Mispel Nottingham — Mespilus germanica 'Nottingham'
Mispel Nottingham — Mespilus germanica 'Nottingham'

Mispel Nottingham

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Mespilus germanica 'Nottingham'

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Beschreibung

Die Mispel 'Nottingham' wächst als Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Die Wildform der Art ist zwischen Kaukasus, Nordiran, Kleinasien und Griechenland zu Hause; nach Mitteleuropa kam sie mit den Römern, und Karl der Große ließ sie in seinem Einzugsbereich pflanzen. 'Nottingham' ist vermutlich die älteste Mispelsorte, die heute noch im Handel steht: Schon 1838 war sie in England die gewöhnliche Mispel schlechthin, und man hielt sie dort für die einzige, die sich der Früchte wegen überhaupt zu pflanzen lohne. Groß sind diese Früchte nicht – holländische Sorten bringen doppelt so breite hervor. Ausgelesen wurde 'Nottingham' auf den Geschmack, und darin steht sie bis heute an der Spitze der Gattung; in den Baumschulen ist sie deshalb die verbreitetste Mispel geblieben. Die Royal Horticultural Society hat ihr den Award of Garden Merit zuerkannt.

Geblüht wird im Mai, rund 3 Wochen lang: weiß, flach schalenförmig, 4 bis 5 Zentimeter im Durchmesser, einzeln am Ende der Triebe statt in Büscheln. Weil sie so spät kommen, sind die Spätfröste zu dieser Zeit vorbei; 'Nottingham' trägt deshalb regelmäßig und schwer, und eine einzelne Pflanze genügt, denn die Blüten setzen auch ohne Partner an. Die Früchte messen 3 bis 4 Zentimeter, sind gelbbraun mit rostfarbenem Überzug und behalten die langen Kelchzipfel wie eine Krone bis zuletzt. Vom November an wird über etwa 2 Wochen gepflückt, und zwar steinhart, so wie die Früchte am Zweig hängen. Dass es dafür erst Frost brauche, ist ein zählebiger Irrtum: Die Früchte lagern kühl und nicht zu trocken – bei trockener Luft schrumpeln sie –, und nach etwa 3 Wochen sind sie teigreif. Das feste, cremefarbene Fleisch wird dann braun, weich und süß-säuerlich; 'Nottingham' ist dabei kernarm, und die harten Steine bleiben liegen. So teigreif hält sich die Frucht noch mehrere Wochen. Jetzt ist sie roh zu essen, und sie gibt Marmelade, Gelee, Saft und Likör; dünn aufgestrichenes Mispelmus trocknet zu Fruchtleder.

Was diese Blüte hergibt, ist Nektar und Pollen zugleich – eine gute Bienenweide, und die Royal Horticultural Society führt 'Nottingham' auf ihrer Liste der Pflanzen für Bestäuber. Krankheiten und Schadinsekten machen der Mispel kaum zu schaffen – sie ist ein Obstgehölz, an dem ein Spritzmittel nichts zu suchen hat, und sie kann 70 Jahre alt werden. Weich werden die Früchte erst am Boden, im Spätherbst – und was dort liegen bleibt, ist Vogelfutter.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
5

Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Kleinbaum
Höhe
6.0 m
Breite
5.0 m
Wurzelsystem
Tiefwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Hecke
Bodenart
Sand, Lehm, durchlässig auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
kalkhaltig

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz

Verwendung

Früchte Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Schattenspender Herbstfärber

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte2 Wo
AprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Krankheiten Winterfrost Trockenheit Hitze Schädlinge
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rosengewächse(Rosaceae)
Gattung
Mispeln(Mespilus)
Art-Syn.
Echte Mispel, Gemeine Mispel, Deutsche Mispel, Mispelbaum, Asperl, Aschperln, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen, Hundsärsch, Hirschbeerle
Sorten-Syn.
Großfrüchtige von Nottingham, Frühe Englische, Common, Скороплодная