Butipflaume
Prunus domestica 'Buti'
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Beschreibung
Die Butipflaume wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Sie ist eine Hauspflaume, und diese Art ist selbst erst in der Kultur entstanden – vermutlich aus Kirschpflaume und Schlehe; ihr Vielfaltszentrum liegt im nordwestlichen Balkan, einem der pflaumenreichsten Räume Europas. Was sie unter den Steinobstarten heraushebt, ist der Blühtermin: Sie öffnet erst im April, und Spätfröste treffen sie weniger hart als Aprikose, Pfirsich und Mandel. Für Früchte braucht sie eine zweite Pflaume in der Nähe.
Im April öffnen sich über etwa 3 Wochen die Blüten, grünlich weiß und knapp 2 Zentimeter breit, in kleinen Büscheln beieinander; das Laub kommt gleichzeitig oder kurz danach. Ab August lassen sich die Früchte über rund 4 Wochen ernten. Im Umriss sind die Früchte der Hauspflaume eiförmig bis länglich und werden 4 bis 7,5 Zentimeter groß – für eine Pflaume stattlich –, das Fleisch süß und saftig – frisch vom Baum braucht das keine Zutat. Womit die Hauspflaume aber Geschichte geschrieben hat, ist die Vorratshaltung. In Slowenien heißen die geschälten, getrockneten Früchte ‚prunele‘; die Technik sollen französische Deserteure der napoleonischen Armee zu Beginn des 19. Jahrhunderts mitgebracht haben, und über Generationen war das Dörren dort eine Einnahmequelle der bäuerlichen Haushalte, beim Trocknen vor allem der Frauen. Gebrannt wird aus Hauspflaumen der Šljivovica, den die UNESCO 2022 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt hat. Beides geht im Garten noch heute: Zum Trocknen werden die Früchte entsteint und halbiert, und wer sie lieber einfriert, legt sie unmittelbar vom Baum ins Fach – ohne Blanchieren und ohne Vorkochen.
Was die Blüte den Insekten bietet, ist reichlich Nektar; er sitzt im Zentrum einer flachen Scheibe, halb verdeckt, und daran kommen Bienen ebenso wie Schwebfliegen und Falter. Damit ist es im April allerdings nicht getan: Wie alle Pflaumenverwandten trägt die Hauspflaume am oberen Ende des Blattstiels kleine Nektardrüsen, und die sitzen am Laub – sie geben noch etwas her, wenn die Blütezeit lange vorbei ist. Was im Spätsommer an Früchten hängen bleibt, ist Vogelnahrung.
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Die Butipflaume wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 4 Meter Standfläche. Sie ist eine Hauspflaume, und diese Art ist selbst erst in der Kultur entstanden – vermutlich aus Kirschpflaume und Schlehe; ihr Vielfaltszentrum liegt im nordwestlichen Balkan, einem der pflaumenreichsten Räume Europas. Was sie unter den Steinobstarten heraushebt, ist der Blühtermin: Sie öffnet erst im April, und Spätfröste treffen sie weniger hart als Aprikose, Pfirsich und Mandel. Für Früchte braucht sie eine zweite Pflaume in der Nähe.
Im April öffnen sich über etwa 3 Wochen die Blüten, grünlich weiß und knapp 2 Zentimeter breit, in kleinen Büscheln beieinander; das Laub kommt gleichzeitig oder kurz danach. Ab August lassen sich die Früchte über rund 4 Wochen ernten. Im Umriss sind die Früchte der Hauspflaume eiförmig bis länglich und werden 4 bis 7,5 Zentimeter groß – für eine Pflaume stattlich –, das Fleisch süß und saftig – frisch vom Baum braucht das keine Zutat. Womit die Hauspflaume aber Geschichte geschrieben hat, ist die Vorratshaltung. In Slowenien heißen die geschälten, getrockneten Früchte ‚prunele‘; die Technik sollen französische Deserteure der napoleonischen Armee zu Beginn des 19. Jahrhunderts mitgebracht haben, und über Generationen war das Dörren dort eine Einnahmequelle der bäuerlichen Haushalte, beim Trocknen vor allem der Frauen. Gebrannt wird aus Hauspflaumen der Šljivovica, den die UNESCO 2022 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt hat. Beides geht im Garten noch heute: Zum Trocknen werden die Früchte entsteint und halbiert, und wer sie lieber einfriert, legt sie unmittelbar vom Baum ins Fach – ohne Blanchieren und ohne Vorkochen.
Was die Blüte den Insekten bietet, ist reichlich Nektar; er sitzt im Zentrum einer flachen Scheibe, halb verdeckt, und daran kommen Bienen ebenso wie Schwebfliegen und Falter. Damit ist es im April allerdings nicht getan: Wie alle Pflaumenverwandten trägt die Hauspflaume am oberen Ende des Blattstiels kleine Nektardrüsen, und die sitzen am Laub – sie geben noch etwas her, wenn die Blütezeit lange vorbei ist. Was im Spätsommer an Früchten hängen bleibt, ist Vogelnahrung.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Pflaume, Zwetschge, Zwetschke, Zwetsche, Quetsche, Kulturpflaume, Eigentliche Krieche, Haferpflaume, Kriechenpflaume, Kultur-Pflaume, Mirabelle, Pflaumenbaum, Reineclaude, Reneklode, Rundpflaumen, Zwetschgenbaum

