Vielblütige Ölweide — Elaeagnus multiflora

Vielblütige Ölweide

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Elaeagnus multiflora

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Beschreibung

Die Vielblütige Ölweide wächst als sommergrüner Strauch auf etwa 3 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche. Sie stammt aus Ostasien: Ihr Verbreitungsgebiet zieht sich von China über Korea bis nach Japan, und dort zählt sie seit Langem zum Obst – ihr japanischer Name natsugumi heißt Sommer-Gumi. Auffällig ist die Beschuppung: Blattunterseiten und junge Triebe sind mit winzigen Schülferschuppen bedeckt, silbrig die einen, rotbraun die anderen, während die Blattoberseite dunkelgrün bleibt. Nach Europa kam sie um 1862 als Ziergehölz; von den Früchten war dabei keine Rede. Auch die Baumschule, die sie 1889 nach Nordamerika brachte, warb allein mit dem scharlachroten Fruchtschmuck. Erst gegen Ende der 1980er Jahre nahmen dort Versandbaumschulen Sorten ins Programm, die auf Fruchtgröße und Geschmack ausgelesen waren; die bekanntesten stammen aus dem Botanischen Garten Hryschko in Kiew.

Im Mai öffnen sich die weißen, beim Verblühen ins Gelbliche wechselnden Blüten; die Blütezeit hält rund 3 Wochen an. Sie sitzen einzeln oder zu zweit in den Blattachseln, sind gut 1 Zentimeter lang und duften so kräftig, dass man den Strauch von Weitem riecht. Ab Mitte Juli hängen die Früchte an auffällig langen, dünnen Stielen unter den Zweigen: längliche Steinfrüchte von etwa 1,5 Zentimetern, scharlachrot und über und über mit winzigen silbrigen Schüppchen gesprenkelt. Sie reifen nicht auf einmal, die Ernte zieht sich über rund 5 Wochen. Vollreif sind sie saftig und herb-säuerlich und erinnern im Geschmack an Sauerkirsche; wer zu früh pflückt, hat eine zusammenziehende Frucht in der Hand. Die Farbe hilft dabei nicht weiter – reife Früchte lösen sich schon bei leichter Berührung, sodass beim Durchfahren der Zweige nur sie in der Schale landen. In Japan wird sie am ganzen fruchtenden Zweig verkauft; in Nordamerika empfahl man sie um 1914 als Sauce zu Geflügel. Heute gehen die Früchte vor allem in Gelee, Marmelade, Saft und Fruchtleder – frisch gegessen sind sie etwas für Liebhaber. Der Ertrag fällt sicherer aus, wenn ein zweiter Strauch in der Nähe steht.

An den Wurzeln lebt die Ölweide mit Strahlenpilzen der Gattung Frankia zusammen, die Luftstickstoff binden. Davon zehrt nicht nur der Strauch selbst, sondern auch, was um ihn herum wächst – in Obstpflanzungen und Waldgärten setzt man sie deshalb als Ammenstrauch zwischen die Bäume. Auf mageren, durchlässigen Böden kommt sie damit ohne Nachhilfe zurecht. Der Duft macht die Blüten weithin auffindbar; Bienen fliegen sie stark an, und was an Früchten hängen bleibt, holen sich die Drosseln.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
3.0 m
Breite
3.0 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Solitär, Hecke, Gruppe, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos auch auf mageren Böden
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass
pH
sauer

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Insektenmagnet Vogelnährgehölz Bodenverbesserer Gründünger

Verwendung

Beeren Direktverzehr Verarbeitung

Besonderheiten

Duftpflanze Sichtschutz Windschutz

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte5 Wo
AprMaiJunJulAugSep

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Hitze Trockenheit Krankheiten Nährstoffmangel
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Ölweidengewächse(Elaeagnaceae)
Gattung
Ölweiden(Elaeagnus)
Art-Syn.
Goumi, Edel-Ölweide, Vielblütige Ölweide, Reichblütige Ölweide, Rote Sommer-Ölweide, Japanische Ölweide