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Beschreibung
Die Elsbeere wächst als Großbaum auf etwa 20 Meter heran und braucht rund 12 Meter Standfläche. Ihr Areal hat seinen Schwerpunkt südlich der Alpen und reicht von Nordafrika bis nach England, ostwärts bis in den Kaukasus und den Nordiran. Nördlich davon wird sie selten: In Brandenburg führt die Rote Liste sie als stark gefährdet. Den Namen Elsbeere hat als Erster Martin Luther gebraucht, und ihre Früchte kannte er auch – 1526 bat er einen Freund in einem Brief, seiner Frau welche aus Eisleben mitzubringen. Berühmt wurde der Baum dann durch sein Holz: Auf der Pariser Weltausstellung 1900 erklärte man es zum schönsten Holz der Welt, und Spitzenstämme erzielten später höhere Preise als jede andere Holzart unserer Wälder. 2011 war die Elsbeere Baum des Jahres.
Sie blüht im Mai und Juni, weiß, in lockeren Dolden an den Spitzen der jungen Triebe. Aus Samen gezogen, lässt sie sich damit Zeit: Frei stehende Elsbeeren blühen zum ersten Mal mit 20 bis 25 Jahren. Die Früchte reifen im September und Oktober. Sie werden 1 bis knapp 2 Zentimeter lang, etwa kirschgroß und birnenförmig, und färben sich von einem rötlichen Gelb zu Lederbraun mit hellen Punkten. Frisch gepflückt sind sie hart, mehlig und herb; teigig und süßsauer werden sie erst nach Frost oder nach etwa einer Woche Lager, im Geschmack dann einer Mispel nicht unähnlich. Gepflückt wird nach dem ersten Frost, aber ehe sie am Baum überreif sind, denn dann holen sie sich die Vögel – und zwar von Hand, weil die harten Früchte beim Schütteln nicht fallen. Im westlichen Wienerwald, wo Bauern vor rund 200 Jahren Elsbeeren einzeln in Wiesen und an Feldraine setzten, hält man die Bäume deshalb auf 12 bis 13 Meter, damit die Leiter noch hinaufreicht. Dort entsteht aus ihnen der Adlitzbeerbrand, einer der teuersten Obstbrände: 100 Liter Maische ergeben im Schnitt 2 Liter. In der Küche gibt die Elsbeere ein Mus, dem die Samen ein feines Mandelaroma mitgeben, mit säurearmen Früchten gemischt auch Marmelade und Gelee; getrocknet ist sie Naschobst oder Früchtetee.
Im Herbst färbt sich das gelappte Laub orangerot, gelb oder lederbraun; ihr leuchtendes Herbstkleid hat ihr den alten Beinamen „Schöne Else“ eingetragen. Ihre Blüten geben Nektar und Pollen in Fülle ab, entsprechend gemischt ist der Besuch: Bienen und andere Hautflügler, Schwebfliegen und andere Fliegen, Falter und Käfer. Für 2 winzige Minierfalter ist sie die einzige Futterpflanze. Die Früchte, die im Herbst hängen bleiben, fressen Vögel, am Boden auch Fuchs und Marder, und tragen die Samen dabei oft weit fort.
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Die Elsbeere wächst als Großbaum auf etwa 20 Meter heran und braucht rund 12 Meter Standfläche. Ihr Areal hat seinen Schwerpunkt südlich der Alpen und reicht von Nordafrika bis nach England, ostwärts bis in den Kaukasus und den Nordiran. Nördlich davon wird sie selten: In Brandenburg führt die Rote Liste sie als stark gefährdet. Den Namen Elsbeere hat als Erster Martin Luther gebraucht, und ihre Früchte kannte er auch – 1526 bat er einen Freund in einem Brief, seiner Frau welche aus Eisleben mitzubringen. Berühmt wurde der Baum dann durch sein Holz: Auf der Pariser Weltausstellung 1900 erklärte man es zum schönsten Holz der Welt, und Spitzenstämme erzielten später höhere Preise als jede andere Holzart unserer Wälder. 2011 war die Elsbeere Baum des Jahres.
Sie blüht im Mai und Juni, weiß, in lockeren Dolden an den Spitzen der jungen Triebe. Aus Samen gezogen, lässt sie sich damit Zeit: Frei stehende Elsbeeren blühen zum ersten Mal mit 20 bis 25 Jahren. Die Früchte reifen im September und Oktober. Sie werden 1 bis knapp 2 Zentimeter lang, etwa kirschgroß und birnenförmig, und färben sich von einem rötlichen Gelb zu Lederbraun mit hellen Punkten. Frisch gepflückt sind sie hart, mehlig und herb; teigig und süßsauer werden sie erst nach Frost oder nach etwa einer Woche Lager, im Geschmack dann einer Mispel nicht unähnlich. Gepflückt wird nach dem ersten Frost, aber ehe sie am Baum überreif sind, denn dann holen sie sich die Vögel – und zwar von Hand, weil die harten Früchte beim Schütteln nicht fallen. Im westlichen Wienerwald, wo Bauern vor rund 200 Jahren Elsbeeren einzeln in Wiesen und an Feldraine setzten, hält man die Bäume deshalb auf 12 bis 13 Meter, damit die Leiter noch hinaufreicht. Dort entsteht aus ihnen der Adlitzbeerbrand, einer der teuersten Obstbrände: 100 Liter Maische ergeben im Schnitt 2 Liter. In der Küche gibt die Elsbeere ein Mus, dem die Samen ein feines Mandelaroma mitgeben, mit säurearmen Früchten gemischt auch Marmelade und Gelee; getrocknet ist sie Naschobst oder Früchtetee.
Im Herbst färbt sich das gelappte Laub orangerot, gelb oder lederbraun; ihr leuchtendes Herbstkleid hat ihr den alten Beinamen „Schöne Else“ eingetragen. Ihre Blüten geben Nektar und Pollen in Fülle ab, entsprechend gemischt ist der Besuch: Bienen und andere Hautflügler, Schwebfliegen und andere Fliegen, Falter und Käfer. Für 2 winzige Minierfalter ist sie die einzige Futterpflanze. Die Früchte, die im Herbst hängen bleiben, fressen Vögel, am Boden auch Fuchs und Marder, und tragen die Samen dabei oft weit fort.
Winterhärte
Zone 6: −23,3 bis −17,8 °C
Diese Pflanze ist gut winterhart und hält normale Frostperioden problemlos aus.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mehlbeeren(Sorbus)
- Art-Syn.
- Wilde Elsbeere, Ruhrbirne, Schweizer Birnbaum, Elsbeerbaum, Elsebeere

