Eberesche Rosina
Sorbus aucuparia 'Rosina'
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Beschreibung
Die Eberesche 'Rosina' wächst als mittelhoher Baum mit breit kegelförmiger Krone auf etwa 10 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Die Wildform, aus der sie hervorging, ist die Mährische Eberesche aus Tschechien – eine Vogelbeere, der der bittere Zug der gewöhnlichen fehlt. Mit ihr fing 1946 eine Auslese am Institut für Gartenbau in Dresden-Pillnitz an, und der Mutterbaum von 'Rosina' stand in Sebnitz in Sachsen. 1954 ging sie in den Verkauf, zusammen mit einer zweiten Auslese desselben Programms, und die beiden bekamen verschiedene Aufgaben: die andere den Saft, 'Rosina' das Kompott und die kandierte Frucht. Was sie dafür mitbringt, sind große Dolden mit großen Beeren. Dazu eine Gestalt, die sich mit den Jahren ändert: Die Leitäste stehen zunächst steil aufwärts und die Krone bleibt schmal, später neigen sie sich bogenförmig über und geben ihr die Breite.
Geblüht wird ab Mai, weiß und in breiten, flachen Dolden, über rund 3 Wochen. Ein zweiter Ebereschenbaum in der Nähe gehört dazu: Mit eigenem Pollen setzt sie nicht verlässlich an. Die Beeren färben ab Ende August orange, pflückreif und zugleich genussreif sind sie aber erst Mitte bis Ende September – wer früher schneidet, hat die Farbe und noch nicht das Aroma. Kugelig sind sie und orangefarben bis rötlich, 1 bis 1,5 Zentimeter dick, das Fleisch darunter hell gelborange; der Geschmack geht von süß bis herb-säuerlich. Geschnitten wird die ganze Dolde, nicht die einzelne Beere, denn am Doldenansatz sitzen die Knospen fürs nächste Jahr. Für den Rohverzehr ist auch diese Sorte nicht gedacht – verarbeitet werden sie zu Kompott und kandierten Früchten, dazu Gelee, Saft, Likör und Backwerk. Wem der Baum zu groß gerät, der bekommt ihn auch kleiner: auf die Schwedische Mehlbeere veredelt bleibt 'Rosina' handlicher, verlangt dann aber jedes Jahr den Schnitt, sonst leidet die Fruchtqualität. Die Erträge setzen früh ein und kommen regelmäßig.
Für Insekten ist eine Dolde dieser Größe ein Angebot auf engem Raum: Bienen, Fliegen und Käfer arbeiten die flachen Blütenstände ab, an denen viele Einzelblüten dicht beieinanderstehen. Bei den Vögeln kehrt sich die Rechnung später um. Ihre Hauptzeit an Vogelbeeren liegt im August, und diese Sorte wird erst danach reif – ihr Behang hält deshalb länger, als man es von einem wilden Baum kennt. Und der Baum trägt in der Forstwirtschaft einen Beinamen, der viel über ihn sagt: Blitzableiter. Wo zwischen jungen Fichten und Buchen Wild äst, geht es zuerst an die Eberesche und lässt die Nachbarn stehen.
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Die Eberesche 'Rosina' wächst als mittelhoher Baum mit breit kegelförmiger Krone auf etwa 10 Meter heran und braucht rund 6 Meter Standfläche. Die Wildform, aus der sie hervorging, ist die Mährische Eberesche aus Tschechien – eine Vogelbeere, der der bittere Zug der gewöhnlichen fehlt. Mit ihr fing 1946 eine Auslese am Institut für Gartenbau in Dresden-Pillnitz an, und der Mutterbaum von 'Rosina' stand in Sebnitz in Sachsen. 1954 ging sie in den Verkauf, zusammen mit einer zweiten Auslese desselben Programms, und die beiden bekamen verschiedene Aufgaben: die andere den Saft, 'Rosina' das Kompott und die kandierte Frucht. Was sie dafür mitbringt, sind große Dolden mit großen Beeren. Dazu eine Gestalt, die sich mit den Jahren ändert: Die Leitäste stehen zunächst steil aufwärts und die Krone bleibt schmal, später neigen sie sich bogenförmig über und geben ihr die Breite.
Geblüht wird ab Mai, weiß und in breiten, flachen Dolden, über rund 3 Wochen. Ein zweiter Ebereschenbaum in der Nähe gehört dazu: Mit eigenem Pollen setzt sie nicht verlässlich an. Die Beeren färben ab Ende August orange, pflückreif und zugleich genussreif sind sie aber erst Mitte bis Ende September – wer früher schneidet, hat die Farbe und noch nicht das Aroma. Kugelig sind sie und orangefarben bis rötlich, 1 bis 1,5 Zentimeter dick, das Fleisch darunter hell gelborange; der Geschmack geht von süß bis herb-säuerlich. Geschnitten wird die ganze Dolde, nicht die einzelne Beere, denn am Doldenansatz sitzen die Knospen fürs nächste Jahr. Für den Rohverzehr ist auch diese Sorte nicht gedacht – verarbeitet werden sie zu Kompott und kandierten Früchten, dazu Gelee, Saft, Likör und Backwerk. Wem der Baum zu groß gerät, der bekommt ihn auch kleiner: auf die Schwedische Mehlbeere veredelt bleibt 'Rosina' handlicher, verlangt dann aber jedes Jahr den Schnitt, sonst leidet die Fruchtqualität. Die Erträge setzen früh ein und kommen regelmäßig.
Für Insekten ist eine Dolde dieser Größe ein Angebot auf engem Raum: Bienen, Fliegen und Käfer arbeiten die flachen Blütenstände ab, an denen viele Einzelblüten dicht beieinanderstehen. Bei den Vögeln kehrt sich die Rechnung später um. Ihre Hauptzeit an Vogelbeeren liegt im August, und diese Sorte wird erst danach reif – ihr Behang hält deshalb länger, als man es von einem wilden Baum kennt. Und der Baum trägt in der Forstwirtschaft einen Beinamen, der viel über ihn sagt: Blitzableiter. Wo zwischen jungen Fichten und Buchen Wild äst, geht es zuerst an die Eberesche und lässt die Nachbarn stehen.
Winterhärte
Zone 3: −40,0 bis −34,4 °C
Diese Pflanze ist sehr frostresistent und kommt mit harten Wintern gut zurecht.
Wuchs & Raum
- Wuchsform
- Höhe
- Breite
- Wurzelsystem
Standort & Boden
- Standort
- Wasserbedarf
- Bodenart
- auch auf mageren Böden
- Bodenfeuchte
- trockenfrischfeuchtnassstaunass
Ökologie & Verwendung
Ökologischer Wert
Verwendung
Besonderheiten
Phänologie und Vermehrung
Fremdbestäubung nötig — Befruchtersorte empfohlen
Pflege
- Schnittbedarf
- Resilienzen
- Schutz
Natürliche Verbreitung
Taxonomie
- Familie
- Rosengewächse(Rosaceae)
- Gattung
- Mehlbeeren(Sorbus)
- Art-Syn.
- Vogelbeere, Europäische Vogelbeere, Gewöhnliche Vogelbeere, Vogelbeerbaum, Eberesche, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeere, Amselbeere, Ebisch

