Sauerkirsche 'Ungarische Traubige'
Prunus cerasus 'Ungarische Traubige'
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Beschreibung
Die Sauerkirsche ’Ungarische Traubige’ wächst als Kleinbaum auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Sie ist ein Zufallssämling aus dem Ortsbestand von Újfehértó im Nordosten Ungarns; ausgelesen hat ihn das Landwirtschaftliche Forschungsinstitut in Nyíregyháza, und seit 1970 steht die Sorte im Handel. In Ungarn nimmt sie heute nach der ’Érdi bőtermő’ den zweiten Platz der Anbaufläche ein, und beide bestimmen zusammen mit einigen Landessorten den Weltmarkt für Tafelsauerkirschen. Ihr Name sagt in jeder Sprache dasselbe und nennt den Herkunftsort dazu: ungarisch ’Újfehértói fürtös’, im polnischen Sortenverzeichnis ’Groniasta z Ujfehertoi’, im deutschen Handel ’Ungarische Traubige’. Sie befruchtet sich selbst – darin sind die Weichseln den Süßkirschen voraus.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißen Blüten, mittelfrüh. Geerntet wird ab Juli über rund 3 Wochen; die Reife liegt mittel bis spät, in der 7. Kirschwoche und damit kurz vor der ’Schattenmorelle’. Die Früchte messen 22 bis 24 Millimeter und wiegen 5 bis 6 Gramm, die Haut ist glänzend dunkelrot, das Fleisch blutrot und mittelfest, der Saft dunkelrot und nur schwach färbend. Vom Stiel lösen sie sich trocken, weshalb sich die Sorte auch maschinell ernten lässt; vom Stein löst sich das Fleisch nur mäßig. Sie trägt viel Zucker und viel Säure zugleich – gemessen wurden 18 bis 21 Prozent lösliche Trockenmasse, bei der ’Schattenmorelle’ knapp 14 –, und das macht sie für den Frischverzehr so brauchbar wie für die Küche. Die Früchte geben Kompott und Konfitüre, Saft, Sirup und Gelee, Likör und Kirschwasser; getrocknet halten sie sich über den Winter. Der Baum ist wenig anfällig für Monilia, Spitzendürre und die Stecklenberger Krankheit, und er verkahlt kaum.
Die Blüte der Sauerkirsche ist eine flache Scheibe mit halb verborgenem Nektar, und sie gibt reichlich davon ab – in einer Zeit, in der das Angebot noch schmal ist. Angeflogen wird sie von Schwebfliegen, Bienen und Faltern. Dem Laub der Art sind 5 Schmetterlingsarten als Raupenfutter zugeordnet, unter ihnen das Abendpfauenauge, der Blaukopf und der Weißdorn-Haarspinner; sie alle fressen auch an anderen Laubhölzern und hängen nicht an der Kirsche allein. Die reifen Früchte nehmen Vögel an, die Stare voran, und sie tragen den Stein mit sich fort: Die Sauerkirsche verbreitet sich über den Darm ihrer Fruchtfresser. Steht sie auf eigener Wurzel, schiebt sie außerdem Wurzelbrut und bildet mit der Zeit eine kleine Gruppe.
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Die Sauerkirsche ’Ungarische Traubige’ wächst als Kleinbaum auf etwa 5 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Sie ist ein Zufallssämling aus dem Ortsbestand von Újfehértó im Nordosten Ungarns; ausgelesen hat ihn das Landwirtschaftliche Forschungsinstitut in Nyíregyháza, und seit 1970 steht die Sorte im Handel. In Ungarn nimmt sie heute nach der ’Érdi bőtermő’ den zweiten Platz der Anbaufläche ein, und beide bestimmen zusammen mit einigen Landessorten den Weltmarkt für Tafelsauerkirschen. Ihr Name sagt in jeder Sprache dasselbe und nennt den Herkunftsort dazu: ungarisch ’Újfehértói fürtös’, im polnischen Sortenverzeichnis ’Groniasta z Ujfehertoi’, im deutschen Handel ’Ungarische Traubige’. Sie befruchtet sich selbst – darin sind die Weichseln den Süßkirschen voraus.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißen Blüten, mittelfrüh. Geerntet wird ab Juli über rund 3 Wochen; die Reife liegt mittel bis spät, in der 7. Kirschwoche und damit kurz vor der ’Schattenmorelle’. Die Früchte messen 22 bis 24 Millimeter und wiegen 5 bis 6 Gramm, die Haut ist glänzend dunkelrot, das Fleisch blutrot und mittelfest, der Saft dunkelrot und nur schwach färbend. Vom Stiel lösen sie sich trocken, weshalb sich die Sorte auch maschinell ernten lässt; vom Stein löst sich das Fleisch nur mäßig. Sie trägt viel Zucker und viel Säure zugleich – gemessen wurden 18 bis 21 Prozent lösliche Trockenmasse, bei der ’Schattenmorelle’ knapp 14 –, und das macht sie für den Frischverzehr so brauchbar wie für die Küche. Die Früchte geben Kompott und Konfitüre, Saft, Sirup und Gelee, Likör und Kirschwasser; getrocknet halten sie sich über den Winter. Der Baum ist wenig anfällig für Monilia, Spitzendürre und die Stecklenberger Krankheit, und er verkahlt kaum.
Die Blüte der Sauerkirsche ist eine flache Scheibe mit halb verborgenem Nektar, und sie gibt reichlich davon ab – in einer Zeit, in der das Angebot noch schmal ist. Angeflogen wird sie von Schwebfliegen, Bienen und Faltern. Dem Laub der Art sind 5 Schmetterlingsarten als Raupenfutter zugeordnet, unter ihnen das Abendpfauenauge, der Blaukopf und der Weißdorn-Haarspinner; sie alle fressen auch an anderen Laubhölzern und hängen nicht an der Kirsche allein. Die reifen Früchte nehmen Vögel an, die Stare voran, und sie tragen den Stein mit sich fort: Die Sauerkirsche verbreitet sich über den Darm ihrer Fruchtfresser. Steht sie auf eigener Wurzel, schiebt sie außerdem Wurzelbrut und bildet mit der Zeit eine kleine Gruppe.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Sauerkirsche, Sauerkirschenbaum, Weichsel, Weichselkirsche
- Sorten-Syn.
- Újfehértoi fürtös

