Schwarze Johannisbeere Leningrader Riese — Ribes nigrum 'Leningrader Riese'

Schwarze Johannisbeere Leningrader Riese

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Ribes nigrum 'Leningrader Riese'

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Beschreibung

Die Schwarze Johannisbeere 'Leningrader Riese' wächst als aufrechter Strauch auf etwa 1,5 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Den Namen trägt sie wegen der Beeren: 1,2 bis 2,2 Gramm wiegt eine einzelne, darauf hin wurde sie ausgelesen. Entstanden ist sie am Leningrader Landwirtschaftlichen Institut, der heutigen Staatlichen Agraruniversität Sankt Petersburg, aus der Arbeit von E. I. Glebowa und A. I. Potaschowa. Als Mutter diente eine Sorte aus dem sibirischen Altai, bestäubt mit dem Pollen zweier weiterer russischer Züchtungen. Die Winterhärte dieser Herkunft ist geblieben und steht bis heute vorn unter ihren Vorzügen. 1995 wurde sie in Russland staatlich zugelassen, vom Nordwesten über das Zentrum und die Wolga-Wjatka-Region bis zum Ural; um Sankt Petersburg gehört sie zu den verbreiteten Sorten.

Die Blüte beginnt im April und zieht sich über 3 Wochen. Sie ist einen genaueren Blick wert: Die Blüten sind groß, und ihre Blütenblätter sind blassrot – die Art blüht sonst außen grün und innen rötlich weiß, also ohne jeden Farbakzent. In den Trauben stehen 6 bis 13 Beeren beieinander. Gepflückt wird ab Juli über etwa 2 Wochen. Die Beeren sind rund, schwarz und glänzend, das Fruchtfleisch ist saftig und zart, und sie schmecken süß genug, um sie frisch aus der Hand zu essen. Das ist bei dieser Art keine Selbstverständlichkeit – der strenge Ton der meisten Sorten führt geradewegs in Saft und Gelee. 3 bis 4,5 Kilogramm bringt ein ausgewachsener Strauch. Diese Menge ist zugleich die schwache Stelle: Unter der Last wird der sonst gerade aufwachsende Strauch breiter, und die Zweige brechen, wenn man nicht regelmäßig auslichtet oder abstützt. Die Blätter lassen sich zu Tee aufbrühen.

Mit eigenem Pollen setzt die Sorte zu gut der Hälfte an – die andere Hälfte hängt am Insektenbesuch, und ein zweiter Strauch einer anderen Sorte in der Nähe hebt den Ertrag deutlich. An den Aprilblüten sammeln Wildbienen und Hummeln. Auch Falter legen hier ihre Eier ab. Der Scheckrand-Haarbüschelspanner, dessen Raupen an Johannisbeeren gebunden sind, fliegt nachts; der C-Falter dagegen ist ein Tagfalter mit tief ausgezacktem Flügelrand. Der überwintert als fertiger Falter frei im Wald, meist unter waagerecht hängenden dürren Ästen, und ist schon ab März unterwegs – er ist also da, wenn diese Johannisbeere aufblüht. Die Vögel kommen später: Sie nehmen im Juli, was an den großen schwarzen Beeren nicht gepflückt wurde.

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Winterhärte

1
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6
7
8
9
10
−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
4

Zone 4: −34,4 bis −28,9 °C

Diese Pflanze ist robust und toleriert starke Fröste zuverlässig.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Strauch
Höhe
1.5 m
Breite
1.5 m
Wurzelsystem
Flachwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
mittel
Stellung
Solitär, Gruppe, Hecke, Plantage
Bodenart
Sand, Lehm, Ton, durchlässig, humos
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz Raupenfutterpflanze

Verwendung

Beeren Direktverzehr Verarbeitung Tee- oder Gewürzpflanze

Besonderheiten

Duftpflanze

Phänologie und Vermehrung

Blüte3 Wo
Ernte2 Wo
MrzAprMaiJunJulAug

Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt

Pflege

Schnittbedarf
mittel
Resilienzen
Winterfrost
Schutz
Mulchen

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
Gattung
Johannisbeeren(Ribes)
Art-Syn.
Ahlbeere, Schwarze Johannisbeere, Cassis, Schwarz-Ribisel, Schwarze Ribisel
Sorten-Syn.
Leningradskii Velikan, Leningradsky Giant