Speierling
Sorbus domestica
Nächste Lieferung: 2. November bis 15. Dezember
Sorgfältig von Hand verpackt – mit Ballentuch geschützte Wurzeln
Wurzelnackte Ware und Topfware im saisonalen Versand
Ab 150 € innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
Sonst 8,50 € pro Lieferung
EU-weiter Versand ab 200 € versandkostenfrei
Sonst 45,00 € · Mindestbestellwert 150 €
Beschreibung
Der Speierling wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 12 Meter Standfläche. Zu Hause ist er in Süd- und Südosteuropa, in Kleinasien und in Nordafrika; nach Mitteleuropa kam er vor über 1.000 Jahren und blieb dort, wo Wein wuchs: Im Mittelalter zogen ihn die Mönche in den Klostergärten. Heute ist er einer der seltensten heimischen Waldbäume: In ganz Deutschland stehen nur noch wenige tausend Altbäume, die meisten im Südwesten; das größte Vorkommen sind rund 300 großkronige Bäume zwischen Wiesbaden und Frankfurt. 1993 war er Baum des Jahres; seither sind rund 100.000 nachgepflanzt worden. Wer ihn pflanzt, pflanzt für lange: Speierlinge werden gut 150 Jahre alt, einzelne mehrere hundert. Ihr Holz ist das schwerste, das in Europa auf einem Laubbaum wächst. Früchte setzt er allerdings nur an, wenn ein zweiter Speierling in Reichweite steht.
Im Mai und Juni öffnen sich die cremeweißen Blüten, jede knapp 2 Zentimeter breit und zu 35 bis 80 in einer handtellergroßen Dolde. Geerntet wird im September und Oktober. Die Früchte sehen aus wie kleine Äpfel oder Birnen, beide Formen manchmal am selben Baum; sie sind 2 bis 4 Zentimeter groß und wiegen 10 bis 20 Gramm, einzelne bis 40. Vom Baum weg sind sie hart und herb; sie müssen geteigt werden wie eine Mispel. Man lässt sie liegen, bis die Schale braun und das Fleisch weich wird: Dann schmecken sie süß und aromatisch, mit einem Ton ins Tropische. Wer sie dem Apfelwein zusetzen will, erntet hart: Auf 100 Kilogramm Kernobst genügen 2 bis 4 Handvoll, also rund 1 Prozent, und der Wein wird davon klar und haltbar. Sonst geben sie Kompott, Marmelade, Essig und Brand. Ein junger Baum bringt rund 20 Kilogramm, ein alter bis zu 100. Bis zu den ersten Früchten braucht ein Sämling 8 bis 12 Jahre; veredelt trägt er früher. Wer ihn für eine Vogelbeere hält, sieht auf die Borke: beim Speierling rau und kleinschuppig wie an einem Birnbaum, bei der Vogelbeere lange glatt.
Der Speierling ist eine Nektarpflanze, und zwar eine offene: Seine Blüten stehen als flache Scheiben, den Nektar halb verborgen in ihrer Mitte, und sie bilden reichlich davon. Bestäubt wird er von Insekten, vor allem von Schwebfliegen, Bienen und Faltern. Seine Früchte kommen den Vögeln zugute, und er ist auf sie angewiesen: Ausgebreitet wird der Samen erst, nachdem er einen Vogelmagen durchlaufen hat. Dazu färbt sich das Laub im Herbst gelb und orangerot, oft beides am selben Baum.
Weiterlesen
Weniger anzeigen
Der Speierling wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 12 Meter Standfläche. Zu Hause ist er in Süd- und Südosteuropa, in Kleinasien und in Nordafrika; nach Mitteleuropa kam er vor über 1.000 Jahren und blieb dort, wo Wein wuchs: Im Mittelalter zogen ihn die Mönche in den Klostergärten. Heute ist er einer der seltensten heimischen Waldbäume: In ganz Deutschland stehen nur noch wenige tausend Altbäume, die meisten im Südwesten; das größte Vorkommen sind rund 300 großkronige Bäume zwischen Wiesbaden und Frankfurt. 1993 war er Baum des Jahres; seither sind rund 100.000 nachgepflanzt worden. Wer ihn pflanzt, pflanzt für lange: Speierlinge werden gut 150 Jahre alt, einzelne mehrere hundert. Ihr Holz ist das schwerste, das in Europa auf einem Laubbaum wächst. Früchte setzt er allerdings nur an, wenn ein zweiter Speierling in Reichweite steht.
Im Mai und Juni öffnen sich die cremeweißen Blüten, jede knapp 2 Zentimeter breit und zu 35 bis 80 in einer handtellergroßen Dolde. Geerntet wird im September und Oktober. Die Früchte sehen aus wie kleine Äpfel oder Birnen, beide Formen manchmal am selben Baum; sie sind 2 bis 4 Zentimeter groß und wiegen 10 bis 20 Gramm, einzelne bis 40. Vom Baum weg sind sie hart und herb; sie müssen geteigt werden wie eine Mispel. Man lässt sie liegen, bis die Schale braun und das Fleisch weich wird: Dann schmecken sie süß und aromatisch, mit einem Ton ins Tropische. Wer sie dem Apfelwein zusetzen will, erntet hart: Auf 100 Kilogramm Kernobst genügen 2 bis 4 Handvoll, also rund 1 Prozent, und der Wein wird davon klar und haltbar. Sonst geben sie Kompott, Marmelade, Essig und Brand. Ein junger Baum bringt rund 20 Kilogramm, ein alter bis zu 100. Bis zu den ersten Früchten braucht ein Sämling 8 bis 12 Jahre; veredelt trägt er früher. Wer ihn für eine Vogelbeere hält, sieht auf die Borke: beim Speierling rau und kleinschuppig wie an einem Birnbaum, bei der Vogelbeere lange glatt.
Der Speierling ist eine Nektarpflanze, und zwar eine offene: Seine Blüten stehen als flache Scheiben, den Nektar halb verborgen in ihrer Mitte, und sie bilden reichlich davon. Bestäubt wird er von Insekten, vor allem von Schwebfliegen, Bienen und Faltern. Seine Früchte kommen den Vögeln zugute, und er ist auf sie angewiesen: Ausgebreitet wird der Samen erst, nachdem er einen Vogelmagen durchlaufen hat. Dazu färbt sich das Laub im Herbst gelb und orangerot, oft beides am selben Baum.
Winterhärte
Zone 6: −23,3 bis −17,8 °C
Diese Pflanze ist gut winterhart und hält normale Frostperioden problemlos aus.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mehlbeeren(Sorbus)
- Art-Syn.
- Spierling, Sperberbaum, Sperbelbaum, Sporapfel, Spierapfel, Spreigel, Der Speierling

