Missouri-Johannisbeere Gwens
Ribes odoratum 'Gwens'
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Beschreibung
Die Missouri-Johannisbeere 'Gwens' wächst als Strauch auf etwa 2 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche. Was sie von den Schwestersorten trennt, ist die Fruchtform: Ihre Beeren sind nicht kugelig, sondern tropfenförmig und werden bis zu 2 Zentimeter lang – darin steht sie unter den Missouri-Johannisbeeren allein. Sie gilt als Auslese aus Sämlingen der Wildart und ist der Ausgangsform damit näher als die großfrüchtigen Züchtungen aus dem Handel. Die Art selbst hat ihre Heimat in den mittleren Staaten der USA, von Minnesota im Norden bis Texas im Süden; seit 1872 wird sie auch in Europa gepflanzt. Die tief dreilappigen Blätter färben sich im Herbst purpurrot.
Die Beeren reifen nicht miteinander, sondern über Wochen nacheinander, und daraus entsteht das Bild, an dem man die Sorte im Sommer erkennt: An derselben Traube hängen grüne, gelbe, rote und orange Früchte neben blauschwarzen. Das sind keine Farbschläge, sondern Reifestufen. Fertig ist eine Beere erst, wenn sie blauschwarz glänzt und sich weich anfassen lässt – die Farbe allein genügt nicht, denn sie schlägt deutlich vor der Reife um. Dann schmeckt die Frucht ausgewogen süß-säuerlich und kräftig aromatisch. Geerntet wird ab Juli, und weil immer nur ein Teil der Traube so weit ist, geht man mehrfach durch; frisch essen lassen sich die Beeren ebenso wie getrocknet, dazu ergeben sie Saft, Gelee und Konfitüre. Die Blüten öffnen ab April und duften kräftig nach Gewürznelke. Für den Fruchtansatz braucht der Strauch eine zweite Missouri-Johannisbeere anderer Sorte in Reichweite. Die Früchte sitzen am zwei- und dreijährigen Holz, das alte Holz wird also nicht weggeschnitten – heraus kommen an der Basis nur die Zweige, die sich zu Boden neigen. An den Boden stellt der Strauch wenig Anspruch, solange er durchlässig ist und nicht zu viel Kalk führt; Hitze und Trockenheit steckt er weg. Nur Senken, in denen nachts die kalte Luft stehen bleibt, sind nichts für ihn, denn er treibt früh aus.
Wenn die Blüten aufgehen, steht im Garten sonst noch wenig offen, und der Duft holt die Insekten quer über das Grundstück heran. Der Nektar liegt am Grund einer engen Röhre – heran reichen vor allem Hummeln und Wildbienen mit langem Rüssel, denen der Strauch für die Wochen seiner Blüte eine der wenigen ergiebigen Adressen ist. Bei den Früchten wiederholt sich dann, was den Erntenden mehrfach an die Pflanze schickt: Weil nie die ganze Traube auf einmal so weit ist, gibt es hier über Wochen hinweg etwas zu holen und nicht nur an dem einen Tag, an dem alles zugleich reif wäre. Was hängen bleibt, nehmen die Vögel.
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Die Missouri-Johannisbeere 'Gwens' wächst als Strauch auf etwa 2 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche. Was sie von den Schwestersorten trennt, ist die Fruchtform: Ihre Beeren sind nicht kugelig, sondern tropfenförmig und werden bis zu 2 Zentimeter lang – darin steht sie unter den Missouri-Johannisbeeren allein. Sie gilt als Auslese aus Sämlingen der Wildart und ist der Ausgangsform damit näher als die großfrüchtigen Züchtungen aus dem Handel. Die Art selbst hat ihre Heimat in den mittleren Staaten der USA, von Minnesota im Norden bis Texas im Süden; seit 1872 wird sie auch in Europa gepflanzt. Die tief dreilappigen Blätter färben sich im Herbst purpurrot.
Die Beeren reifen nicht miteinander, sondern über Wochen nacheinander, und daraus entsteht das Bild, an dem man die Sorte im Sommer erkennt: An derselben Traube hängen grüne, gelbe, rote und orange Früchte neben blauschwarzen. Das sind keine Farbschläge, sondern Reifestufen. Fertig ist eine Beere erst, wenn sie blauschwarz glänzt und sich weich anfassen lässt – die Farbe allein genügt nicht, denn sie schlägt deutlich vor der Reife um. Dann schmeckt die Frucht ausgewogen süß-säuerlich und kräftig aromatisch. Geerntet wird ab Juli, und weil immer nur ein Teil der Traube so weit ist, geht man mehrfach durch; frisch essen lassen sich die Beeren ebenso wie getrocknet, dazu ergeben sie Saft, Gelee und Konfitüre. Die Blüten öffnen ab April und duften kräftig nach Gewürznelke. Für den Fruchtansatz braucht der Strauch eine zweite Missouri-Johannisbeere anderer Sorte in Reichweite. Die Früchte sitzen am zwei- und dreijährigen Holz, das alte Holz wird also nicht weggeschnitten – heraus kommen an der Basis nur die Zweige, die sich zu Boden neigen. An den Boden stellt der Strauch wenig Anspruch, solange er durchlässig ist und nicht zu viel Kalk führt; Hitze und Trockenheit steckt er weg. Nur Senken, in denen nachts die kalte Luft stehen bleibt, sind nichts für ihn, denn er treibt früh aus.
Wenn die Blüten aufgehen, steht im Garten sonst noch wenig offen, und der Duft holt die Insekten quer über das Grundstück heran. Der Nektar liegt am Grund einer engen Röhre – heran reichen vor allem Hummeln und Wildbienen mit langem Rüssel, denen der Strauch für die Wochen seiner Blüte eine der wenigen ergiebigen Adressen ist. Bei den Früchten wiederholt sich dann, was den Erntenden mehrfach an die Pflanze schickt: Weil nie die ganze Traube auf einmal so weit ist, gibt es hier über Wochen hinweg etwas zu holen und nicht nur an dem einen Tag, an dem alles zugleich reif wäre. Was hängen bleibt, nehmen die Vögel.
Winterhärte
Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C
Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Goldjohannisbeere, Nelkenjohannisbeere, Wohlriechende Johannisbeere, Büffeljohannisbeere
- Sorten-Syn.
- Gwen's Buffalo

