Ellwanger-Weißdorn — Crataegus coccinea var. ellwangeriana
Ellwanger-Weißdorn — Crataegus coccinea var. ellwangeriana
Ellwanger-Weißdorn — Crataegus coccinea var. ellwangeriana
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Ellwanger-Weißdorn

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Crataegus coccinea var. ellwangeriana

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Beschreibung

Der Ellwanger-Weißdorn wächst als Großstrauch oder Kleinbaum auf etwa 6 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche – rundköpfig, oft mehrstämmig, mit wenigen, dafür langen und kräftigen Dornen. Sein Ursprungsbaum stand nicht in der Wildnis, sondern in der Baumschule Ellwanger und Barry in Rochester im Staat New York, und von dort hat er seinen Namen. Unter diesem kam er 1901 in den Handel; gezogen wurde er schon vorher, nur lief er da als Scharlach-Weißdorn mit. Ein Jahr darauf beschrieb ihn Charles Sprague Sargent, und 1922 zeichnete ihn die Royal Horticultural Society mit einem Award of Merit aus, den sie für Pflanzen von besonderer Güte vergibt. Vom Scharlach-Weißdorn trennt ihn eine weiche Behaarung an Blütenstand, Blattstielen und Blattunterseiten; daher sein zweiter Name Weichhaariger Weißdorn. Vermutlich ist er aus einer Kreuzung hervorgegangen.

Im Mai öffnen sich über 3 Wochen die weißen Blüten. 6 bis 8 Wochen später beginnt die Reife: Ab September fallen die Früchte über etwa 3 Wochen – und zwar buchstäblich, denn sie lösen sich kurz vor der Vollreife vom Zweig. Wer sie ernten will, breitet deshalb rechtzeitig ein Tuch aus und lässt das Aufgelesene ein paar Tage nachziehen; wer wartet, bis sie am Baum vollreif aussehen, findet sie im Gras. Sie sind leuchtend rot, etwa 2 Zentimeter dick und ausgesprochen saftig, säuerlich und süß zugleich, mit einem Zug ins Apfelartige – sie gehören zu den Weißdornfrüchten, die roh am meisten hergeben, und der Baum trägt reich. Die Kerne sitzen als Klumpen in der Mitte und kleben aneinander, sodass sich die Frucht wie eine Kirsche ums Kerngehäuse herum essen lässt. Im Kühlschrank hält sie nur wenige Tage; verarbeitet wird also zügig, zu Kuchen, Gelee, Fruchtleder oder Wein, und für den Vorrat getrocknet. Zum Entkernen kocht man die Früchte weich und streicht sie durch ein Sieb. Auch die Blüten lassen sich trocknen und als Tee aufgießen.

Die Blütenschirme stehen im Mai weit offen; Nektar und Pollen liegen frei und sind auch für kurzrüsselige Insekten mühelos zu erreichen. Bestäubt wird er von Wild- und Honigbienen und daneben von Mücken. Auf Nachbarschaft ist er dabei nicht angewiesen – der eigene Pollen genügt ihm. Die Früchte sind weich, saftig und fallen früh, und was am Boden liegt, holen sich Vögel und Kleinsäuger. Weißdorne, deren harte Früchte bis in den Winter am Zweig hängen, geben Mensch und Tier am wenigsten; dieser gehört nicht zu ihnen.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Großstrauch, Kleinbaum
Höhe
6.0 m
Breite
6.0 m
Wurzelsystem
Tiefwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Insektenmagnet Vogelnährgehölz

Verwendung

Beeren Blüten Direktverzehr Verarbeitung Tee- oder Gewürzpflanze

Besonderheiten

Herbstfärber Sichtschutz

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte3 Wo
AprMaiJunJulAugSepOkt

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost Spätfrost Trockenheit
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rosengewächse(Rosaceae)
Gattung
Weißdorne(Crataegus)
Art-Syn.
Weichhaariger Weißdorn