Blutjohannisbeere Koja
Ribes sanguineum 'Koja'
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Beschreibung
Die Blutjohannisbeere 'Koja' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche. Sie ist eine Auslese der Blutjohannisbeere, die im Westen Nordamerikas zu Hause ist – von Britisch-Kolumbien bis ins nördliche Kalifornien. Dort fand der schottische Pflanzensammler David Douglas sie 1825 am Columbia und schickte Saatgut nach England; 1826 gelangte die Art nach Europa, 1828 blühten die ersten Pflanzen. Ihren Namen hat sie von der Blüte und nicht von der Frucht: Das Artwort sanguineum heißt blutrot. Der Strauch wächst aufrecht und dicht verzweigt, die Blätter sind rundlich und 3- bis 5-lappig; zerreibt man sie, riechen sie deutlich nach Schwarzer Johannisbeere. Die Royal Horticultural Society hat 'Koja' ihren Award of Garden Merit zuerkannt – eine Auszeichnung für bewährte Gartensorten.
Die Blüte ist der Grund, aus dem dieser Strauch gepflanzt wird. Im April und Mai hängen bis zu 8 Zentimeter lange Trauben an den Zweigen, mit je 10 bis 20 Blüten, dunkelrosa bis rot – und zwar bevor das Laub sie verdeckt. Was dabei wie ein Blütenblatt aussieht, sind die 5 bis 7 Millimeter langen Kelchblätter; die Krone selbst bleibt kleiner und ist kaum zu sehen. Im Juli und August folgen Beeren von 7 bis 9 Millimetern, schwarz und blau bereift; nach diesem Bild läuft die Art im Handel gelegentlich auch als Blaue Johannisbeere. Essbar sind sie – roh, als Kuchenbelag oder zu Marmelade verkocht. Der Geschmack ist allerdings der schwächste Punkt der Pflanze: dünn, säuerlich und ohne das Aroma einer Gartenjohannisbeere. Wer Ertrag will, pflanzt eine Kultursorte daneben; 'Koja' steht wegen der Blüte da, die Beeren sind eine Zugabe.
Ökologisch zählt an diesem Strauch der Zeitpunkt. Die Trauben öffnen sich im April, wenn außer Weide und Schlehe noch wenig blüht, und geben dann Nektar und Pollen ab – das ist die Lücke, die ein Frühblüher füllt. Überschätzen sollte man den Ertrag nicht: Für die Art sind 8 Wildbienenarten belegt, und Nektar- wie Pollenwert werden beide nur als mittel eingestuft. Sie taugt als Glied einer Blühfolge, nicht als deren Rückgrat. Die Beeren hängen bis in den Spätsommer und gehen dann an Vögel – im August, wenn im Garten sonst wenig reif ist.
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Die Blutjohannisbeere 'Koja' wächst als Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1 Meter Standfläche. Sie ist eine Auslese der Blutjohannisbeere, die im Westen Nordamerikas zu Hause ist – von Britisch-Kolumbien bis ins nördliche Kalifornien. Dort fand der schottische Pflanzensammler David Douglas sie 1825 am Columbia und schickte Saatgut nach England; 1826 gelangte die Art nach Europa, 1828 blühten die ersten Pflanzen. Ihren Namen hat sie von der Blüte und nicht von der Frucht: Das Artwort sanguineum heißt blutrot. Der Strauch wächst aufrecht und dicht verzweigt, die Blätter sind rundlich und 3- bis 5-lappig; zerreibt man sie, riechen sie deutlich nach Schwarzer Johannisbeere. Die Royal Horticultural Society hat 'Koja' ihren Award of Garden Merit zuerkannt – eine Auszeichnung für bewährte Gartensorten.
Die Blüte ist der Grund, aus dem dieser Strauch gepflanzt wird. Im April und Mai hängen bis zu 8 Zentimeter lange Trauben an den Zweigen, mit je 10 bis 20 Blüten, dunkelrosa bis rot – und zwar bevor das Laub sie verdeckt. Was dabei wie ein Blütenblatt aussieht, sind die 5 bis 7 Millimeter langen Kelchblätter; die Krone selbst bleibt kleiner und ist kaum zu sehen. Im Juli und August folgen Beeren von 7 bis 9 Millimetern, schwarz und blau bereift; nach diesem Bild läuft die Art im Handel gelegentlich auch als Blaue Johannisbeere. Essbar sind sie – roh, als Kuchenbelag oder zu Marmelade verkocht. Der Geschmack ist allerdings der schwächste Punkt der Pflanze: dünn, säuerlich und ohne das Aroma einer Gartenjohannisbeere. Wer Ertrag will, pflanzt eine Kultursorte daneben; 'Koja' steht wegen der Blüte da, die Beeren sind eine Zugabe.
Ökologisch zählt an diesem Strauch der Zeitpunkt. Die Trauben öffnen sich im April, wenn außer Weide und Schlehe noch wenig blüht, und geben dann Nektar und Pollen ab – das ist die Lücke, die ein Frühblüher füllt. Überschätzen sollte man den Ertrag nicht: Für die Art sind 8 Wildbienenarten belegt, und Nektar- wie Pollenwert werden beide nur als mittel eingestuft. Sie taugt als Glied einer Blühfolge, nicht als deren Rückgrat. Die Beeren hängen bis in den Spätsommer und gehen dann an Vögel – im August, wenn im Garten sonst wenig reif ist.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Blut-Johannisbeere

