Immergrüne Ölweide — Elaeagnus × submacrophylla
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Immergrüne Ölweide

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Elaeagnus × submacrophylla

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Beschreibung

Die Immergrüne Ölweide wächst als dicht verzweigter Großstrauch auf etwa 4 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche; ihr Laub bleibt den Winter über am Zweig. Sie ist keine Wildart, sondern eine Kreuzung zweier ostasiatischer Ölweiden, der Großblättrigen (Elaeagnus macrophylla) und der Dornigen (Elaeagnus pungens). Ihre Blätter sind derb und ledrig, oberseits dunkelgrün glänzend bis metallisch seegrün, unterseits silbrig beschuppt – dreht der Wind sie um, wechselt der ganze Strauch die Farbe. Entstanden ist sie in Den Haag: Der Stadtgärtner Simon Doorenbos säte Samen von mehreren Ölweiden aus, die dort nebeneinander standen, und unter den Sämlingen fand sich dieser Bastard. Der Beiname ehrt den Baumschuler J. W. E. Ebbinge.

Die Blütezeit fällt aus dem Rahmen: Ab September öffnen sich über gut 6 Wochen und oft bis in den November hinein wachsartige, cremeweiße Glöckchen, die zu mehreren in den Blattachseln sitzen. Sie sind kaum einen Zentimeter lang und leicht zu übersehen, ihr Duft dagegen nicht – süß und weit tragend liegt er an milden Herbsttagen über dem Strauch. Danach passiert lange nichts: Die Früchte überwintern am Zweig und reifen erst im Frühjahr, von April bis Mai, über etwa 6 Wochen hinweg und in mehreren Durchgängen. Es sind ovale, rote Steinfrüchte von 1,5 bis 2 Zentimetern mit saftigem Fleisch um einen einzelnen Kern. Reif sind sie erst, wenn sie tiefrot und weich sind – vorher schmecken sie zusammenziehend, und daran ist schon manche Verkostung gescheitert. Nach 1 bis 2 Tagen Liegen schmecken sie sogar besser; länger als 1 bis 2 Wochen halten sie sich nicht. Roh gegessen sind sie das, was im April sonst kaum zu haben ist; sanft gekocht und durch ein Sieb gestrichen ergeben sie Mus, Marmelade und Fruchtleder. Reich trägt der Strauch dabei nie, und ganz ohne Frucht bleibt er, wenn er allein steht: Es braucht eine 2. Pflanze, und zwar eine genetisch verschiedene.

Der späte Blühtermin ist ihr eigentliches Pfund. Wenn im Oktober fast alles verblüht ist, findet sich hier noch Nektar, und Bienen nutzen ihn an milden Tagen für die letzte Tracht des Jahres. Das immergrüne, dichte Geäst gibt Vögeln Deckung, wenn sommergrüne Gehölze längst kahl stehen. Dazu kommt, was alle Ölweiden können: An den Wurzeln binden Strahlenpilze Stickstoff aus der Luft und geben ihn nach und nach an den Boden ab. Diese hier tut es auch noch im tiefen Schatten – deshalb wird sie in Waldgärten unter größere Bäume gesetzt, wo andere Stickstoffsammler nicht mehr mitkommen.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
7

Zone 7: −17,8 bis −12,2 °C

Diese Pflanze ist frosttolerant und übersteht milde Winter sicher.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Großstrauch
Höhe
4.0 m
Breite
4.0 m
Wurzelsystem
Herzwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Hecke, Solitär, Gruppe
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide

Verwendung

Früchte Direktverzehr Verarbeitung Zierpflanze

Besonderheiten

Duftpflanze Immergrüne Pflanze

Phänologie und Vermehrung

Blüte6 Wo
Ernte6 Wo
MrzAprMaiJunJulAugSepOktNov

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Trockenheit Hitze
Schutz
Mulchen Winterschutz

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Ölweidengewächse(Elaeagnaceae)
Gattung
Ölweiden(Elaeagnus)
Art-Syn.
Wintergrüne Ölweide, Ebbings Ölweide, Ebbings-Ölweide, Elaeagnus × ebbingei