Mispel Szenteser Rose — Mespilus germanica 'Szenteser Rose'
Mispel Szenteser Rose — Mespilus germanica 'Szenteser Rose'

Mispel Szenteser Rose

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Mespilus germanica 'Szenteser Rose'

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Beschreibung

Die Mispel 'Szenteser Rose' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Die Wildform der Art hat ihre Heimat zwischen Südosteuropa und dem Kaspischen Meer; diese Sorte dagegen ist ungarisch – eine Landsorte aus der Gegend von Szentes und in den Komitaten Csongrád und Békés die häufigste Mispel überhaupt. Der Pomologe Brózik fand sie gleich zweimal, bei Szentes und bei Pomáz; das Exemplar aus Szentes wurde eingetragen, und der Baumschuler Zatykó Sándor verbreitete sie von dort aus. Was sie unter den ungarischen Mispeln heraushebt, ist ihr Zeitplan: Sie treibt später aus als jede andere im Land und reift trotzdem vor allen anderen. Früh kommt sie auch in den Ertrag. Und der Geschmack, auf den es dabei ankommt, ist hervorragend. Ihr ungarischer Name 'Szentesi rózsavirágú' heißt übersetzt „die Rosenblütige aus Szentes" – daher die Rose in unserem Namen.

Im Mai blüht sie gestaffelt: Die mittelgroßen, schneeweißen Blüten mit ihren blasig gewellten Blütenblättern öffnen sich nacheinander, sodass sich die Blütezeit über rund 3 Wochen zieht. So spät im Frühjahr sind die Spätfröste vorbei, und eine zweite Pflanze braucht es nicht – 'Szenteser Rose' befruchtet sich selbst und trägt regelmäßig und reich. Die Früchte messen 40 bis 45 Millimeter und wiegen 20 bis 30 Gramm. Schale und Fleisch sind die hellsten unter den ungarischen Mispeln: eine dünne, fein filzige Haut in Graubraun bis Gelbbraun über hellbraunem Fleisch. Gepflückt wird von Ende Oktober an über etwa 2 Wochen, und die Frucht kommt dabei hart vom Baum. Sie reift kühl und nicht zu trocken nach, und nach 2 bis 4 Wochen ist die Teigreife erreicht; Frost ist dafür nicht nötig. Das weiße, harte Fleisch wird dann hellbraun und nimmt die Beschaffenheit einer Marmelade an – angenehm säuerlich mit einem süßen Zug, und die Kerne darin bleiben auffallend klein. So gelagert reicht die Ernte bis Weihnachten. Jetzt ist sie roh zu essen, und in ihrer Heimat hat man von jeher das Vielfältigste aus ihr gemacht: Marmelade vor allem, und einen festen Fruchtkäse nach Art des Quittenkäses.

Die Blüte zieht sich im Mai über Wochen hin, und sie liefert beides – Nektar wie Pollen. Für die Insekten, die im Spätfrühling unterwegs sind, ist das eine Tracht, die nicht nach wenigen Tagen abreißt. Krankheiten und Schadinsekten setzen dieser Sorte kaum zu; sie ist ein Obstbaum, der ohne Pflanzenschutz auskommt. Die Früchte hängen bis in den Winter, und Vögel gehen daran – verlässlich allerdings nicht: Es gibt Mispeln, an denen die Frucht einen ganzen Winter lang unberührt hängen bleibt.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
5

Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Kleinbaum
Höhe
6.0 m
Breite
5.0 m
Wurzelsystem
Tiefwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Hecke
Bodenart
Sand, Lehm, durchlässig auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz

Verwendung

Früchte Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Schattenspender Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte2 Wo
AprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Krankheiten Winterfrost Trockenheit Hitze Schädlinge
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rosengewächse(Rosaceae)
Gattung
Mispeln(Mespilus)
Art-Syn.
Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelbaum, Asperl, Aschperln, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen, Hundsärsch, Hirschbeerle
Sorten-Syn.
Szentesi rózsa, Szentesi rózsavirágú