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Missouri-Johannisbeere Russische Bernsteinfarbene

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Ribes odoratum 'Russische Bernsteinfarbene'

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Beschreibung

Die Missouri-Johannisbeere 'Russische Bernsteinfarbene' wächst als Strauch auf etwa 2 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche. Ihre Beeren sind bernsteingelb, und diese Farbe hat eine russische Vorgeschichte. Iwan Mitschurin bezog 1895 genau 3 Pflanzen der amerikanischen 'Crandall'; sie erwies sich in seinen Pflanzungen als nicht winterhart genug, und erst 1900 konnte er überhaupt Früchte ernten. Aus deren Samen zog er Sämlinge, die den strengen Frösten standhielten – und dabei brach die Farbe auf: Unter den Nachkommen standen schwarze, rote und grellgelbe Beeren nebeneinander, in der Generation darauf eine runde, großfrüchtige, bernsteingelbe. Auf diese Aussaaten gehen die russischen und usbekischen Sorten zurück. Die tief dreilappigen Blätter färben sich im Herbst purpurrot.

Geerntet wird ab August, und man kommt mehrmals wieder – denn diese Linie reift nicht nur folgernd, sondern tut es innerhalb der einzelnen Traube: Während die oberen Beeren fertig sind, hängen die unteren noch grün daran. Die Frucht ist rund und für eine Johannisbeere groß, wenn auch etwas kleiner als bei der Ausgangssorte; Mitschurin selbst hielt seine Sämlinge geschmacklich für die besseren. Verarbeitet ergeben sie Gelee, Konfitüre und Saft. Die Blüte liegt im April und bringt den kräftigen Nelkenduft der Art mit; fruchten wird sie aber nur, wenn eine andere Sorte der Art in der Nähe steht. Beim Schnitt gilt die Regel dieser Art: Gefruchtet wird am älteren Holz, das deshalb stehen bleibt; entfernt wird bodennah nur, was sich herunterbiegt. Der Untergrund darf fast beliebig sein, solange er durchlässig ist und nicht zu viel Kalk führt; Hitze und Trockenheit machen ihm nichts. Zu meiden sind allein Senken, in denen nachts die kalte Luft stehen bleibt, denn er treibt früh aus. Ein Wort zur Vermehrung: Stecklinge dieser russischen Sämlingsformen bewurzeln schlecht – daher sind sie im Handel so selten.

Die Blüten sind nicht einfach gelb – zur Röhre hin laufen sie rot an, und sie sitzen zu vielen an den Zweigen, während der Garten sonst noch kaum etwas anzubieten hat. Herangeholt wird der erste Besuch vom Duft nach Gewürznelke und Vanille, der weit über den Strauch hinausreicht. Wer dann ankommt, braucht einen langen Rüssel, denn der Nektar steht am Grund einer schmalen Röhre: Hummeln und die größeren Wildbienen kommen daran, kurzrüsselige Arten nicht. 3 Wochen lang bleibt das so. Bei den Beeren wechselt das Publikum – dann sind es die Vögel, und weil der Strauch mit den Jahren Ausläufer schiebt und dicht wird, bietet er den kleineren Arten zugleich ein Versteck.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
2.0 m
Breite
2.0 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Gruppe, Plantage, Solitär
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Raupenfutterpflanze Insektenmagnet

Verwendung

Beeren Blätter Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Herbstfärber Rarität Duftpflanze

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte5 Wo
MrzAprMaiJunJulAugSepOkt

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
Gattung
Johannisbeeren(Ribes)
Art-Syn.
Goldjohannisbeere, Nelkenjohannisbeere, Wohlriechende Johannisbeere, Büffeljohannisbeere