Süßkirsche Dönissens Gelbe Knorpelkirsche
Prunus avium 'Dönissens Gelbe Knorpelkirsche'
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Beschreibung
Die Süßkirsche ’Dönissens Gelbe Knorpelkirsche’ wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Ihre Wildform ist in Europa, Vorderasien und dem Kaukasus zu Hause. Die Sorte fand sich um 1820 als Sämling bei Guben und trägt den Namen ihres Erziehers; über den Pomologen Dittrich kam sie in Umlauf. Unter den rein gelben Kirschen ist sie bis heute die bekannteste – und gelbe Kirschbäume sind selten geworden: In 7 Orten der Oberlausitz fand eine Bestandserfassung 2020 einen einzigen Baum dieser Sorte – von ’Schneiders Späte’ dagegen 33. Ihr Vorzug zeigt sich zur Ernte: Vögel gehen an gelbe Kirschen weit seltener als an rote, weil sie sie für unreif halten. Dazu trägt sie früh und regelmäßig, denn ihre Blüte steckt schlechtes Wetter weg. Allein setzt sie keine Frucht an; als Partner taugt eine andere Süßkirsche gleicher Blütezeit, auch die Vogelkirsche.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißen Blüten, mittelspät, wenn der Blattaustrieb schon grünt. Geerntet wird ab Juli über rund 2 Wochen, in der 5. bis 6. Kirschwoche; in höheren Lagen rückt das in den August. Die Kirschen sind mittelgroß, gut 22 Millimeter breit und stumpfherzförmig, die Haut glänzend, etwas durchscheinend und einfarbig gelb, vollreif fast bernsteinfarben. Das Fleisch ist fest und knackig, wie es die Knorpelkirschen auszeichnet, der Saft wasserhell; vom Stein löst es sich nicht ganz. Alles hängt am Erntezeitpunkt: vollreif schmeckt sie honigsüß und würzig mit wenig Säure, zu früh gepflückt nach nichts. Druckflecken bekommt sie leicht, und nach Regen oder Wind platzen die Früchte auf – eine trockene Woche ist die bessere Erntewoche. Lagern lässt sich keine Süßkirsche; zum Einkochen war diese immer besonders gesucht – Kompott und Kuchenbelag, dazu Dörren und Gefrierfach.
Ganz übergangen werden die Früchte nicht – Amseln und Stare, dazu die Krähen, nehmen am Ende doch, was hängen bleibt. Die Kerne wandern mit ihnen fort und keimen woanders; ohne Vögel kommt der Baum über Wurzelbrut nach. In der Krone finden Vögel Nistplätze; Bruthöhlen entstehen darin allerdings nicht. Am Laub hängen 20 Schmetterlingsarten, von denen nur 3 allein an Kirschen und ihrer engsten Verwandtschaft fressen: Obsthain-Blütenspanner, Nierenfleck-Zipfelfalter und Gelbes Ordensband. Am meisten trägt die Blüte: Ihr späterer Termin verlängert das Angebot über das Ende der frühen Kirschen hinaus. Der Nektar liegt reichlich und flach in einer offenen Schüssel, sodass auch kurze Rüssel herankommen: Schwebfliegen, Bienen und Falter, im April Honigbienen und Hummeln.
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Die Süßkirsche ’Dönissens Gelbe Knorpelkirsche’ wächst als mittelhoher Baum auf etwa 7 Meter heran und braucht rund 5 Meter Standfläche. Ihre Wildform ist in Europa, Vorderasien und dem Kaukasus zu Hause. Die Sorte fand sich um 1820 als Sämling bei Guben und trägt den Namen ihres Erziehers; über den Pomologen Dittrich kam sie in Umlauf. Unter den rein gelben Kirschen ist sie bis heute die bekannteste – und gelbe Kirschbäume sind selten geworden: In 7 Orten der Oberlausitz fand eine Bestandserfassung 2020 einen einzigen Baum dieser Sorte – von ’Schneiders Späte’ dagegen 33. Ihr Vorzug zeigt sich zur Ernte: Vögel gehen an gelbe Kirschen weit seltener als an rote, weil sie sie für unreif halten. Dazu trägt sie früh und regelmäßig, denn ihre Blüte steckt schlechtes Wetter weg. Allein setzt sie keine Frucht an; als Partner taugt eine andere Süßkirsche gleicher Blütezeit, auch die Vogelkirsche.
Im April öffnen sich über 2 Wochen die weißen Blüten, mittelspät, wenn der Blattaustrieb schon grünt. Geerntet wird ab Juli über rund 2 Wochen, in der 5. bis 6. Kirschwoche; in höheren Lagen rückt das in den August. Die Kirschen sind mittelgroß, gut 22 Millimeter breit und stumpfherzförmig, die Haut glänzend, etwas durchscheinend und einfarbig gelb, vollreif fast bernsteinfarben. Das Fleisch ist fest und knackig, wie es die Knorpelkirschen auszeichnet, der Saft wasserhell; vom Stein löst es sich nicht ganz. Alles hängt am Erntezeitpunkt: vollreif schmeckt sie honigsüß und würzig mit wenig Säure, zu früh gepflückt nach nichts. Druckflecken bekommt sie leicht, und nach Regen oder Wind platzen die Früchte auf – eine trockene Woche ist die bessere Erntewoche. Lagern lässt sich keine Süßkirsche; zum Einkochen war diese immer besonders gesucht – Kompott und Kuchenbelag, dazu Dörren und Gefrierfach.
Ganz übergangen werden die Früchte nicht – Amseln und Stare, dazu die Krähen, nehmen am Ende doch, was hängen bleibt. Die Kerne wandern mit ihnen fort und keimen woanders; ohne Vögel kommt der Baum über Wurzelbrut nach. In der Krone finden Vögel Nistplätze; Bruthöhlen entstehen darin allerdings nicht. Am Laub hängen 20 Schmetterlingsarten, von denen nur 3 allein an Kirschen und ihrer engsten Verwandtschaft fressen: Obsthain-Blütenspanner, Nierenfleck-Zipfelfalter und Gelbes Ordensband. Am meisten trägt die Blüte: Ihr späterer Termin verlängert das Angebot über das Ende der frühen Kirschen hinaus. Der Nektar liegt reichlich und flach in einer offenen Schüssel, sodass auch kurze Rüssel herankommen: Schwebfliegen, Bienen und Falter, im April Honigbienen und Hummeln.
Winterhärte
Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C
Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Steinobstgewächse(Prunus)
- Art-Syn.
- Herzkirsche, Süßkirsche, Süßkirschenbaum, Vogelkirsche, Wilde Vogelkirsche, Waldkirsche, Süsskirsche, Vogel-Kirsche
- Sorten-Syn.
- Wachskirsche, Bernsteinkirsche, Weißkirsche, Honigkirsche, Goldkirsche, Dönissens Gelbe Knorpel, Bigarreau Dönissen, Bigarreau jaune Dönissen, Pietroase galbene Donissen

