Grüne Johannisbeere Vertii
Ribes nigrum 'Vertii'
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Beschreibung
Die Grüne Johannisbeere 'Vertii' wächst als locker verzweigter Strauch auf etwa 1 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Ihre Art ist von Europa bis nach Sibirien und in die Mongolei verbreitet; diese Sorte entstand Mitte der 1980er Jahre im finnischen Piikkiö aus der Selbstbestäubung der schwarzfrüchtigen 'Öjebyn' – ein Sämling, dem die dunkle Farbe fehlte. Damit fing alles an: 'Vertii' ist die Ursorte der grünfrüchtigen Johannisbeeren. Aus ihr gingen die späteren Sorten hervor – 'Venny' und 'Vilma' tragen sie beide als Elternteil, und beide sind seither auf größere Beeren und längere Trauben ausgelesen worden. Die Ursorte selbst blieb, was sie war: klein, mild und lange nur in Finnland bekannt.
Im Mai öffnen sich 3 Wochen lang hellgelbe Blüten in hängenden Trauben. Ab Juli wird 3 Wochen lang geerntet, spät für eine Schwarze Johannisbeere. Die Beeren bleiben auch reif grün bis gelblichgrün; an jungen Sträuchern zeigen sie mitunter rotbraune Flecken. Geschmacklich erkennt man die Schwarze Johannisbeere wieder, nur deutlich süßer und milder, ohne die herbe Spitze. Deshalb landen diese Beeren häufiger in der Hand als im Topf – neben Konfitüre und Gelee ist Wein die zweite finnische Verwendung. Ein Kniff gehört dazu: Weil die Farbe nicht verrät, wann es so weit ist, muss man die Reife ertasten und dann zügig ernten, denn die Beeren rieseln kurz nach der Reife von der Traube. Im Kühlen halten sie sich einige Tage.
Die Schwarze Johannisbeere ist in Europa heimisch; ihre Wildform steht in Deutschland auf der Roten Liste. Die Blüte im Mai bringt Nahrung, wenn die Obstblüte vorbei ist – Hummeln und Bienen sammeln daran, dazu Fliegen und Schwebfliegen. Am Laub leben die Raupen des Stachelbeerspanners, eines nachtaktiven Falters, der mit den feuchten Wäldern selten geworden ist. Eines allerdings leistet diese Sorte nicht: Weil ihre Beeren auch reif grün bleiben, übersehen Vögel sie meistens. Für die Ernte ist das ein Vorteil – ein Netz braucht es hier nicht –, für den gedeckten Tisch im Garten sollte daneben etwas Dunkelfrüchtiges stehen.
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Die Grüne Johannisbeere 'Vertii' wächst als locker verzweigter Strauch auf etwa 1 Meter heran und braucht rund 1,5 Meter Standfläche. Ihre Art ist von Europa bis nach Sibirien und in die Mongolei verbreitet; diese Sorte entstand Mitte der 1980er Jahre im finnischen Piikkiö aus der Selbstbestäubung der schwarzfrüchtigen 'Öjebyn' – ein Sämling, dem die dunkle Farbe fehlte. Damit fing alles an: 'Vertii' ist die Ursorte der grünfrüchtigen Johannisbeeren. Aus ihr gingen die späteren Sorten hervor – 'Venny' und 'Vilma' tragen sie beide als Elternteil, und beide sind seither auf größere Beeren und längere Trauben ausgelesen worden. Die Ursorte selbst blieb, was sie war: klein, mild und lange nur in Finnland bekannt.
Im Mai öffnen sich 3 Wochen lang hellgelbe Blüten in hängenden Trauben. Ab Juli wird 3 Wochen lang geerntet, spät für eine Schwarze Johannisbeere. Die Beeren bleiben auch reif grün bis gelblichgrün; an jungen Sträuchern zeigen sie mitunter rotbraune Flecken. Geschmacklich erkennt man die Schwarze Johannisbeere wieder, nur deutlich süßer und milder, ohne die herbe Spitze. Deshalb landen diese Beeren häufiger in der Hand als im Topf – neben Konfitüre und Gelee ist Wein die zweite finnische Verwendung. Ein Kniff gehört dazu: Weil die Farbe nicht verrät, wann es so weit ist, muss man die Reife ertasten und dann zügig ernten, denn die Beeren rieseln kurz nach der Reife von der Traube. Im Kühlen halten sie sich einige Tage.
Die Schwarze Johannisbeere ist in Europa heimisch; ihre Wildform steht in Deutschland auf der Roten Liste. Die Blüte im Mai bringt Nahrung, wenn die Obstblüte vorbei ist – Hummeln und Bienen sammeln daran, dazu Fliegen und Schwebfliegen. Am Laub leben die Raupen des Stachelbeerspanners, eines nachtaktiven Falters, der mit den feuchten Wäldern selten geworden ist. Eines allerdings leistet diese Sorte nicht: Weil ihre Beeren auch reif grün bleiben, übersehen Vögel sie meistens. Für die Ernte ist das ein Vorteil – ein Netz braucht es hier nicht –, für den gedeckten Tisch im Garten sollte daneben etwas Dunkelfrüchtiges stehen.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Phänologie und Vermehrung
Selbstfruchtbar — ein einzelnes Exemplar genügt
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Stachelbeergewächse(Grossulariaceae)
- Gattung
- Johannisbeeren(Ribes)
- Art-Syn.
- Ahlbeere, Schwarze Johannisbeere, Cassis, Schwarz-Ribisel, Schwarze Ribisel
- Sorten-Syn.
- Vertti

