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Beschreibung
Die Baumhasel wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche; zu Hause ist sie auf der Balkanhalbinsel, im Norden der Türkei, im Kaukasus und im Iran. Von dort hat sie den Weg in die Städte Europas gefunden, wo sie als Park- und Straßenbaum steht und Hitze, Enge und Trockenheit verträgt. Unter den Haseln ist sie nämlich der Baum: Während die übrigen als Sträucher aus dem Boden kommen, zieht sie einen Stamm durch bis in den Wipfel, die Krone bleibt lange schmal kegelförmig, und die Borke ist grauweiß, rau und auffallend korkig. Unter der Erde geht eine Pfahlwurzel 3 bis 4 Meter tief; bei extremer Dürre wirft sie ihr Laub früh ab und kommt so durch. Zeit hat sie dabei reichlich – 400 Jahre sind belegt, dazu Höhen über 30 Meter und Stämme von über 1,7 Metern Durchmesser.
Die Blüte beginnt im März und zieht sich über etwa 4 Wochen. Die männlichen Kätzchen hängen schon den Winter über nackt am Zweig und strecken sich dann auf bis zu 12 Zentimeter, deutlich länger als die der Gemeinen Hasel; die weiblichen Blüten sind rötlich und kaum zu entdecken. Ab September fallen die Nüsse, und nach gut 2 Wochen ist das vorbei; dass es so weit ist, zeigt die vergilbende Hülle. Sie sitzen zu mehreren in großen, ballförmigen Büscheln, werden bis 2 Zentimeter lang und stecken in einer tief zerschlitzten, drüsig-borstigen Hülle, die sie nur ungern hergibt. Die Schale ist sehr dick, der Kern entsprechend klein und milder im Geschmack als eine Haselnuss – dafür trägt der Baum in Mengen. Wie gut die Nüsse ausfallen, entscheidet der einzelne Baum: Sämlinge streuen von dünnschalig mit großem Kern bis dickschalig mit kleinem. Geerntet wird bei dieser Höhe nicht am Baum, sondern vom Boden, alle 1 bis 2 Tage, bevor Mäuse und Eichhörnchen zuvorkommen; taube Nüsse verrät ein Wasserbad, sie schwimmen oben. Getrocknet halten sie sich in der Schale 2 bis 3 Jahre. Ihr Holz lief früher als „türkische Nuss" im Handel und geht bis heute in Möbel und Furniere.
Ökologisch zählt die Baumhasel vor allem im Vorfrühling. Ihre Kätzchen öffnen sich lange vor dem Laub, zu einer Zeit, in der sonst wenig blüht: Bestäubt wird sie über den Wind, doch den Pollen tragen die Bienen ein, und als Bienenweide ist sie ausgewiesen. Später im Jahr sind es die Nüsse. Etwa mit 10 Jahren fängt der Baum an zu tragen, alle 3 bis 4 Jahre kommt eine Vollmast, und was am Boden liegen bleibt, holen sich Vögel und Kleinsäuger. Dass beides auch in heißen Sommern kommt, liegt an der tiefen Wurzel – Trockenjahre lassen diesen Baum nicht ausfallen.
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Die Baumhasel wächst als Großbaum auf etwa 15 Meter heran und braucht rund 10 Meter Standfläche; zu Hause ist sie auf der Balkanhalbinsel, im Norden der Türkei, im Kaukasus und im Iran. Von dort hat sie den Weg in die Städte Europas gefunden, wo sie als Park- und Straßenbaum steht und Hitze, Enge und Trockenheit verträgt. Unter den Haseln ist sie nämlich der Baum: Während die übrigen als Sträucher aus dem Boden kommen, zieht sie einen Stamm durch bis in den Wipfel, die Krone bleibt lange schmal kegelförmig, und die Borke ist grauweiß, rau und auffallend korkig. Unter der Erde geht eine Pfahlwurzel 3 bis 4 Meter tief; bei extremer Dürre wirft sie ihr Laub früh ab und kommt so durch. Zeit hat sie dabei reichlich – 400 Jahre sind belegt, dazu Höhen über 30 Meter und Stämme von über 1,7 Metern Durchmesser.
Die Blüte beginnt im März und zieht sich über etwa 4 Wochen. Die männlichen Kätzchen hängen schon den Winter über nackt am Zweig und strecken sich dann auf bis zu 12 Zentimeter, deutlich länger als die der Gemeinen Hasel; die weiblichen Blüten sind rötlich und kaum zu entdecken. Ab September fallen die Nüsse, und nach gut 2 Wochen ist das vorbei; dass es so weit ist, zeigt die vergilbende Hülle. Sie sitzen zu mehreren in großen, ballförmigen Büscheln, werden bis 2 Zentimeter lang und stecken in einer tief zerschlitzten, drüsig-borstigen Hülle, die sie nur ungern hergibt. Die Schale ist sehr dick, der Kern entsprechend klein und milder im Geschmack als eine Haselnuss – dafür trägt der Baum in Mengen. Wie gut die Nüsse ausfallen, entscheidet der einzelne Baum: Sämlinge streuen von dünnschalig mit großem Kern bis dickschalig mit kleinem. Geerntet wird bei dieser Höhe nicht am Baum, sondern vom Boden, alle 1 bis 2 Tage, bevor Mäuse und Eichhörnchen zuvorkommen; taube Nüsse verrät ein Wasserbad, sie schwimmen oben. Getrocknet halten sie sich in der Schale 2 bis 3 Jahre. Ihr Holz lief früher als „türkische Nuss" im Handel und geht bis heute in Möbel und Furniere.
Ökologisch zählt die Baumhasel vor allem im Vorfrühling. Ihre Kätzchen öffnen sich lange vor dem Laub, zu einer Zeit, in der sonst wenig blüht: Bestäubt wird sie über den Wind, doch den Pollen tragen die Bienen ein, und als Bienenweide ist sie ausgewiesen. Später im Jahr sind es die Nüsse. Etwa mit 10 Jahren fängt der Baum an zu tragen, alle 3 bis 4 Jahre kommt eine Vollmast, und was am Boden liegen bleibt, holen sich Vögel und Kleinsäuger. Dass beides auch in heißen Sommern kommt, liegt an der tiefen Wurzel – Trockenjahre lassen diesen Baum nicht ausfallen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Birkengewächse(Betulaceae)
- Gattung
- Haseln(Corylus)
- Art-Syn.
- Türkische Hasel, Türkische Haselnuss, Byzantinische Hasel, Baum-Hasel, Türkische Baumhasel

