Kirschpflaume Ceres
Prunus cerasifera 'Ceres'
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Beschreibung
Die Kirschpflaume ’Ceres’ wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Die Art stammt aus dem Kaukasus und aus Westasien; ’Ceres’ ist eine Auslese aus türkischen Wildformen, 1926 ausgelesen und seit 1955 bei deutschen Baumschulen zu haben; eine Quelle nennt als Züchter M. Schmidt in Müncheberg. Durchgesetzt hat sie sich nicht; die Nachfrage blieb aus. Seit Ende 2016 ist sie dennoch wieder amtlich eingetragen, und zwar zum Erhalt der biologischen Vielfalt, mit Laufzeit bis 2046. Ihre Früchte werden 36 Millimeter groß und 20 Gramm schwer, wo die Art 18 bis 30 Millimeter und 8 bis 16 Gramm bringt. Für Früchte braucht sie eine zweite, andere Pflanze daneben – eine andere Kirschpflaume, eine Sibirische Pflaume oder eine Schlehe.
Die weißen Blüten stehen meist einzeln, erscheinen ab März noch vor dem Laub und halten etwa 3 Wochen. Ab August reifen über 3 Wochen die Früchte, genussreif ab Mitte des Monats – später als die frühen Kirschpflaumen, die schon im Juli anfangen. Sie sind trübviolett und pflaumenartig bereift, mit deutlicher Bauchnaht; die Haut ist dünn, das Fleisch saftig, und der Stein löst sich nicht. Der Ertrag setzt früh ein und fällt hoch aus. Frisch gegessen und als Kuchenbelag kommt die Süße am besten heraus; beim Einkochen tritt bei Kirschpflaumen die Säure nach vorn, was Marmelade und Mus ihren eigenen Ton gibt. Für genau diese beiden Wege ist ’Ceres’ damals empfohlen worden, für Marmelade und für Nasskonserven. In Georgien und Armenien wird aus Kirschpflaumen Tkemali gekocht, eine säuerliche Sauce zu Fleisch; aus den Früchten lassen sich außerdem Saft, Kompott und Edelbrand machen, und getrocknet oder zu Wein vergoren halten sie sich über den Winter.
So früh im Jahr blüht wenig, und die Kirschpflaume trägt dann reichlich Nektar. Ihre Blüte ist flach gebaut und hält ihn nur halb verborgen, sodass auch Insekten mit kurzem Rüssel herankommen – Schwebfliegen, Bienen und Falter. Anders als die Schlehe treibt die Kirschpflaume keine Wurzelausläufer, sondern nur Schösslinge am eigenen Stamm: Sie bleibt, wo sie gepflanzt wird, und bildet kein Dickicht. Weiter kommt sie über Tiere, die die Früchte fressen und die Steine unversehrt wieder absetzen. Die Zweige sind oft dornig, und so dicht bewehrt gibt die Art ein Vogelschutz- und Windschutzgehölz; in Kent standen Myrobalanen-Hecken früher um die Obstgärten.
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Die Kirschpflaume ’Ceres’ wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Die Art stammt aus dem Kaukasus und aus Westasien; ’Ceres’ ist eine Auslese aus türkischen Wildformen, 1926 ausgelesen und seit 1955 bei deutschen Baumschulen zu haben; eine Quelle nennt als Züchter M. Schmidt in Müncheberg. Durchgesetzt hat sie sich nicht; die Nachfrage blieb aus. Seit Ende 2016 ist sie dennoch wieder amtlich eingetragen, und zwar zum Erhalt der biologischen Vielfalt, mit Laufzeit bis 2046. Ihre Früchte werden 36 Millimeter groß und 20 Gramm schwer, wo die Art 18 bis 30 Millimeter und 8 bis 16 Gramm bringt. Für Früchte braucht sie eine zweite, andere Pflanze daneben – eine andere Kirschpflaume, eine Sibirische Pflaume oder eine Schlehe.
Die weißen Blüten stehen meist einzeln, erscheinen ab März noch vor dem Laub und halten etwa 3 Wochen. Ab August reifen über 3 Wochen die Früchte, genussreif ab Mitte des Monats – später als die frühen Kirschpflaumen, die schon im Juli anfangen. Sie sind trübviolett und pflaumenartig bereift, mit deutlicher Bauchnaht; die Haut ist dünn, das Fleisch saftig, und der Stein löst sich nicht. Der Ertrag setzt früh ein und fällt hoch aus. Frisch gegessen und als Kuchenbelag kommt die Süße am besten heraus; beim Einkochen tritt bei Kirschpflaumen die Säure nach vorn, was Marmelade und Mus ihren eigenen Ton gibt. Für genau diese beiden Wege ist ’Ceres’ damals empfohlen worden, für Marmelade und für Nasskonserven. In Georgien und Armenien wird aus Kirschpflaumen Tkemali gekocht, eine säuerliche Sauce zu Fleisch; aus den Früchten lassen sich außerdem Saft, Kompott und Edelbrand machen, und getrocknet oder zu Wein vergoren halten sie sich über den Winter.
So früh im Jahr blüht wenig, und die Kirschpflaume trägt dann reichlich Nektar. Ihre Blüte ist flach gebaut und hält ihn nur halb verborgen, sodass auch Insekten mit kurzem Rüssel herankommen – Schwebfliegen, Bienen und Falter. Anders als die Schlehe treibt die Kirschpflaume keine Wurzelausläufer, sondern nur Schösslinge am eigenen Stamm: Sie bleibt, wo sie gepflanzt wird, und bildet kein Dickicht. Weiter kommt sie über Tiere, die die Früchte fressen und die Steine unversehrt wieder absetzen. Die Zweige sind oft dornig, und so dicht bewehrt gibt die Art ein Vogelschutz- und Windschutzgehölz; in Kent standen Myrobalanen-Hecken früher um die Obstgärten.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Kirschpflaume, Kirschpflaumenbaum, Myrobalane, Türkische Pflaume, Blutpflaume, Blut-Kirschpflaume, Kirsch-Pflaume, Kriachlbaum

