Kirschpflaume Anatolia
Prunus cerasifera 'Anatolia'
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Beschreibung
Die Kirschpflaume ’Anatolia’ wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Zu Hause ist die Art in Kleinasien und den Ländern östlich davon – dorther hat die Sorte auch ihren Namen: Anatolien. 1926 wurde sie aus türkischen Wildformen ausgelesen und ab 1955 in Deutschland verkauft, als reichtragende Sorte mit hohem Geschmackswert. Im Handel ist sie heute kaum noch zu finden. Ihre Früchte sind das Argument: Sie messen quer über 40 Millimeter, wo die Kirschpflaume sonst 18 bis 30 Millimeter erreicht und nur ausgelesene Formen an 50 herankommen. Der Saft ist blutrot und kräftig im Aroma, der Stein bleibt für diese Größe klein. Allein bleibt sie ohne Frucht – eine zweite Kirschpflaume in der Nähe genügt, auch eine Schlehe.
Ab Ende März öffnen sich die Blüten, strahlend weiß und auffallend groß, noch vor dem ersten Blatt; etwa 3 Wochen hält der Flor. Geerntet wird ab Ende August, und die Reife zieht sich bis in den September – unter den Kirschpflaumen, die von Anfang Juli bis Anfang Oktober reichen, liegt ’Anatolia’ damit im letzten Drittel. Die Früchte sind rundlich und quer etwas breiter als lang, dunkel rotviolett und leicht bereift; den Namen Kirschpflaume tragen die rotfrüchtigen Formen nach der Ähnlichkeit mit Kirschen. Das Fleisch ist sehr süß und saftig. Frisch vom Baum schmeckt sie am besten; wegen der Farbe lohnt vor allem der Saft, dazu Gelee, Kompott und Likör. In der Türkei werden Kirschpflaumen auch grün gegessen: unreife Früchte mit einer Prise Salz. Und eine Rolle spielt die Art, die man am Baum nicht sieht – vegetativ vermehrte Kirschpflaumen dienen in vielen Ländern als Unterlage für Pflaumen und Zwetschen, weil sie scharkafrei sind.
Die Blüte ist das, was die Pflanze dem Garten zuerst gibt: groß, strahlend weiß und vor dem Laub. Für Bienenvölker liegt sie in der Zeit, in der das Brutgeschäft anläuft – was Ende März hereinkommt, geht nicht in den Honig, sondern in die ersten Jungbienen; Imker rechnen die Kirschpflaume deshalb zu den Zwischentrachten vor der Kirschblüte. Nektar gibt sie reichlich, und an den Blüten sammeln außer Bienen auch Schwebfliegen und Falter. Später tragen die Früchte: Was Ende August und im September nicht geerntet wird, nehmen Vögel.
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Die Kirschpflaume ’Anatolia’ wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Zu Hause ist die Art in Kleinasien und den Ländern östlich davon – dorther hat die Sorte auch ihren Namen: Anatolien. 1926 wurde sie aus türkischen Wildformen ausgelesen und ab 1955 in Deutschland verkauft, als reichtragende Sorte mit hohem Geschmackswert. Im Handel ist sie heute kaum noch zu finden. Ihre Früchte sind das Argument: Sie messen quer über 40 Millimeter, wo die Kirschpflaume sonst 18 bis 30 Millimeter erreicht und nur ausgelesene Formen an 50 herankommen. Der Saft ist blutrot und kräftig im Aroma, der Stein bleibt für diese Größe klein. Allein bleibt sie ohne Frucht – eine zweite Kirschpflaume in der Nähe genügt, auch eine Schlehe.
Ab Ende März öffnen sich die Blüten, strahlend weiß und auffallend groß, noch vor dem ersten Blatt; etwa 3 Wochen hält der Flor. Geerntet wird ab Ende August, und die Reife zieht sich bis in den September – unter den Kirschpflaumen, die von Anfang Juli bis Anfang Oktober reichen, liegt ’Anatolia’ damit im letzten Drittel. Die Früchte sind rundlich und quer etwas breiter als lang, dunkel rotviolett und leicht bereift; den Namen Kirschpflaume tragen die rotfrüchtigen Formen nach der Ähnlichkeit mit Kirschen. Das Fleisch ist sehr süß und saftig. Frisch vom Baum schmeckt sie am besten; wegen der Farbe lohnt vor allem der Saft, dazu Gelee, Kompott und Likör. In der Türkei werden Kirschpflaumen auch grün gegessen: unreife Früchte mit einer Prise Salz. Und eine Rolle spielt die Art, die man am Baum nicht sieht – vegetativ vermehrte Kirschpflaumen dienen in vielen Ländern als Unterlage für Pflaumen und Zwetschen, weil sie scharkafrei sind.
Die Blüte ist das, was die Pflanze dem Garten zuerst gibt: groß, strahlend weiß und vor dem Laub. Für Bienenvölker liegt sie in der Zeit, in der das Brutgeschäft anläuft – was Ende März hereinkommt, geht nicht in den Honig, sondern in die ersten Jungbienen; Imker rechnen die Kirschpflaume deshalb zu den Zwischentrachten vor der Kirschblüte. Nektar gibt sie reichlich, und an den Blüten sammeln außer Bienen auch Schwebfliegen und Falter. Später tragen die Früchte: Was Ende August und im September nicht geerntet wird, nehmen Vögel.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Kirschpflaume, Kirschpflaumenbaum, Myrobalane, Türkische Pflaume, Blutpflaume, Blut-Kirschpflaume, Kirsch-Pflaume, Kriachlbaum

