Lavallei-Weißdorn Carrierei
Crataegus × lavallei 'Carrierei'
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Beschreibung
Der Lavallei-Weißdorn 'Carrierei' wächst als Großstrauch oder kleiner Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 7 Meter Standfläche – die Krone wird im Alter schirmförmig und damit mindestens so breit wie hoch. Ein Wildvorkommen hat er nicht: Er entstand als Sämling im Arboretum von Segrez südlich von Paris und wurde dort 1880 zum ersten Mal beschrieben. Das Arboretum gehörte Pierre Alphonse Martin Lavallée – daher der Artname. 1883 stellte Elie Abel Carrière in der Revue Horticole einen sehr ähnlichen Weißdorn vor, der lange als eigene Art im Handel war; botanisch fiel er später mit der Segrez-Pflanze zusammen. Der Sortenname hält seither fest, dass dieser hier Carrières Pflanze ist und nicht die aus Segrez. Von seiner Schwesterform 'Grignonensis' trennen ihn das ungelappte Blatt und der Baumwuchs; jene bleibt ein Strauch von 3 bis 4 Metern. Er treibt spät aus. Die Royal Horticultural Society hat ihm ihren Award of Garden Merit zuerkannt.
Im Mai öffnen sich für rund 4 Wochen die etwa 2 Zentimeter breiten weißen Blüten, viele davon zusammen in graufilzigen Trugdolden; die Staubbeutel sind gelb oder rosa bis rot. Ab September reifen daraus längliche Früchte von 15 bis 20 Millimetern – etwa in der Größe einer kleinen Mirabelle – in Orangerot, je nach Baum ins Ziegelrote oder Gelbe spielend und fein hell punktiert. Sie stehen in denselben Trugdolden, in denen die Blüten standen, und bleiben bis in den Dezember am Baum, oft bis ins Frühjahr. Darin liegt ihr eigentlicher Vorzug: Geerntet wird nicht an einem Tag, sondern nach Bedarf über Wochen, in einer Jahreszeit, in der sonst nichts mehr zu pflücken ist. Frisch schmecken sie gut, und wer sie einlagern will, hält sie im kühlen Erdkeller bis in den Mai des folgenden Jahres – von einer Ernte bis fast zur nächsten Blüte. Verarbeitet werden sie zu Fruchtmus, Gelee, Konfitüre, Saft und Kompott. Das Laub ist ledrig und glänzend, 5 bis 12 Zentimeter lang, und hängt bis in den Winter hinein – von Weitem wirkt der Baum fast wintergrün. Im Herbst färbt es sich orangegelb; unter den Weißdornen ist das eine Ausnahme, die meisten färben unauffällig.
Sein Wert für Tiere liegt spät im Jahr. Die Früchte hängen bis in den Dezember und oft bis ins Frühjahr am Zweig – Vogelnahrung in den Monaten, in denen an den meisten Gehölzen nichts mehr zu holen ist. Das ledrige Laub bleibt bis in den Winter und hält die Krone lange dicht; zusammen mit den kräftigen, bis 5 Zentimeter langen Dornen ergeben sich Nistplätze, an die kaum ein Räuber herankommt.
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Der Lavallei-Weißdorn 'Carrierei' wächst als Großstrauch oder kleiner Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 7 Meter Standfläche – die Krone wird im Alter schirmförmig und damit mindestens so breit wie hoch. Ein Wildvorkommen hat er nicht: Er entstand als Sämling im Arboretum von Segrez südlich von Paris und wurde dort 1880 zum ersten Mal beschrieben. Das Arboretum gehörte Pierre Alphonse Martin Lavallée – daher der Artname. 1883 stellte Elie Abel Carrière in der Revue Horticole einen sehr ähnlichen Weißdorn vor, der lange als eigene Art im Handel war; botanisch fiel er später mit der Segrez-Pflanze zusammen. Der Sortenname hält seither fest, dass dieser hier Carrières Pflanze ist und nicht die aus Segrez. Von seiner Schwesterform 'Grignonensis' trennen ihn das ungelappte Blatt und der Baumwuchs; jene bleibt ein Strauch von 3 bis 4 Metern. Er treibt spät aus. Die Royal Horticultural Society hat ihm ihren Award of Garden Merit zuerkannt.
Im Mai öffnen sich für rund 4 Wochen die etwa 2 Zentimeter breiten weißen Blüten, viele davon zusammen in graufilzigen Trugdolden; die Staubbeutel sind gelb oder rosa bis rot. Ab September reifen daraus längliche Früchte von 15 bis 20 Millimetern – etwa in der Größe einer kleinen Mirabelle – in Orangerot, je nach Baum ins Ziegelrote oder Gelbe spielend und fein hell punktiert. Sie stehen in denselben Trugdolden, in denen die Blüten standen, und bleiben bis in den Dezember am Baum, oft bis ins Frühjahr. Darin liegt ihr eigentlicher Vorzug: Geerntet wird nicht an einem Tag, sondern nach Bedarf über Wochen, in einer Jahreszeit, in der sonst nichts mehr zu pflücken ist. Frisch schmecken sie gut, und wer sie einlagern will, hält sie im kühlen Erdkeller bis in den Mai des folgenden Jahres – von einer Ernte bis fast zur nächsten Blüte. Verarbeitet werden sie zu Fruchtmus, Gelee, Konfitüre, Saft und Kompott. Das Laub ist ledrig und glänzend, 5 bis 12 Zentimeter lang, und hängt bis in den Winter hinein – von Weitem wirkt der Baum fast wintergrün. Im Herbst färbt es sich orangegelb; unter den Weißdornen ist das eine Ausnahme, die meisten färben unauffällig.
Sein Wert für Tiere liegt spät im Jahr. Die Früchte hängen bis in den Dezember und oft bis ins Frühjahr am Zweig – Vogelnahrung in den Monaten, in denen an den meisten Gehölzen nichts mehr zu holen ist. Das ledrige Laub bleibt bis in den Winter und hält die Krone lange dicht; zusammen mit den kräftigen, bis 5 Zentimeter langen Dornen ergeben sich Nistplätze, an die kaum ein Räuber herankommt.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Weißdorne(Crataegus)
- Art-Syn.
- Apfeldorn, Lavallées Weißdorn, Lederblättriger Weißdorn

