Schwarze Johannisbeere Mortti — Ribes nigrum 'Mortti'

Schwarze Johannisbeere Mortti

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Ribes nigrum 'Mortti'

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Beschreibung

Die Schwarze Johannisbeere 'Mortti' wächst als steil aufgebauter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Die Art ist über Europa und das nördliche Asien verbreitet; 'Mortti' dagegen stammt aus Piikkiö in Südwestfinnland, wo seit 1961 an Schwarzen Johannisbeeren gezüchtet wird. Gekreuzt wurde die schwedische 'Öjebyn' mit der englischen 'Wellington XXX', die 1913 aus 'Boskoop' und 'Baldwin' hervorging und für große, süße Beeren bekannt ist, aber Frost schlechter verträgt. Beides zusammen ergab eine Sorte, die finnische Winter übersteht. Ein Zuchtziel des Programms war der aufrechte Wuchs, damit sich die Beeren maschinell ernten lassen – im Garten heißt das: wenig Schnitt, keine Stütze, und man kommt an die Trauben heran, ohne sich zu bücken.

Im April blüht sie 3 Wochen lang, in hängenden Trauben, außen grün und innen rötlich weiß – unauffällig, wie bei allen Schwarzen Johannisbeeren. Ab Juli wird 2 Wochen lang geerntet, Traube für Traube statt Beere für Beere. Ihre Früchte wiegen 0,7 bis 1,1 Gramm, sind glänzend schwarz und stark aromatisch: Der Duft, der beim Pflücken an den Händen bleibt, ist der eigentliche Grund für diese Sorte. Süßer als die meisten Schwarzen Johannisbeeren ist sie ebenfalls – ob das zum Rohessen reicht, entscheidet der eigene Geschmack, denn die Art gilt frisch als streng. Ihre Stärke liegt in der Küche: Saft, Sirup, Gelee und Konfitüre, dazu Soßen und Chutneys zu Wild und Käse. Auch die Blätter lassen sich nutzen – frisch oder fermentiert geben sie einen würzigen Tee. Gekühlt halten sich die Beeren wenige Tage; wer sie nicht sofort verarbeitet, friert sie am besten an der Rispe ein.

Die Schwarze Johannisbeere ist in Europa heimisch, und ihre Wildform ist in Deutschland selten geworden – sie steht auf der Roten Liste. Im Garten ist sie deshalb mehr als ein Fruchtstrauch. Ihre Blüte im April fällt in eine Zeit, in der wenig zu holen ist: An den Trauben sammeln vor allem Sandbienen und Hummeln, die Fuchsrote Sandbiene darunter, dazu Baumhummel und Dunkle Erdhummel. Später im Jahr frisst am Laub die Raupe eines Nachtfalters, des Stachelbeerspanners, der mit den feuchten Wäldern selten geworden ist. Und was an Beeren hängen bleibt, holen sich die Vögel.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
1.5 m
Breite
1.5 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Hecke, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Raupenfutterpflanze

Verwendung

Beeren Direktverzehr Verarbeitung Tee- oder Gewürzpflanze

Besonderheiten

Windschutz Duftpflanze Rarität

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte2 Wo
MrzAprMaiJunJulAug

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost Spätfrost
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
Gattung
Johannisbeeren(Ribes)
Art-Syn.
Ahlbeere, Schwarze Johannisbeere, Cassis, Schwarz-Ribisel, Schwarze Ribisel
Sorten-Syn.
Mortii