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Kiwi Domino

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Actinidia arguta 'Domino'

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Beschreibung

Die Kiwi 'Domino' ist eine kräftige, verholzende Kletterpflanze, die etwa 8 Meter hoch steigt und dabei kaum 2 Meter Standfläche braucht – sie wächst in die Höhe, nicht in die Breite, und will ein tragfähiges Gerüst. Sie ist eine Auslese der Mini-Kiwi (Actinidia arguta), die von den Flusstälern des Amurgebiets über Nordostchina bis nach Korea und Japan verbreitet ist und sich dort in die Kronen der Uferwälder zieht. Anders als die großfrüchtige Kiwi aus dem Handel bildet die Art glatte, unbehaarte Früchte, die man samt Schale isst. 'Domino' entstand als Sämling unter dem Züchtungscode L1; ihr Urheber Piotr Latocha an der Warschauer Life Sciences University hat die winterharten Mini-Kiwis über Jahrzehnte für mitteleuropäische Verhältnisse ausgelesen. Die jungen Triebe sind rötlich überlaufen, die Blätter derb und glänzend.

Im Juni öffnen sich über 2 Wochen die weißen, leicht nickenden Blüten in den Blattachseln. Ab September lassen sich die Früchte über gut 2 Wochen abernten. Sie fallen aus dem Rahmen dessen, was man von einer Mini-Kiwi erwartet: Statt der länglichen Beeren der meisten Sorten trägt 'Domino' fast kugelige Früchte, deren Umriss eher an einen kleinen Apfel denken lässt. Auf hellgrünem Grund läuft die Sonnenseite bräunlich rot an, während das Fleisch darunter kräftig grün bleibt. Süße und Säure halten sich die Waage, und darüber legt sich ein Ton, den man am ehesten mit Honig beschreibt – er unterscheidet diese Sorte von den herberen Verwandten. Geerntet wird, wenn die Früchte auf sanften Druck nachgeben; wer sie fester pflückt, lässt sie im Kühlen nachziehen und streckt so die Erntezeit. In Japan heißt die Art Sarunashi, Affenbirne, und wird in den Bergwäldern seit alters gesammelt, frisch gegessen wie eingekocht – eine Nutzung, die dem europäischen Kiwianbau um Jahrhunderte vorausgeht. Frisch schmecken die Früchte am besten, doch ergeben sie auch Konfitüre, Chutney und Fruchtleder.

Die weißen Blüten werden von Bienen und Schwebfliegen angeflogen, die Pollen sammeln. Vögel schätzen die Früchte, sobald sie weich werden – was in der Praxis heißt, dass man rechtzeitig ernten sollte. Das dichte Rankwerk gibt Singvögeln über die Jahre einen gut gedeckten Nistplatz und im Sommer Deckung vor Greifvögeln. Wie jede Liane braucht die Rebe etwas zum Hinaufwachsen: In den Uferwäldern ihrer Heimat sind das die Kronen der Nachbarbäume, im Garten übernimmt ein Spanndraht, ein Zaun oder eine Pergola deren Rolle – und trägt dann jahrzehntelang eine grüne Wand mit Ertrag.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Kletterpflanze
Höhe
8.0 m
Breite
3.0 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig, geschützt
Wasserbedarf
hoch
Stellung
Plantage, Solitär
Bodenart
Sand, Lehm, durchlässig, humos
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
sauer

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz

Verwendung

Früchte Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Herbstfärber Sichtschutz Duftpflanze

Phänologie und Vermehrung

Blüte2 Wo
Ernte2 Wo
MaiJunJulAugSepOkt

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
hoch
Resilienzen
Krankheiten Schädlinge
Schutz
Mulchen Winterschutz Sonnenschutz

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Strahlengriffelgewächse(Actinidiaceae)
Gattung
Strahlengriffel(Actinidia)
Art-Syn.
Japanische Stachelbeere, Scharfzähniger Strahlengriffel, Kiwibeere, Traubenkiwi, Honigbeere, Kiwai, Kleinfruchtige Kiwi, Kokuwa, Mini-Kiwi, Bayernkiwi, Japanische Honigbeere, Kleine Kiwi, Kahle Kiwi, Babykiwi, Mandschurische Stachelbeere, Kiwiberry, Hardy Kiwifruit, Aktinidia ostrolistna