Kiwi Super Jumbo
Actinidia arguta 'Super Jumbo'
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Beschreibung
Die Kiwi 'Super Jumbo' wächst als windende Kletterpflanze auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche. Gezüchtet hat sie Werner Merkel in Chemnitz. Er arbeitete für einen Automobilhersteller und sammelte und tauschte nebenher exotische Pflanzen – in den 1980er Jahren, als Kiwis in der DDR gar nicht zu bekommen waren. In seinem Garten im damaligen Karl-Marx-Stadt kreuzte er die ersten Kiwibeeren und wählte aus, was etwas taugte; diese hier lief bei ihm unter der Nummer 'Warszawa 1'. Die Wildform steht in China, Korea und Japan und klettert dort bis in 20 Meter Höhe – am Gerüst im Garten bleibt sie bei 8. Merkels Auslesen sind später an der bayerischen Landesanstalt in Veitshöchheim über Jahre geprüft worden, und sein Enkel führt die Sorten bis heute weiter. Ohne eine männliche Rebe in Reichweite bleibt sie fruchtlos.
Die Blüte beginnt im Juni und hält rund 2 Wochen. Die Beeren sind walzenförmig und dabei etwas flachgedrückt, 4 Zentimeter lang und 2,2 Zentimeter breit. Beim Gewicht gehen die Angaben weit auseinander – genannt werden 9 bis 12 Gramm, 10 bis 15, andernorts 12 bis 20. Die belastbarste Zahl kommt aus einem Bundesversuch, der die Sorte von 2018 bis 2023 an 6 Standorten begleitet hat: im Mittel 13,1 Gramm je Frucht, der höchste Wert unter den 6 geprüften Sorten. Der Geschmack ist saftig und süß, die Schale etwas säuerlich. Gepflückt wird ab Anfang bis Mitte Oktober, wenn die Beeren genussreif sind; für die Einlagerung nimmt man sie rund 10 Tage früher ab, und im Erwerbsanbau, wo hart geerntet wird, fällt die Pflücke schon in den September. Beim Ertrag ist die Lage uneinheitlich, und das gehört vor den Spatenstich: Derselbe Bundesversuch führte die Sorte an allen Standorten außer Veitshöchheim als ertragsschwach, während sie dort und in älteren Aufzeichnungen als mittel bis hoch im Ertrag gilt, mit 6 bis 12 Kilogramm je Pflanze. Was sie bringt, hängt demnach stark am Platz, den sie bekommt. Gekühlt hält die Ernte danach 4 bis 5 Wochen, allerdings nicht neben Äpfeln.
Bestäubt wird die Rebe von Bienen und Hummeln – für beide sollte zur Blütezeit gesorgt sein, denn ohne sie setzt keine Frucht an. Spritzen muss man dafür nichts: In jenem Bundesversuch trat an 9 Standorten und in 9 Jahren kein einziger behandlungswürdiger Befall auf. Im Herbst färbt das Laub rein gelb.
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Die Kiwi 'Super Jumbo' wächst als windende Kletterpflanze auf etwa 8 Meter heran und braucht rund 3 Meter Standfläche. Gezüchtet hat sie Werner Merkel in Chemnitz. Er arbeitete für einen Automobilhersteller und sammelte und tauschte nebenher exotische Pflanzen – in den 1980er Jahren, als Kiwis in der DDR gar nicht zu bekommen waren. In seinem Garten im damaligen Karl-Marx-Stadt kreuzte er die ersten Kiwibeeren und wählte aus, was etwas taugte; diese hier lief bei ihm unter der Nummer 'Warszawa 1'. Die Wildform steht in China, Korea und Japan und klettert dort bis in 20 Meter Höhe – am Gerüst im Garten bleibt sie bei 8. Merkels Auslesen sind später an der bayerischen Landesanstalt in Veitshöchheim über Jahre geprüft worden, und sein Enkel führt die Sorten bis heute weiter. Ohne eine männliche Rebe in Reichweite bleibt sie fruchtlos.
Die Blüte beginnt im Juni und hält rund 2 Wochen. Die Beeren sind walzenförmig und dabei etwas flachgedrückt, 4 Zentimeter lang und 2,2 Zentimeter breit. Beim Gewicht gehen die Angaben weit auseinander – genannt werden 9 bis 12 Gramm, 10 bis 15, andernorts 12 bis 20. Die belastbarste Zahl kommt aus einem Bundesversuch, der die Sorte von 2018 bis 2023 an 6 Standorten begleitet hat: im Mittel 13,1 Gramm je Frucht, der höchste Wert unter den 6 geprüften Sorten. Der Geschmack ist saftig und süß, die Schale etwas säuerlich. Gepflückt wird ab Anfang bis Mitte Oktober, wenn die Beeren genussreif sind; für die Einlagerung nimmt man sie rund 10 Tage früher ab, und im Erwerbsanbau, wo hart geerntet wird, fällt die Pflücke schon in den September. Beim Ertrag ist die Lage uneinheitlich, und das gehört vor den Spatenstich: Derselbe Bundesversuch führte die Sorte an allen Standorten außer Veitshöchheim als ertragsschwach, während sie dort und in älteren Aufzeichnungen als mittel bis hoch im Ertrag gilt, mit 6 bis 12 Kilogramm je Pflanze. Was sie bringt, hängt demnach stark am Platz, den sie bekommt. Gekühlt hält die Ernte danach 4 bis 5 Wochen, allerdings nicht neben Äpfeln.
Bestäubt wird die Rebe von Bienen und Hummeln – für beide sollte zur Blütezeit gesorgt sein, denn ohne sie setzt keine Frucht an. Spritzen muss man dafür nichts: In jenem Bundesversuch trat an 9 Standorten und in 9 Jahren kein einziger behandlungswürdiger Befall auf. Im Herbst färbt das Laub rein gelb.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Strahlengriffelgewächse(Actinidiaceae)
- Gattung
- Strahlengriffel(Actinidia)
- Art-Syn.
- Japanische Stachelbeere, Scharfzähniger Strahlengriffel, Kiwibeere, Traubenkiwi, Honigbeere, Kiwai, Kleinfruchtige Kiwi, Kokuwa, Mini-Kiwi, Bayernkiwi, Japanische Honigbeere, Kleine Kiwi, Kahle Kiwi, Babykiwi, Mandschurische Stachelbeere, Kiwiberry, Hardy Kiwifruit, Aktinidia ostrolistna

