Gewöhnlicher Schneeball Slodka
Viburnum opulus 'Słodka'
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Beschreibung
Der Gewöhnliche Schneeball 'Slodka' wächst als Strauch auf etwa 3 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche; er ist eine Fruchtauslese unseres heimischen Schneeballs, und sein Name sagt, worauf ausgelesen wurde: Slodka heißt die Süße. Das ergibt nur dort Sinn, wo man die Früchte isst – und das tut man in Russland und der Ukraine seit Generationen. Dort ist der Schneeball ein Fruchtstrauch, dort steht er als nationales Sinnbild, und dort sind aus Wildbeständen Sorten hervorgegangen, deren Geschmack von bitter-sauer über süßlich mit leichter Bitternote bis eben süß reicht. 'Slodka' steht am süßen Ende dieser Reihe. Von der Wildform, die hier an Ufern und in Auen wächst, unterscheidet sie nichts als das: derselbe Strauch, dieselben Blätter, dieselbe Blüte – aber Früchte, die man verarbeiten mag.
Geblüht wird im Mai, 4 Wochen lang, in flachen weißen Dolden mit dem Kranz steriler Schaublüten außen. Von September an hängen die Beeren: kugelig, gut 1 Zentimeter dick, leuchtend scharlachrot; das Erntefenster reicht über 6 Wochen. Wo die Wildform scharf sauer schmeckt und einen bitteren Nachgeschmack behält, tritt bei dieser Sorte die Bitterkeit zurück – die Säure bleibt, und mit ihr die tiefrote Farbe, die den Saft so kenntlich macht. Roh isst man die Beeren auch hier nicht; sie gehören in den Topf. Verarbeitet ergeben sie Saft, Mus, Gelee und Kompott, und in der osteuropäischen Küche belegt man Kuchen damit. Für die russischen Fruchtsorten dieser Art sind Erträge zwischen 3 und 10 Kilogramm je Strauch beschrieben, einzelne tragen mehr. Ein zweiter Schneeball in der Nähe bringt den vollen Ansatz. Was hängen bleibt, hält sich bis in den Winter am Zweig.
Ökologisch ist sie, was die Art ist – und das ist bei einem heimischen Wildgehölz viel: Die flachen Dolden liegen offen; wer keinen langen Rüssel hat, kommt hier an Nektar und Pollen – Fliegen, Käfer, kleine Wildbienen. Im Winter zählen dann die Früchte, die hart und lange hängen und erst spät angenommen werden. Der Unterschied zur Wildform liegt allein beim Menschen: Was hier in den Topf wandert, fehlt am Zweig. Wer die Hälfte der Dolden stehen lässt, hat beides – ein Glas Gelee und einen Strauch, an dem im Februar noch etwas zu holen ist.
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Der Gewöhnliche Schneeball 'Slodka' wächst als Strauch auf etwa 3 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche; er ist eine Fruchtauslese unseres heimischen Schneeballs, und sein Name sagt, worauf ausgelesen wurde: Slodka heißt die Süße. Das ergibt nur dort Sinn, wo man die Früchte isst – und das tut man in Russland und der Ukraine seit Generationen. Dort ist der Schneeball ein Fruchtstrauch, dort steht er als nationales Sinnbild, und dort sind aus Wildbeständen Sorten hervorgegangen, deren Geschmack von bitter-sauer über süßlich mit leichter Bitternote bis eben süß reicht. 'Slodka' steht am süßen Ende dieser Reihe. Von der Wildform, die hier an Ufern und in Auen wächst, unterscheidet sie nichts als das: derselbe Strauch, dieselben Blätter, dieselbe Blüte – aber Früchte, die man verarbeiten mag.
Geblüht wird im Mai, 4 Wochen lang, in flachen weißen Dolden mit dem Kranz steriler Schaublüten außen. Von September an hängen die Beeren: kugelig, gut 1 Zentimeter dick, leuchtend scharlachrot; das Erntefenster reicht über 6 Wochen. Wo die Wildform scharf sauer schmeckt und einen bitteren Nachgeschmack behält, tritt bei dieser Sorte die Bitterkeit zurück – die Säure bleibt, und mit ihr die tiefrote Farbe, die den Saft so kenntlich macht. Roh isst man die Beeren auch hier nicht; sie gehören in den Topf. Verarbeitet ergeben sie Saft, Mus, Gelee und Kompott, und in der osteuropäischen Küche belegt man Kuchen damit. Für die russischen Fruchtsorten dieser Art sind Erträge zwischen 3 und 10 Kilogramm je Strauch beschrieben, einzelne tragen mehr. Ein zweiter Schneeball in der Nähe bringt den vollen Ansatz. Was hängen bleibt, hält sich bis in den Winter am Zweig.
Ökologisch ist sie, was die Art ist – und das ist bei einem heimischen Wildgehölz viel: Die flachen Dolden liegen offen; wer keinen langen Rüssel hat, kommt hier an Nektar und Pollen – Fliegen, Käfer, kleine Wildbienen. Im Winter zählen dann die Früchte, die hart und lange hängen und erst spät angenommen werden. Der Unterschied zur Wildform liegt allein beim Menschen: Was hier in den Topf wandert, fehlt am Zweig. Wer die Hälfte der Dolden stehen lässt, hat beides – ein Glas Gelee und einen Strauch, an dem im Februar noch etwas zu holen ist.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Moschuskrautgewächse(Viburnaceae)
- Gattung
- Schneebälle(Viburnum)
- Art-Syn.
- Gewöhnlicher Schneeball, Gemeiner Schneeball, Wasserholler, Blutbeere, Glasbeere, Herzbeere, Drosselbeerstrauch
- Sorten-Syn.
- Słodka, Slodka

