Apfel Boskoop
Malus domestica 'Boskoop'
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Beschreibung
Der Apfel 'Boskoop' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Mit vollem Namen heißt er 'Schöner aus Boskoop'. Entdeckt hat ihn 1856 der niederländische Baumschuler Kornelis Ottolander, und zwar als fruchtenden Trieb an der Unterlage eines anderen Apfelbaums; seit 1863 ist er im Handel und seither eine der festen Größen des europäischen Obstbaus. Er gehört zu den Renetten – jener Gruppe säurebetonter Lagersorten, an deren rauer, oft berosteter Schale man sie erkennt. Eine Eigenheit sollte man kennen: Er ist dreifach chromosomig und taugt nicht als Befruchter. Er braucht selbst einen anderen Apfelbaum in der Nähe, sonst bleibt der Ertrag aus.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißrosa Blüten. Ab Oktober lassen sich die Früchte über 3 Wochen ernten. Sie sind groß und wiegen häufig über 200 Gramm, die Schale ist grünlich gelb mit rotbrauner Deckfarbe und meist rau berostet – ein Apfel, dem man das Alter der Sorte ansieht. Sein Kennzeichen ist die Säure: Der Zuckergehalt ist hoch, wird aber von so viel Säure begleitet, dass sie ihn überdeckt. Genau darin liegt seine Küchentauglichkeit. Als Back- und Bratapfel ist er kaum zu ersetzen, weil er beim Erhitzen nicht zerfällt und seine Säure gegen Zucker und Zimt bestehen kann; ebenso trägt er Apfelmus und Apfelpfannkuchen. Wer säurebetonte Äpfel mag, isst ihn auch roh, dann aber besser nach einigen Wochen Lager. Wichtig ist, ihn nicht zu früh zu pflücken: Baumreif wird er Anfang Oktober, genussreif erst von Ende November an. Bis in den März hinein hält er sich kühl gelagert und wird dabei milder.
Die Apfelblüte im April versorgt Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen mit Nektar und Pollen, wenn das Angebot noch schmal ist. Fallobst im Herbst zieht Amseln, Drosseln und Stare an, dazu Igel und Insekten. Ein alt werdender Apfelbaum entwickelt Höhlen und lose Rinde, in denen Meisen, Gartenrotschwanz und Fledermäuse Quartier beziehen – deshalb sind gerade hochstämmige Obstbäume für die Tierwelt so wertvoll.
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Der Apfel 'Boskoop' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Mit vollem Namen heißt er 'Schöner aus Boskoop'. Entdeckt hat ihn 1856 der niederländische Baumschuler Kornelis Ottolander, und zwar als fruchtenden Trieb an der Unterlage eines anderen Apfelbaums; seit 1863 ist er im Handel und seither eine der festen Größen des europäischen Obstbaus. Er gehört zu den Renetten – jener Gruppe säurebetonter Lagersorten, an deren rauer, oft berosteter Schale man sie erkennt. Eine Eigenheit sollte man kennen: Er ist dreifach chromosomig und taugt nicht als Befruchter. Er braucht selbst einen anderen Apfelbaum in der Nähe, sonst bleibt der Ertrag aus.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißrosa Blüten. Ab Oktober lassen sich die Früchte über 3 Wochen ernten. Sie sind groß und wiegen häufig über 200 Gramm, die Schale ist grünlich gelb mit rotbrauner Deckfarbe und meist rau berostet – ein Apfel, dem man das Alter der Sorte ansieht. Sein Kennzeichen ist die Säure: Der Zuckergehalt ist hoch, wird aber von so viel Säure begleitet, dass sie ihn überdeckt. Genau darin liegt seine Küchentauglichkeit. Als Back- und Bratapfel ist er kaum zu ersetzen, weil er beim Erhitzen nicht zerfällt und seine Säure gegen Zucker und Zimt bestehen kann; ebenso trägt er Apfelmus und Apfelpfannkuchen. Wer säurebetonte Äpfel mag, isst ihn auch roh, dann aber besser nach einigen Wochen Lager. Wichtig ist, ihn nicht zu früh zu pflücken: Baumreif wird er Anfang Oktober, genussreif erst von Ende November an. Bis in den März hinein hält er sich kühl gelagert und wird dabei milder.
Die Apfelblüte im April versorgt Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen mit Nektar und Pollen, wenn das Angebot noch schmal ist. Fallobst im Herbst zieht Amseln, Drosseln und Stare an, dazu Igel und Insekten. Ein alt werdender Apfelbaum entwickelt Höhlen und lose Rinde, in denen Meisen, Gartenrotschwanz und Fledermäuse Quartier beziehen – deshalb sind gerade hochstämmige Obstbäume für die Tierwelt so wertvoll.
Winterhärte
Zone 6: −23,3 bis −17,8 °C
Diese Pflanze ist gut winterhart und hält normale Frostperioden problemlos aus.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Äpfel(Malus)
- Art-Syn.
- Apfel, Apfelbaum, Kultur-Apfel, Filz-Apfel, Garten-Apfel, Kultur-Apfelbaum, Kulturapfel
- Sorten-Syn.
- Schöner aus Boskoop, Boskop, Reinette Monstruese, Reinette Belle de Boskoop

