Mispel Westerveld
Mespilus germanica 'Westerveld'
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Beschreibung
Die Mispel 'Westerveld' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche; sie stammt aus dem niederländischen Opheusden, wo H. van Eldik sie um 1975 auslas und in einer Prüfung des niederländischen Gartenbau-Kontrolldienstes benennen ließ. Ausgelesen wurde sie für eine einzige Eigenschaft: Sie trägt Jahr für Jahr verlässlich und schwer. Die Wildform der Art ist im Kaukasus, in Nordiran und in Kleinasien zu Hause und kam so früh nach Mitteleuropa, dass sie hier zu den Archäophyten zählt – zu den Pflanzen, die schon vor der Neuzeit heimisch wurden. 'Westerveld' bildet schwere Hauptäste und eine flach kugelige, unregelmäßig aufgebaute Krone, wächst langsam und bleibt dornenlos. Im Herbst färbt sich ihr Laub rotbraun bis tief goldgelb.
Im Mai öffnen sich die einzeln stehenden, schalenförmigen weißen Blüten von 3,5 bis 5 Zentimeter Durchmesser und stehen rund 3 Wochen. Sie kommen so spät im Frühjahr, dass Spätfröste ihnen kaum noch etwas anhaben können – darin liegt der Grund für die Regelmäßigkeit des Ertrags. Die braunen Früchte messen etwa 4 Zentimeter und tragen an der Spitze einen weit offenen Kelch mit 5 zottigen Zipfeln. Geerntet wird ab Ende Oktober über etwa 2 Wochen. Die Früchte kommen hart vom Baum und lagern anschließend in flachen Lagen kühl und nicht zu trocken; bei trockener Luft schrumpeln sie. Nach 1 bis 3 Wochen tritt die Teigreife ein: Das feste, weißliche Fleisch wird braun, weich und süß und erinnert im Geschmack an Bratapfel mit einem Zug ins Dattelartige. In diesem Zustand halten sich die Früchte noch mehrere Wochen. Roh sind sie erst jetzt zu essen; daneben ergeben sie Gelee, Mus, Saft, Likör und Edelbrand. In Italien und im englischen Worcestershire steht die Mispel bis heute plantagenweise im Anbau.
Die Blüte im Mai ist eine gute Bienenweide und wird von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen angeflogen. Die Früchte fallen im Spätherbst zu Boden und passen nach Größe, Farbe und Duft in das Muster jener Früchte, die auch fleischfressende Säuger aufnehmen – Dachs, Fuchs und Marder. Was liegen bleibt, nehmen Vögel im Winter an, wenn das Fleisch weich geworden ist. Als Archäophyt gehört die Mispel seit über 2.000 Jahren zur mitteleuropäischen Gehölzflora und ist in dieser Zeit mit ihren Insekten und Vögeln zusammengewachsen.
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Die Mispel 'Westerveld' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche; sie stammt aus dem niederländischen Opheusden, wo H. van Eldik sie um 1975 auslas und in einer Prüfung des niederländischen Gartenbau-Kontrolldienstes benennen ließ. Ausgelesen wurde sie für eine einzige Eigenschaft: Sie trägt Jahr für Jahr verlässlich und schwer. Die Wildform der Art ist im Kaukasus, in Nordiran und in Kleinasien zu Hause und kam so früh nach Mitteleuropa, dass sie hier zu den Archäophyten zählt – zu den Pflanzen, die schon vor der Neuzeit heimisch wurden. 'Westerveld' bildet schwere Hauptäste und eine flach kugelige, unregelmäßig aufgebaute Krone, wächst langsam und bleibt dornenlos. Im Herbst färbt sich ihr Laub rotbraun bis tief goldgelb.
Im Mai öffnen sich die einzeln stehenden, schalenförmigen weißen Blüten von 3,5 bis 5 Zentimeter Durchmesser und stehen rund 3 Wochen. Sie kommen so spät im Frühjahr, dass Spätfröste ihnen kaum noch etwas anhaben können – darin liegt der Grund für die Regelmäßigkeit des Ertrags. Die braunen Früchte messen etwa 4 Zentimeter und tragen an der Spitze einen weit offenen Kelch mit 5 zottigen Zipfeln. Geerntet wird ab Ende Oktober über etwa 2 Wochen. Die Früchte kommen hart vom Baum und lagern anschließend in flachen Lagen kühl und nicht zu trocken; bei trockener Luft schrumpeln sie. Nach 1 bis 3 Wochen tritt die Teigreife ein: Das feste, weißliche Fleisch wird braun, weich und süß und erinnert im Geschmack an Bratapfel mit einem Zug ins Dattelartige. In diesem Zustand halten sich die Früchte noch mehrere Wochen. Roh sind sie erst jetzt zu essen; daneben ergeben sie Gelee, Mus, Saft, Likör und Edelbrand. In Italien und im englischen Worcestershire steht die Mispel bis heute plantagenweise im Anbau.
Die Blüte im Mai ist eine gute Bienenweide und wird von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen angeflogen. Die Früchte fallen im Spätherbst zu Boden und passen nach Größe, Farbe und Duft in das Muster jener Früchte, die auch fleischfressende Säuger aufnehmen – Dachs, Fuchs und Marder. Was liegen bleibt, nehmen Vögel im Winter an, wenn das Fleisch weich geworden ist. Als Archäophyt gehört die Mispel seit über 2.000 Jahren zur mitteleuropäischen Gehölzflora und ist in dieser Zeit mit ihren Insekten und Vögeln zusammengewachsen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mispeln(Mespilus)
- Art-Syn.
- Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelbaum, Asperl, Aschperln, Hespelein, Hundsärsch, Hirschbeerle, Mespele, Mespelen, Mispele, Nespel, Espel, Hespel

