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Beschreibung
Der Gemeine Schneeball wächst als Großstrauch auf etwa 4 Meter heran und braucht rund 3,5 Meter Standfläche; er ist bei uns heimisch, und sein Gebiet reicht von Europa bis weit nach Asien hinein – überall dort steht er in Auen, an Ufern und in feuchten Gebüschen. Aus dieser Herkunft erklärt sich, was ihn im Garten trägt: Er verträgt nasse Füße, wo andere Sträucher aufgeben, und kommt ebenso auf schwerem Lehm wie im Halbschatten zurecht. 2025 wurde er zum Strauch des Jahres gewählt, und zwar für genau diese Eigenschaft. Der Wuchs ist ausladend und oft dickichtartig, die Zweige hängen an den Spitzen über. Erkennen lässt er sich am Blattstiel: Kurz unter der Spreite sitzen 4 bis 5 napfförmige Nektardrüsen, mit bloßem Auge zu sehen.
Von Mai an blüht er 4 Wochen lang. Die Blütenstände sind flache, bis 10 Zentimeter breite Trugdolden, und sie sind zweierlei gebaut: außen ein Kranz steriler Schaublüten, jede gut 2 Zentimeter breit, innen die fruchtbaren Glockenblüten von 4 bis 5 Millimetern. Die Schau macht der Rand, die Arbeit die Mitte. Ab September reifen die kugeligen, 1 Zentimeter dicken Steinfrüchte in leuchtendem Scharlachrot und bleiben bis in den Winter hängen; zur selben Zeit färbt sich das Laub wein- bis orangerot. Roh sind die Früchte scharf sauer, ungenießbar und gelten als giftverdächtig – größere Mengen verursachen Magen-Darm-Beschwerden. Als Obstgehölz taugt er hier deshalb nicht; sein Wert liegt in Blüte, Herbstfarbe und Fruchtschmuck. Anderswo wird das anders gesehen: In der Ukraine ist der Schneeball ein nationales Symbol und zugleich ein Fruchtstrauch, den man dort in eigenen Fruchtsorten anbaut – 5 bis 15 Kilogramm je Pflanze, verarbeitet zu Saft, Mus und Kuchenbelag.
Die fruchtbaren Innenblüten geben Nektar und Pollen, und sie liegen offen: Fliegen, Käfer und Schmetterlinge bestäuben sie. Einer dieser Falter ist der Kleine Maivogel, in Deutschland vom Aussterben bedroht – er saugt an den Blüten des Schneeballs. Nektar gibt es dabei nicht nur in der Blüte, sondern den Sommer über an den Drüsen der Blattstiele, an denen Ameisen und andere Insekten fressen. Die roten Früchte hängen bis in den Winter, hart und bitter, und werden erst spät angenommen – wenn der Frost sie mürbe gemacht hat und anderes Futter fehlt. Dazu kommt der dickichtartige Wuchs, der Vögeln Deckung gibt.
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Der Gemeine Schneeball wächst als Großstrauch auf etwa 4 Meter heran und braucht rund 3,5 Meter Standfläche; er ist bei uns heimisch, und sein Gebiet reicht von Europa bis weit nach Asien hinein – überall dort steht er in Auen, an Ufern und in feuchten Gebüschen. Aus dieser Herkunft erklärt sich, was ihn im Garten trägt: Er verträgt nasse Füße, wo andere Sträucher aufgeben, und kommt ebenso auf schwerem Lehm wie im Halbschatten zurecht. 2025 wurde er zum Strauch des Jahres gewählt, und zwar für genau diese Eigenschaft. Der Wuchs ist ausladend und oft dickichtartig, die Zweige hängen an den Spitzen über. Erkennen lässt er sich am Blattstiel: Kurz unter der Spreite sitzen 4 bis 5 napfförmige Nektardrüsen, mit bloßem Auge zu sehen.
Von Mai an blüht er 4 Wochen lang. Die Blütenstände sind flache, bis 10 Zentimeter breite Trugdolden, und sie sind zweierlei gebaut: außen ein Kranz steriler Schaublüten, jede gut 2 Zentimeter breit, innen die fruchtbaren Glockenblüten von 4 bis 5 Millimetern. Die Schau macht der Rand, die Arbeit die Mitte. Ab September reifen die kugeligen, 1 Zentimeter dicken Steinfrüchte in leuchtendem Scharlachrot und bleiben bis in den Winter hängen; zur selben Zeit färbt sich das Laub wein- bis orangerot. Roh sind die Früchte scharf sauer, ungenießbar und gelten als giftverdächtig – größere Mengen verursachen Magen-Darm-Beschwerden. Als Obstgehölz taugt er hier deshalb nicht; sein Wert liegt in Blüte, Herbstfarbe und Fruchtschmuck. Anderswo wird das anders gesehen: In der Ukraine ist der Schneeball ein nationales Symbol und zugleich ein Fruchtstrauch, den man dort in eigenen Fruchtsorten anbaut – 5 bis 15 Kilogramm je Pflanze, verarbeitet zu Saft, Mus und Kuchenbelag.
Die fruchtbaren Innenblüten geben Nektar und Pollen, und sie liegen offen: Fliegen, Käfer und Schmetterlinge bestäuben sie. Einer dieser Falter ist der Kleine Maivogel, in Deutschland vom Aussterben bedroht – er saugt an den Blüten des Schneeballs. Nektar gibt es dabei nicht nur in der Blüte, sondern den Sommer über an den Drüsen der Blattstiele, an denen Ameisen und andere Insekten fressen. Die roten Früchte hängen bis in den Winter, hart und bitter, und werden erst spät angenommen – wenn der Frost sie mürbe gemacht hat und anderes Futter fehlt. Dazu kommt der dickichtartige Wuchs, der Vögeln Deckung gibt.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Stellung
- Bodenart
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
- pH
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Moschuskrautgewächse(Adoxaceae)
- Gattung
- Schneebälle(Viburnum)
- Art-Syn.
- Gewöhnlicher Schneeball, Wasserholler, Guelder Rose, Blutbeere, Glasbeere, Herzbeere, Drosselbeerstrauch

