Schwarze Johannisbeere Noir de Bourgogne
Ribes nigrum 'Noir de Bourgogne'
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Beschreibung
Die Schwarze Johannisbeere 'Noir de Bourgogne' wächst als aufrechter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Sie ist eine alte Sorte aus dem Burgund, und aus ihren Beeren entsteht der Likör, für den Dijon bekannt ist: 1841 wurde dort das Rezept der Crème de Cassis gefunden, und 1954 wurde genau diese Sorte gemeinsam mit ihrem Bestäuber 'Royal de Naples' zur bevorzugten Grundlage des Anbaus bestimmt. Bis heute müssen mindestens 25 Prozent der Beeren für den Likör von diesem Sortenpaar stammen. Sie wächst kräftig, treibt früh aus und blüht im April, dabei am späten Rand. Echter Mehltau setzt ihr stärker zu als jüngeren Sorten.
Die Trauben sind kurz – gebaut wie die der Roten Johannisbeere, nur kürzer –, die Beeren klein bis mittelgroß und fest. Im Geschmack ist sie deutlich säuerlich und sehr aromatisch; dieses dichte Cassis-Aroma hat sie über mehr als 150 Jahre gehalten, obwohl neuere Sorten mehr Ertrag bringen. Geerntet wird ab Juli über rund 2 Wochen. Reif ist eine Beere, wenn ihr Schwarz satt und gleichmäßig durchgefärbt ist; von da an bleibt ein Fenster von 8 bis 10 Tagen, in dem sie nicht abfällt. Bei 0 Grad Celsius halten sie sich gut 2 Wochen, eingefroren erheblich länger. Für die Crème de Cassis werden ganze, unversehrte Beeren mindestens 5 Wochen kalt ausgezogen. Frisch aus der Hand sind sie wegen ihrer strengen Säure Geschmackssache, ihre Stärke liegt in Gelee, Saft und Sirup. Für Fruchtleder sind sie allein zu saftig, gemischt mit einem festeren Mus aber gut; die winzigen Kerne müssen dabei nicht heraus. Die Blätter geben frisch oder fermentiert einen aromatischen Aufguss und würzen auch Süßspeisen.
Die meisten europäischen Sorten der Schwarzen Johannisbeere setzen mit eigenem Pollen an; bei wenigen verhindert der Blütenbau das, und 'Noir de Bourgogne' gehört dazu. Sie braucht eine zweite Sorte in der Nähe, die zur selben Zeit blüht: Seit den 1950er Jahren ist ihr dafür 'Royal de Naples' zugeordnet, und auch 'Cassis blanc' blüht spät. Der Ertrag hängt damit vollständig am Besuch der Bienen, und mit ihm die Größe der Beeren: Wie dick eine Frucht wird, entscheidet die Zahl und Größe der Samen in ihr – 3 bis 12 je Beere. Dass sie spät im April blüht, hilft ihr dabei: Fröste um 2 Grad unter null und nasskalte Tage lassen die jungen Ansätze verrieseln. Auch milde Winter schlagen durch – danach legen Schwarze Johannisbeeren die Blüten unregelmäßig an und tragen schlecht. Was im Juli nicht gepflückt wird, verschwindet von selbst: Das satte Schwarz zeigt den Vögeln die Reife ebenso an wie dem Pflücker.
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Die Schwarze Johannisbeere 'Noir de Bourgogne' wächst als aufrechter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Sie ist eine alte Sorte aus dem Burgund, und aus ihren Beeren entsteht der Likör, für den Dijon bekannt ist: 1841 wurde dort das Rezept der Crème de Cassis gefunden, und 1954 wurde genau diese Sorte gemeinsam mit ihrem Bestäuber 'Royal de Naples' zur bevorzugten Grundlage des Anbaus bestimmt. Bis heute müssen mindestens 25 Prozent der Beeren für den Likör von diesem Sortenpaar stammen. Sie wächst kräftig, treibt früh aus und blüht im April, dabei am späten Rand. Echter Mehltau setzt ihr stärker zu als jüngeren Sorten.
Die Trauben sind kurz – gebaut wie die der Roten Johannisbeere, nur kürzer –, die Beeren klein bis mittelgroß und fest. Im Geschmack ist sie deutlich säuerlich und sehr aromatisch; dieses dichte Cassis-Aroma hat sie über mehr als 150 Jahre gehalten, obwohl neuere Sorten mehr Ertrag bringen. Geerntet wird ab Juli über rund 2 Wochen. Reif ist eine Beere, wenn ihr Schwarz satt und gleichmäßig durchgefärbt ist; von da an bleibt ein Fenster von 8 bis 10 Tagen, in dem sie nicht abfällt. Bei 0 Grad Celsius halten sie sich gut 2 Wochen, eingefroren erheblich länger. Für die Crème de Cassis werden ganze, unversehrte Beeren mindestens 5 Wochen kalt ausgezogen. Frisch aus der Hand sind sie wegen ihrer strengen Säure Geschmackssache, ihre Stärke liegt in Gelee, Saft und Sirup. Für Fruchtleder sind sie allein zu saftig, gemischt mit einem festeren Mus aber gut; die winzigen Kerne müssen dabei nicht heraus. Die Blätter geben frisch oder fermentiert einen aromatischen Aufguss und würzen auch Süßspeisen.
Die meisten europäischen Sorten der Schwarzen Johannisbeere setzen mit eigenem Pollen an; bei wenigen verhindert der Blütenbau das, und 'Noir de Bourgogne' gehört dazu. Sie braucht eine zweite Sorte in der Nähe, die zur selben Zeit blüht: Seit den 1950er Jahren ist ihr dafür 'Royal de Naples' zugeordnet, und auch 'Cassis blanc' blüht spät. Der Ertrag hängt damit vollständig am Besuch der Bienen, und mit ihm die Größe der Beeren: Wie dick eine Frucht wird, entscheidet die Zahl und Größe der Samen in ihr – 3 bis 12 je Beere. Dass sie spät im April blüht, hilft ihr dabei: Fröste um 2 Grad unter null und nasskalte Tage lassen die jungen Ansätze verrieseln. Auch milde Winter schlagen durch – danach legen Schwarze Johannisbeeren die Blüten unregelmäßig an und tragen schlecht. Was im Juli nicht gepflückt wird, verschwindet von selbst: Das satte Schwarz zeigt den Vögeln die Reife ebenso an wie dem Pflücker.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Ahlbeere, Schwarze Johannisbeere, Cassis, Schwarz-Ribisel, Schwarze Ribisel

