Japanische Eberesche Dodong — Sorbus commixta 'Dodong'

Japanische Eberesche Dodong

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Sorbus commixta 'Dodong'

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Beschreibung

Die Japanische Eberesche 'Dodong' wächst als mittelhoher Baum auf etwa 10 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Ihre Wildform stammt von Ulleungdo, einer abgelegenen Insel im Japanischen Meer rund 120 Kilometer vor der koreanischen Küste, die in der letzten Eiszeit eisfrei blieb und deshalb Dutzende eigener Pflanzen trägt. Dort sammelte der schwedische Botaniker Tor Nitzelius 1976 Saatgut. An der Landwirtschaftsuniversität in Alnarp wurde unter den Sämlingen ausgelesen, und der gewählte Baum, benannt nach dem Hafen der Insel, lässt sich seither nur vegetativ vermehren – veredelt auf unsere heimische Eberesche. Von der Japanischen Eberesche, der man die Inselbäume lange zurechnete, unterscheidet sich 'Dodong' durch größeres Laub, größere Früchte und kräftigeren Wuchs. In Schweden und Norwegen trägt sie das E hinter dem Namen, ein Auswahlzeichen für besonders gesunde und wüchsige Gehölze – zuerkannt für die intensive Herbstfärbung und die großen Blüten- und Fruchtstände.

Sie treibt früh aus: ihre großen, klebrigen Knospen öffnen sich zeitig im Frühjahr, und ein Spätfrost kann den jungen Austrieb treffen, richtet aber selten bleibenden Schaden an. In Blüte steht sie um den Monatswechsel von Mai zu Juni und damit etwas später als die heimische Eberesche, weiß und in großen, reich verzweigten Schirmrispen. Daraus werden glänzende, orangerote Früchte, die nicht kugelrund sind wie bei der Japanischen Eberesche, sondern leicht birnenförmig, und die in großen, hängenden Dolden sitzen. Geerntet wird ab September. Erste Früchte trägt schon ein junger Baum, reich aber erst mit 6 bis 8 Jahren. Essbar sind sie gekocht, und weil sie so gebündelt hängen, geht die Ernte schnell: Man nimmt sie doldenweise ab. Jung wächst sie kräftig und schmal aufrecht, erst später wölbt sich die Krone eiförmig. Schneiden muss man kaum – sie verträgt es, braucht es aber selten. Ein Stammschutz kann dagegen nötig sein, denn Hasen benagen die Rinde dieser Eberesche offenbar lieber als die verwandter Arten.

Im Herbst färbt sich das große Fiederlaub leuchtend orangerot bis rot, und die Früchte hängen noch lange nach dem Laubfall, solange die Vögel sie lassen. Für die Japanische Eberesche, der man die Inselbäume lange zurechnete, sind Vögel mehr als Gäste: Im Fruchtfleisch keimen ihre Samen nicht, und ungefressen verlieren die meisten über den ersten Sommer ihre Keimkraft. Ohne Vogel kommt kaum ein Sämling auf. Mit Nektar geizt dieselbe Art: Unter 8 in Südkorea gemessenen Parkbaumarten gab ihre Blüte am wenigsten Nektar und Zucker, obwohl sie dort als Trachtpflanze geführt wird.

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Winterhärte

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−51°
−46°
−40°
−34°
−29°
−23°
−18°
−12°
−7°
−1°
+4°
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Zone 5: −28,9 bis −23,3 °C

Diese Pflanze ist winterhart und verträgt auch ausgeprägte Frostphasen.

Wuchs & Raum

Wuchsform
Mittelhoher Baum
Höhe
10.0 m
Breite
6.0 m
Wurzelsystem
Herzwurzler

Standort & Boden

Standort
sonnig, halbschattig
Wasserbedarf
gering
Stellung
Solitär, Gruppe
Bodenart
Sand, Lehm, durchlässig, humos
Bodenfeuchte
trocken
frisch
feucht
nass
staunass

Ökologie & Verwendung

Ökologischer Wert

Bienenweide Vogelnährgehölz

Verwendung

Beeren Verarbeitung

Besonderheiten

Herbstfärber Rarität

Phänologie und Vermehrung

Blüte4 Wo
Ernte3 Wo
AprMaiJunJulAugSepOkt

Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen

Pflege

Schnittbedarf
gering
Resilienzen
Winterfrost
Schutz
Winterschutz

Natürliche Verbreitung

Nordeuropa (10) Mitteleuropa (11) Südwesteuropa (12) Südosteuropa (13) Osteuropa (14) Nordafrika (20) Makaronesien (21) Westliches Tropenafrika (22) Zentrales Tropenafrika (23) Nordöstliches Tropenafrika (24) Östliches Tropenafrika (25) Südliches Tropenafrika (26) Südliches Afrika (27) Mittlerer Atlantik (28) Westlicher Indischer Ozean (29) Sibirien (30) Russischer Ferner Osten (31) Zentralasien (32) Kaukasus (33) Westasien (34) Arabische Halbinsel (35) China (36) Mongolei (37) Ostasien (38) Indischer Subkontinent (40) Indochina (41) Malesien (42) Papuasien (43) Australien (50) Neuseeland (51) Südwestpazifik (60) Südzentralpazifik (61) Nordwestpazifik (62) Nordzentralpazifik (63) Subarktisches Amerika (70) Westkanada (71) Ostkanada (72) Nordwestliche USA (73) Nördliche Zentral-USA (74) Nordöstliche USA (75) Südwestliche USA (76) Südliche Zentral-USA (77) Südöstliche USA (78) Mexiko (79) Zentralamerika (80) Karibik (81) Nördliches Südamerika (82) Westliches Südamerika (83) Brasilien (84) Südliches Südamerika (85) Subantarktische Inseln (90) Antarktis (91)

Taxonomie

Familie
Rosengewächse(Rosaceae)
Gattung
Mehlbeeren(Sorbus)
Art-Syn.
Japanische Eberesche, Sorbus ulleungensis, Sorbus commixta var. ulleungensis, ullungrönn, ulleungrogn
Sorten-Syn.
Olympic Flame