Koreanischer Duft-Schneeball
Viburnum carlesii
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Beschreibung
Der Koreanische Duft-Schneeball wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche – er wird also breiter als hoch und bleibt locker und rundlich aufgebaut. Seine Heimat ist Korea, wo er in lichten Laubwäldern und Gebüschen steht und selbst dort selten anzutreffen ist. Nach Europa kam er über einen Umweg: William Richard Carles, britischer Konsularbeamter und nebenbei Pflanzensammler, bereiste Korea zwischen 1883 und 1885 und schickte Herbarbelege nach Kew; dort beschrieb William Botting Hemsley die Art 1888 und benannte sie nach ihm. In europäische Gärten kam sie erst um die Jahrhundertwende – und blieb, weil sie etwas mitbringt, das kein heimischer Schneeball hat.
Im April blüht er, und zwar 2 Wochen lang. Aus fleischroten Knospen öffnen sich weiße Einzelblüten von gut 1 Zentimeter, dicht gedrängt in halbkugeligen Dolden von 5 bis 7 Zentimetern; weil nicht alle zugleich aufgehen, steht Rot neben Weiß an derselben Dolde. Der Duft ist das Ereignis: schwer, süß und gewürzhaft – im Englischen heißt er deshalb Korean Spice, der Gewürz-Schneeball. Ein einzelner blühender Busch parfümiert an einem windstillen Apriltag den halben Garten, und wenige Zweige in der Vase reichen für ein Zimmer. Jede Blüte ist eine 8 Millimeter lange Röhre; der Nektar liegt entsprechend tief. Im August und September folgen ellipsoide, 1 Zentimeter lange Steinfrüchte, die von Rot nach Blauschwarz umfärben – essbar sind sie nicht, weder roh noch gekocht. Zum Schluss färbt sich das Laub tief karminrot. Halbschatten nimmt er ohne Weiteres, und auch im Schatten größerer Bäume gibt er nicht auf.
Ökologisch ist dieser Strauch ein Sonderfall in der Gattung: Wo die heimischen Schneebälle flache, offene Dolden für kurzrüsselige Fliegen und Käfer tragen, ist seine Blüte eine enge weiße Röhre mit schwerem Duft – ein Bau, der auf Falter zielt, auch auf die nachtaktiven. Dazu kommt der Termin: Im April ist er eine der ersten Duftquellen im Garten. Später sind es die Früchte, die zählen; Singvögel nehmen sie an, wenn sie im Spätsommer blauschwarz geworden sind. Ein heimisches Wildgehölz ersetzt er damit nicht – aber er füllt eine Lücke, die die heimischen Arten offen lassen.
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Der Koreanische Duft-Schneeball wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 2 Meter Standfläche – er wird also breiter als hoch und bleibt locker und rundlich aufgebaut. Seine Heimat ist Korea, wo er in lichten Laubwäldern und Gebüschen steht und selbst dort selten anzutreffen ist. Nach Europa kam er über einen Umweg: William Richard Carles, britischer Konsularbeamter und nebenbei Pflanzensammler, bereiste Korea zwischen 1883 und 1885 und schickte Herbarbelege nach Kew; dort beschrieb William Botting Hemsley die Art 1888 und benannte sie nach ihm. In europäische Gärten kam sie erst um die Jahrhundertwende – und blieb, weil sie etwas mitbringt, das kein heimischer Schneeball hat.
Im April blüht er, und zwar 2 Wochen lang. Aus fleischroten Knospen öffnen sich weiße Einzelblüten von gut 1 Zentimeter, dicht gedrängt in halbkugeligen Dolden von 5 bis 7 Zentimetern; weil nicht alle zugleich aufgehen, steht Rot neben Weiß an derselben Dolde. Der Duft ist das Ereignis: schwer, süß und gewürzhaft – im Englischen heißt er deshalb Korean Spice, der Gewürz-Schneeball. Ein einzelner blühender Busch parfümiert an einem windstillen Apriltag den halben Garten, und wenige Zweige in der Vase reichen für ein Zimmer. Jede Blüte ist eine 8 Millimeter lange Röhre; der Nektar liegt entsprechend tief. Im August und September folgen ellipsoide, 1 Zentimeter lange Steinfrüchte, die von Rot nach Blauschwarz umfärben – essbar sind sie nicht, weder roh noch gekocht. Zum Schluss färbt sich das Laub tief karminrot. Halbschatten nimmt er ohne Weiteres, und auch im Schatten größerer Bäume gibt er nicht auf.
Ökologisch ist dieser Strauch ein Sonderfall in der Gattung: Wo die heimischen Schneebälle flache, offene Dolden für kurzrüsselige Fliegen und Käfer tragen, ist seine Blüte eine enge weiße Röhre mit schwerem Duft – ein Bau, der auf Falter zielt, auch auf die nachtaktiven. Dazu kommt der Termin: Im April ist er eine der ersten Duftquellen im Garten. Später sind es die Früchte, die zählen; Singvögel nehmen sie an, wenn sie im Spätsommer blauschwarz geworden sind. Ein heimisches Wildgehölz ersetzt er damit nicht – aber er füllt eine Lücke, die die heimischen Arten offen lassen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Moschuskrautgewächse(Viburnaceae)
- Gattung
- Schneebälle(Viburnum)
- Art-Syn.
- Koreanischer Schneeball

