb mit einem roten Ring in der Mitte.
Geerntet wird ab Juli. Die Beeren sind leicht abgeflacht, färben zuerst stahlblau und werden bei Vollreife schwarz. Damit gleicht die Frucht der Schwarzen Johannisbeere, schmeckt aber anders: Ihr fehlt das Strenge, das jene mitbringt – würzig und lieblich zugleich, eher eine gewürzte Fassung davon. Bei den schwarzfrüchtigen Sorten dieser Art liegt die Kunst im Abwarten: Schwarz sind die Beeren lange, bevor sie reif sind. Reif sind sie erst, wenn sie weich werden; der sicherste Anhalt ist, dass die ersten aufzuplatzen beginnen. Zu früh gepflückt bleiben sie fest und stumm. Weil sie nacheinander so weit sind, kommt man mehrmals wieder. Frisch halten sie 1 bis 2 Wochen, gekocht geben sie ein tiefdunkles Gelee, Konfitüre und Saft. So reich wie eine Schwarze Johannisbeere trägt sie dabei nicht. Geblüht wird im April, 3 Wochen lang; fruchten wird sie nur, wenn eine zweite Sorte der Art in Reichweite steht. Das Fruchtholz ist 2- und 3-jährig – wer den Strauch wie eine Schwarze Johannisbeere jährlich auf junges Holz zurücknimmt, schneidet die Ernte weg. Trockenheit und Hitze steckt sie weg.
Der Strauch ist eine Bienenpflanze, und seine Zeit ist der April: Dann stehen die gelben Blüten offen, während sonst noch wenig zu holen ist, und der Duft trägt so weit, dass ihn auch findet, wer ihn gar nicht sieht. Später wechselt das Publikum. Beeren, die nach dem Durchfärben noch wochenlang am Zweig bleiben, stehen den Vögeln länger offen als sonst eine Frucht. Und weil er reichlich Ausläufer schiebt, auch 60 Zentimeter neben der Mutterpflanze noch, wird aus einem Exemplar mit den Jahren ein Dickicht – Deckung für die kleineren Arten, die darin auch brüten.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Goldjohannisbeere, Nelkenjohannisbeere, Wohlriechende Johannisbeere, Büffeljohannisbeere

